de Havilland Dash 8-400 (Foto: André Gerwing).
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Innsbruck: Idealtours und Universal Air eröffnen neue Route nach Korfu

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Mit dem Start der Sommersaison 2026 hat der Tiroler Reiseveranstalter Idealtours sein Flugportfolio ab dem Flughafen Innsbruck um eine wesentliche Komponente erweitert. Ein vollbesetzter Erstflug markierte am die Aufnahme der neuen Nonstop-Verbindung auf die griechische Insel Korfu.

In enger Kooperation mit der maltesischen Fluggesellschaft Universal Air wird diese Destination fortan wöchentlich bedient. Durch den Einsatz einer de Havilland Dash 8-400 setzt das Unternehmen auf ein Fluggerät, das speziell für die Anforderungen regionaler Flughäfen optimiert ist.

Die Neuerung unterstreicht die Strategie, den Tiroler Reisenden zeitsparende Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ohne Zwischenlandungen anzubieten, gepaart mit einem umfassenden Servicepaket inklusive Hausabholung. Die Verantwortlichen des Flughafens Innsbruck bestätigten zudem die operative Sicherheit für den Sommerbetrieb, was angesichts der logistischen Herausforderungen im europäischen Luftraum eine wichtige Planungsgrundlage für die regionale Tourismuswirtschaft darstellt.

Universal Air und die de Havilland Dash 8-400 im Fokus

Der Erfolg der neuen Strecke nach Korfu ist untrennbar mit dem Airline-Partner Universal Air verbunden. Die auf Malta ansässige Fluggesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren als Spezialist für Nischenmärkte und regionale Anbindungen im Mittelmeerraum und Zentraleuropa etabliert. Für die Route ab Innsbruck kommt die de Havilland Dash 8-400 zum Einsatz, ein leistungsstarker Turboprop-Hochdecker, der in der Luftfahrtbranche für seine Vielseitigkeit geschätzt wird. Mit einer Kapazität von 78 Sitzen ist das Flugzeug exakt auf das Passagieraufkommen zugeschnitten, das Idealtours für seine exklusiven Charterprogramme kalkuliert.

Die Dash 8-400 zeichnet sich durch eine Reisegeschwindigkeit aus, die auf kürzeren und mittleren Strecken nahezu das Niveau von Regionaljets erreicht, dabei jedoch eine höhere Flexibilität bei Starts und Landungen auf anspruchsvollen Bahnen bietet. Besonders am Flughafen Innsbruck, der aufgrund seiner topografischen Lage in den Alpen spezielle Anforderungen an die Performance eines Flugzeugs stellt, spielt die Dash 8-400 ihre Stärken aus. Die Triebwerkstechnologie und das aerodynamische Design ermöglichen einen stabilen Flugverlauf auch bei schwierigen Windverhältnissen, während die Kabinenkonfiguration einen zeitgemäßen Komfort für die rund zweistündige Flugzeit nach Korfu sicherstellt.

Der Sommerflugplan 2026: Fokus auf Nonstop-Verbindungen

Ein zentrales Merkmal der neuen Urlaubsverbindungen von Idealtours ist die konsequente Ausrichtung auf Nonstopflüge. Im Gegensatz zu Direktflügen, die Zwischenlandungen beinhalten können, führt die Verbindung von Innsbruck nach Korfu ohne Umwege direkt zum Ziel. Diese Zeitersparnis ist ein wesentliches Verkaufsargument für den regionalen Markt. Der aktuelle Flugplan sieht vor, dass die griechische Insel jeweils samstags angesteuert wird, was den klassischen Bedürfnissen der Ferienhotellerie entgegenkommt.

