Airbus A350 (Foto: ATF Pictures/Flughafen München).
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Singapore Airlines forciert Kapazitätsausbau auf dem europäischen Markt

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Die Singapore Airlines Group verzeichnet eine anhaltend robuste Nachfrage im europäischen Geschäft und reagiert darauf mit einer signifikanten Ausweitung ihres Streckennetzes. Ab Ende Oktober 2026 wird die Frequenz auf der strategisch wichtigen Verbindung zwischen München und Singapur von derzeit sieben auf zehn wöchentliche Flüge erhöht.

Damit festigt die Fluggesellschaft ihre Präsenz im DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz), dem Sales Manager Patrick Bucher aufgrund der hohen Kaufkraft und einer starken Affinität zum Premiumsegment eine zentrale Bedeutung beimisst. Neben München profitieren auch andere europäische Standorte von der Expansion: London-Gatwick wird künftig zweimal täglich bedient, während Mailand und Manchester auf tägliche Verbindungen hochgestuft werden.

Trotz der positiven Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2025/26, in dem die Gruppe einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 14,1 Milliarden Euro erzielte, sieht sich das Unternehmen mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf rund 800 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist primär auf den Wegfall von Sondereffekten sowie auf Verluste aus der Beteiligung an Air India zurückzuführen. Zudem belasten die geopolitischen Spannungen im Mittleren Osten die Betriebskosten, da die Volatilität der Kerosinpreise unmittelbare Auswirkungen auf die Ticketpreiskalkulation hat. Singapore Airlines profitiert jedoch von der Infrastruktur ihres Heimatdrehkreuzes, da Singapur als einer der weltweit führenden Produzenten von Flugkraftstoff eine vergleichsweise stabile Versorgungslage bietet.

Im Bereich der Vertriebsstrategie setzt die Fluggesellschaft verstärkt auf den Datenaustauschstandard NDC (New Distribution Capability), über den global bereits rund 60 Prozent der Buchungen abgewickelt werden. Während Online-Reisebüros und Consolidator diese Technologie bereits weitgehend adaptiert haben, zeigt sich das Geschäftsreisesegment im deutschsprachigen Raum noch verhaltener. Dennoch betont das Management die unverminderte Wichtigkeit klassischer Reisebüros und Veranstalter. Durch persönliche Betreuung und dedizierte Schnittstellen soll die Zusammenarbeit mit dem stationären Vertrieb intensiviert werden, um die Zielgruppe für hochwertige Reiseerlebnisse direkt anzusprechen und die Marktführerschaft im Langstreckensegment nach Asien und Australien zu sichern.

Über Europa hinaus richtet sich der Blick des Carriers auf den australischen Markt, wo die Einbindung des neuen Western Sydney International Airport geplant ist. Da dieser Flughafen keiner Nachtflugsperre unterliegt, eröffnen sich für Singapore Airlines neue operative Spielräume für spätere Abflugzeiten und optimierte Anschlussverbindungen. In Kombination mit der Tochtergesellschaft Scoot beförderte die Gruppe zuletzt über 42 Millionen Passagiere bei einer durchschnittlichen Auslastung von fast 88 Prozent. Die kontinuierliche Flottenmodernisierung und die Erschließung neuer Destinationen wie Madrid via Barcelona unterstreichen das Ziel, die Kapazitäten flexibel an die globalen Wachstums- und Marktprognosen anzupassen.

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