Tanzmainz kehrt mit einer Arbeit von Moritz Ostruschnjak zurück (Foto: Andreas Etter).
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Festspielhaus St. Pölten präsentiert vielfältiges Programm zum 30. Jubiläum

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Das Festspielhaus St. Pölten feiert in der kommenden Spielzeit 2026/2027 sein 30-jähriges Bestehen unter dem Motto „Fest im Moment“. Die Jubiläumssaison bietet ein umfangreiches Programm aus internationalem Tanz und hochkarätigen Konzerten.

Geplant sind insgesamt 30 spezielle Jubiläumsereignisse, die über den regulären Vorstellungsbetrieb hinausgehen, darunter Flashmobs, Community-Projekte und ein Circus-Festival in der Innenstadt. Seit der Eröffnung im März 1997 hat sich das Haus als eine der führenden Institutionen für zeitgenössischen Tanz und symphonische Musik in Österreich etabliert und setzt diese Tradition mit zahlreichen Österreich-Premieren fort.

Im Bereich des Tanzes liegt ein Schwerpunkt auf renommierten Compagnien und Choreografen. Unter anderem werden Werke der flämischen Ikone Anne Teresa De Keersmaeker durch das Opera Ballet Vlaanderen sowie Kreationen von Ohad Naharin mit der Batsheva Dance Company gezeigt. Auch das Nederlands Dans Theater gastiert mit Arbeiten von Jiří Kylián und Crystal Pite. Ein besonderes Highlight bildet das Projekt des französischen Choreografen Mourad Merzouki, der ein Community-Tanzprojekt mit 60 Bürgern initiiert, das zum Saisonabschluss im Juni 2027 im öffentlichen Raum zur Aufführung gelangt. Weitere Gastspiele führen Ensembles aus Marseille, Taipeh und Vancouver nach Niederösterreich.

Die musikalische Gestaltung der Saison wird maßgeblich vom Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Chefdirigent Fabien Gabel geprägt. Das Orchester eröffnet die Saison im September 2026 mit einem skandinavisch orientierten Open-Air auf dem Domplatz. Im weiteren Verlauf der Spielzeit werden Genregrenzen überschritten, etwa bei gemeinsamen Auftritten mit dem Herbert Pixner Projekt oder in Form von Orchesterkaraoke, bei dem das Publikum selbst aktiv werden kann. Das Weltmusikprogramm umfasst Auftritte internationaler Künstler wie Eliades Ochoa aus Kuba, Souad Massi aus Algerien sowie des österreichischen Musikers Hubert von Goisern, der nach einer längeren Pause wieder in St. Pölten gastiert.

Das Programm richtet sich zudem explizit an verschiedene Altersgruppen. Spezielle Angebote für Kinder ab einem Jahr sowie das BIG BANG Festival im April 2027 sollen junge Menschen an die Kunstformen Tanz und Musik heranführen. Auch gesellschaftskritische Themen finden Eingang in den Spielplan, wie etwa die Produktion „Dimokratía“ zum Europatag im Mai 2027. Mit dieser Mischung aus etablierten Größen und innovativen Formaten zielt das Festspielhaus darauf ab, seine Rolle als kultureller Ankerpunkt in der Region zu festigen und neue Publikumsschichten zu erschließen.

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