Flugzeug von IndiGo (Foto: Praveen Thirumurugan).
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Explosion einer Powerbank führt zu Evakuierung von IndiGo-Flugzeug in Indien

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Ein Zwischenfall mit einer explodierenden Powerbank hat auf dem IndiGo-Flug 6E108 von Hyderabad nach Chandigarh zu einer Notfall-Evakuierung geführt. Das betroffene Flugzeug, ein Airbus A321neo mit der Registrierung VT-ICO, befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits nach der Landung auf dem Rollweg zum Terminal.

Laut Augenzeugenberichten fing das Gerät im Handgepäck eines Passagiers plötzlich Feuer und explodierte, wodurch sich die Kabine schnell mit dichtem Rauch füllte und unter den 198 Insassen Panik ausbrach. Das Bordpersonal reagierte umgehend, löschte die Flammen mit Bordmitteln und leitete die Evakuierung über die Notrutschen ein, die innerhalb weniger Minuten abgeschlossen war.

Bei dem Vorfall wurden fünf Personen verletzt, die nach dem Verlassen des Flugzeugs medizinisch versorgt werden mussten. Die Fluggesellschaft IndiGo bestätigte, dass die Maschine für eine umfassende technische Inspektion vorerst aus dem Betrieb genommen wurde, um mögliche Schäden an der Kabinenstruktur oder den elektrischen Systemen auszuschließen. Zusätzliche Sicherheitskräfte und Feuerwehrteams des Flughafens Chandigarh waren zwar schnell vor Ort, mussten jedoch nicht mehr aktiv eingreifen, da die Besatzung den Brandherd bereits unter Kontrolle gebracht hatte. Die indischen Behörden haben eine detaillierte Untersuchung des spezifischen Gerätetyps eingeleitet, um die Ursache für das thermische Durchgehen der Lithium-Batterie zu klären.

Dieser Zwischenfall ereignet sich vor dem Hintergrund verschärfter Sicherheitsbestimmungen durch die indische Zivilluftfahrtbehörde DGCA (Directorate General of Civil Aviation). Seit Januar 2026 untersagen die nationalen Richtlinien in Indien explizit die Nutzung von Powerbanks während des Fluges, da das Risiko von Bränden durch defekte oder minderwertige Lithium-Ionen-Akkus als kritisch eingestuft wird. In der Vergangenheit kam es weltweit wiederholt zu ähnlichen Vorfällen, was viele internationale Aufsichtsbehörden dazu veranlasste, die Mitführung solcher Geräte ausschließlich im Handgepäck vorzuschreiben, um im Falle einer Brandentwicklung einen schnellen Zugriff durch die Crew zu ermöglichen.

Die technische Analyse konzentriert sich nun darauf, ob die Powerbank zum Zeitpunkt der Explosion geladen wurde oder durch äußere Einflüsse beschädigt war. Experten der Luftfahrtsicherheit weisen darauf hin, dass die Lagerung von Akkus in engen Gepäckfächern bei mechanischer Belastung zu Kurzschlüssen führen kann. Der Vorfall in Chandigarh unterstreicht die operative Herausforderung für Airlines, die Einhaltung von Nutzungsverbaten an Bord konsequent zu überwachen. Für IndiGo bedeutet der Vorfall neben dem temporären Ausfall eines modernen Flugzeugs auch eine verstärkte Sensibilisierung der Passagiere für die Gefahren durch elektronische Kleingeräte in der Kabine.

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