Das Wiener Traditionsgasthaus Schweizerhaus und die tschechische Brauerei Original Budweiser Budvar feiern im Mai 2026 den Höhepunkt ihrer einhundertjährigen Zusammenarbeit. Diese im europäischen Gastgewerbe seltene Beständigkeit einer Partnerschaft wird durch einen offiziellen Festakt im Wiener Prater gewürdigt.
Die Familie Kolarik, die das Schweizerhaus bereits in der 107. Saison führt, lädt hierzu zu einem Frühschoppen ein, an dem hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilnehmen. Neben dem Wiener Landeshauptmann Michael Ludwig und Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck wird auch der tschechische Botschafter Jan Brunner erwartet, um die grenzüberschreitende Bedeutung dieser gastronomischen Allianz zu unterstreichen.
Die historische Verbindung zwischen dem Praterbetrieb und der Brauerei aus Budweis begann im frühen 20. Jahrhundert und hat sich über Jahrzehnte hinweg zu einem Markenzeichen der Wiener Genusskultur entwickelt. Zur Feier des Jubiläums wurde bereits eine spezielle Jubiläumsabfüllung sowie eine Sammleredition im Lebensmitteleinzelhandel aufgelegt. Im operativen Betrieb des Schweizerhauses, das über eine Gesamtkapazität von mehr als 2.100 Sitzplätzen im Innenbereich und im weitläufigen Gastgarten verfügt, ist das frisch gezapfte Budweiser-Bier neben der klassischen Stelze das zentrale Element des kulinarischen Angebots. Rund 180 Mitarbeiter stellen während der Saison den Betrieb sicher, der jährlich hunderttausende Besucher anzieht.
Ergänzend zum gastronomischen Angebot vor Ort wurde eine digitale Kampagne gestartet, die bis zum 30. August 2026 läuft. Über eine mobile Applikation der Brauerei können Gäste an Gewinnspielen teilnehmen, was die Modernisierung der traditionsreichen Marke Budweiser Budvar im digitalen Zeitalter verdeutlicht. Die wirtschaftliche Relevanz des Schweizerhauses für den Wiener Tourismusstandort ist erheblich; das Haus gilt als einer der umsatzstärksten Gastronomiebetriebe Österreichs. Die Gliederung des Gartens in Wiener Bezirke und die Gestaltung der Innenräume nach lokalen Sehenswürdigkeiten wie Schönbrunn festigen dabei die tiefe Verwurzelung des Betriebs in der Identität der Stadt.
Zusätzliche Recherchen zur Unternehmenshistorie belegen, dass das Schweizerhaus unter Karl Kolarik senior nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde und seither konsequent auf die Exklusivität des Budweiser-Biers setzt. Diese Treue zur Marke hat dazu beigetragen, dass das Schweizerhaus heute als weltweit größter Einzelabnehmer von Budweiser Budvar gilt. Die musikalische Untermalung durch Formationen wie „Krügerlblech“ bei offiziellen Anlässen unterstreicht die kulturelle Verbindung zwischen böhmischer Brautradition und Wiener Gastlichkeit. Trotz des enormen Gästeaufkommens bleibt der Betrieb ein Familienunternehmen, das durch stetige Investitionen in Infrastruktur und Servicequalität seine Marktposition behauptet.