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Schwere Zwischenfälle am Boden US-amerikanischer Flughäfen lösen FAA-Ermittlungen aus

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Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat umfassende Untersuchungen zu einer Serie gefährlicher Vorfälle auf den Rollfeldern großer US-Flughäfen eingeleitet.

Ein besonders schwerer Unfall ereignete sich am Flughafen New York LaGuardia, bei dem ein Regionaljet des Typs Bombardier CRJ-900 unmittelbar nach der Landung mit einem Einsatzfahrzeug der Flughafenfeuerwehr kollidierte. Nach offiziellen Angaben kamen beide Piloten bei dem Zusammenstoß ums Leben. Der Vorfall unterstreicht die massiven Risiken bei der Koordination von Flugzeugbewegungen und Bodenfahrzeugen in hochfrequentierten Sicherheitsbereichen.

Nur kurze Zeit später entging ein Airbus A321neo der Frontier Airlines am Flughafen Los Angeles (LAX) nur knapp einer Katastrophe. Während sich die Maschine auf dem Weg zur Startbahn für den Flug nach Atlanta befand, kreuzten zwei Service-Trucks im Kreuzungsbereich der Taxiways Kilo und Bravo unerwartet den Rollweg des Flugzeugs. Die Piloten mussten eine Vollbremsung einleiten, um eine Kollision zu verhindern. Laut Funkprotokollen meldete die Besatzung dem Tower, dass die Situation extrem knapp gewesen sei und man zunächst den Gesundheitszustand der Passagiere und Flugbegleiter im hinteren Teil der Kabine überprüfen musste.

Diese Häufung von sogenannten „Runway Incursions“ und gefährlichen Annäherungen auf den Rollwegen alarmiert die Sicherheitsbehörden. Statistiken der FAA zeigen, dass Fehler bei der Bodenkontrolle oder Missverständnisse im Funkverkehr zu den häufigsten Ursachen für Beinahe-Unfälle am Boden zählen. Im Fall von Los Angeles wird nun geprüft, ob eine Fehlkommunikation der Bodenkontrolle oder ein menschliches Versagen der Fahrzeugführer vorlag. Die Ermittler sichern dazu derzeit die Daten der Flughafenüberwachung sowie die Voice-Rekorder der beteiligten Fahrzeuge und des Flugzeugs.

Die US-Luftfahrtbehörden stehen unter Druck, die Sicherheitsprotokolle an den Drehkreuzen zu verschärfen. Experten fordern verstärkt den Einsatz automatischer Warnsysteme, die sowohl Piloten als auch Bodenfahrzeuge bei drohenden Kollisionskursen frühzeitig alarmieren. Während die technische Untersuchung in New York noch andauert, wird in Los Angeles bereits das Bodenpersonal zu den Abläufen im Kreuzungsbereich befragt. Diese Zwischenfälle werfen erneut Fragen zur Belastungsgrenze der Infrastruktur und des Personals an den größten Verkehrsflughäfen der Vereinigten Staaten auf.

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