Die niederländische Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines begeht im April 2026 das 90-jährige Bestehen ihrer Flugverbindung zwischen Wien und Amsterdam.
Die historische Route wurde erstmals am 20. April 1936 eingeweiht und operierte vor dem Zweiten Weltkrieg unter der Bezeichnung „Blue Danube Express“. Nach einer kriegsbedingten Unterbrechung nahm die Fluggesellschaft den Betrieb am 31. Juli 1949 wieder auf. Seither ist die Strecke ein fester Bestandteil des europäischen Netzwerkes der KLM, die als älteste unter ihrem ursprünglichen Namen operierende Airline der Welt gilt.
Die strategische Bedeutung der Verbindung für den Wirtschaftsstandort Österreich wird durch die hohe Frequenz im aktuellen Sommerflugplan unterstrichen. KLM bedient die Strecke derzeit bis zu viermal täglich und nutzt dabei das Drehkreuz Amsterdam Schiphol, um Passagiere aus Wien an ihr globales Netzwerk von über 160 Destinationen anzubinden. Bevor der heutige Flughafen Wien-Schwechat im Jahr 1954 seinen Betrieb in der aktuellen Form aufnahm, nutzte KLM bereits die vorhandene Infrastruktur in der Region und gilt somit als einer der Pioniere des zivilen Luftverkehrs in Österreich.
In der Geschichte der Zusammenarbeit zwischen der Airline und dem Flughafen Wien hat sich die Kapazität kontinuierlich gesteigert. Während in den Anfangsjahren Propellermaschinen wie die Douglas DC-2 und DC-3 zum Einsatz kamen, wird die Route heute mit modernen Jets der Airbus-A320-Familie sowie Embraer-Maschinen der Tochtergesellschaft KLM Cityhopper bedient. Diese Entwicklung spiegelt den technischen Fortschritt und die steigende Nachfrage im innereuropäischen Flugverkehr wider. Der Flughafen Wien bezeichnet KLM heute als einen der verlässlichsten Partner am Standort, der maßgeblich zur internationalen Konnektivität des Landes beiträgt.
Neben dem Passagiertransport spielt die Route auch für den Frachtverkehr eine wesentliche Rolle, da Amsterdam Schiphol als eines der bedeutendsten Logistikzentren Europas fungiert. Durch die enge Taktung der Flüge wird ein effizienter Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen Zentraleuropa und den Überseemärkten sichergestellt. Mit Blick auf die Zukunft plant die Fluggesellschaft, ihre Präsenz in Wien stabil zu halten und die Abläufe am Drehkreuz Schiphol weiter zu optimieren, um die Umsteigezeiten für Reisende aus Österreich so kurz wie möglich zu gestalten.