Airbus A330neo (Foto: Fabian Joy/Unsplash).
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TAP Air Portugal schließt Sanierungsplan erfolgreich mit Gewinn ab

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Die portugiesische Nationalairline TAP Air Portugal hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettogewinn von 4,1 Millionen Euro beendet und damit das vierte Jahr in Folge ein positives Ergebnis erwirtschaftet.

Ohne steuerliche Sondereffekte durch neue Körperschaftsteuersätze hätte der bereinigte Nettogewinn sogar bei 46 Millionen Euro gelegen. Die Betriebserlöse stiegen auf insgesamt 4,313 Milliarden Euro an, was einem Zuwachs von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Maßgeblich für diesen Erfolg waren das Passagiergeschäft sowie eine deutliche Umsatzsteigerung im Wartungssektor um 10,7 Prozent. Die Fluggesellschaft konnte ihre Liquidität auf 765,3 Millionen Euro ausbauen und damit ihre finanzielle Stabilität in einem von Inflation und Lieferkettenproblemen geprägten Marktumfeld festigen.

Ein bedeutender Meilenstein ist der offizielle Abschluss des von der Europäischen Union genehmigten Umstrukturierungsplans. Die Europäische Kommission bestätigte, dass TAP alle operativen und finanziellen Auflagen fristgerecht erfüllt hat, um die langfristige Rentabilität wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang wurde eine Fristverlängerung für den Verkauf der Beteiligungen an der Catering-Tochter Cateringpor und dem Bodenabfertiger SPdH bis Mitte 2026 gewährt. Als Gegenleistung verpflichtet sich die Airline zu einer Rückzahlung von rund 25 Millionen Euro an den staatlichen Anteilseigner. Die erfolgreiche Sanierung gilt als Voraussetzung für die geplante Teilprivatisierung der Fluggesellschaft, an der mehrere große europäische Airline-Gruppen Interesse signalisiert haben.

Für das laufende Jahr 2026 plant das Management unter CEO Luís Rodrigues ein diszipliniertes Wachstum, wobei der Fokus verstärkt auf dem transatlantischen Netzwerk liegt. Besonders der brasilianische Markt soll weiter ausgebaut werden; geplant sind zwei neue Destinationen, womit TAP insgesamt 15 Ziele in Brasilien ansteuern wird. Parallel dazu investiert das Unternehmen in den Standort Porto, wo neue Flugverbindungen und ein zusätzlicher Wartungs-Hub entstehen sollen. Die Flottenmodernisierung wird durch die Einflottung weiterer Airbus-Maschinen der NEO-Generation vorangetrieben, um die betriebliche Effizienz auf den Langstreckenverbindungen zu steigern.

Trotz eines Rückgangs der Erlöse pro Einheit (PRASK) um 2,3 Prozent aufgrund des intensiven Wettbewerbs in den Kernmärkten, zeigt sich die Nachfrage für das Sommerhalbjahr 2026 robust. Die Auslastung der Maschinen lag im vergangenen Jahr bereits bei einem hohen Wert von 84,2 Prozent. Durch Investitionen in das Bordprodukt, wie neue Kabinenausstattungen, will TAP ihre Position gegenüber der Konkurrenz behaupten. Die Entwicklung der Treibstoffkosten, die zuletzt um 5,4 Prozent sanken, bleibt jedoch ein entscheidender Faktor für die weitere Margenentwicklung, weshalb die Fluggesellschaft weiterhin auf strikte Kostenkontrolle und eine Optimierung der Ertragsqualität setzt.

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