Neben Korfu umfasst der Flugplan von Idealtours für den Sommer 2026 weitere attraktive Destinationen, die alle nonstop ab Innsbruck bedient werden. Dazu gehören die ionischen Inseln Kefalonia und Lefkas (via Aktio/Epiros) sowie Chalkidiki im Norden Griechenlands und Kalamata im Süden des Peloponnes. Auch die italienische Region Kalabrien wird über den Flughafen Lamezia Terme angesteuert. Durch diese breite Fächerung bietet der Veranstalter eine lückenlose Abdeckung des zentralen und östlichen Mittelmeerraums an. Die Koordination der Flugzeiten erfolgt dabei so, dass die Passagiere die maximale Urlaubszeit vor Ort nutzen können, was die Effizienz der Nonstop-Verbindungen weiter unterstreicht.

Servicekonzept und logistische Sicherheit am Standort

Um den Komfort der Nonstop-Reise bereits vor dem Abflug zu erhöhen, hat Idealtours den Service der kostenlosen Hausabholung in ganz Nordtirol fest in das Programm integriert. Dieser Service stellt sicher, dass die Reisenden ohne private PKW-Anreise oder öffentliche Verkehrsmittel direkt zum Check-in am Flughafen Innsbruck gelangen. Die logistische Kette wird hierbei durch den Veranstalter zentral gesteuert, um eine nahtlose Übergabe an das Bodenpersonal des Flughafens und die Crew von Universal Air zu gewährleisten.

Hinsichtlich der operativen Sicherheit gab die Geschäftsführung des Flughafens Innsbruck bekannt, dass die Versorgung mit Flugkraftstoff für die gesamte Sommersaison gesichert ist. Dies ist insbesondere für Charterrotationen nach Griechenland von Bedeutung, da eine verlässliche Infrastruktur am Heimatflughafen die Grundlage für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Flugplan bildet. Die technologische Wartung der Dash 8-400 erfolgt nach strengen europäischen Standards, wobei Universal Air eine hohe technische Verfügbarkeit der Flotte garantiert.

Die Etablierung neuer Nonstop-Verbindungen stärkt nicht nur das Angebot für Urlauber, sondern festigt auch die Position des Flughafens Innsbruck als wichtiges Infrastrukturelement für Westösterreich. Wenn lokale Akteure wie Idealtours in neue Routen investieren und mit spezialisierten Partnern wie Universal Air zusammenarbeiten, fördert dies die regionale Wertschöpfung. Die Auslastung des Erstfluges nach Korfu zeigt, dass das Vertrauen in regionale Flugangebote hoch ist.

Nicole Kehle (Pressesprecherin Flughafen Innsbruck), Crew der Universal Air, Christof Neuhauser (Geschäftsleitung Reisebüro Idealtours GmbH) (Foto: Reisebüro Idealtours).

Mit Hauptsitz am internationalen Flughafen von Malta operiert Universal Air unter einem maltesischen Luftbetreiberzeugnis (AOC) und hat in den vergangenen Jahren eine strategische Neuausrichtung vollzogen. Ursprünglich als Anbieter für ein breiteres Spektrum im Luftverkehr gestartet, konzentriert sich die Airline heute ausschließlich auf das B2B-Geschäft. Ein markantes Merkmal des Unternehmens ist die Spezialisierung auf den Einsatz von Turboprop-Flugzeugen, die insbesondere auf kurzen und mittleren Strecken sowie auf Flughäfen mit anspruchsvoller Infrastruktur ihre Stärken ausspielen.

Firmengeschichte und Transformation

Die Wurzeln des Unternehmens reichen in das Jahr 2015 zurück, als es unter dem Namen Air CM Global gegründet wurde. In den ersten Jahren lag der Fokus primär auf dem Bereich der Geschäftsluftfahrt und dem Management von Flugzeugen. Im September 2022 erfolgte das Rebranding zu Universal Air, verbunden mit der Ambition, die Präsenz im regionalen Linien- und Charterverkehr massiv auszubauen.

Ein bedeutender Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte ereignete sich im Frühjahr 2025. Nach einer Phase, in der die Airline versuchte, eigene Linienverbindungen – etwa von Malta nach Ungarn oder Deutschland – auf eigene Rechnung zu etablieren, entschied sich das Management für einen strategischen Kurswechsel. Zum 31. Mai 2025 wurden alle Linienflüge eingestellt. Seither agiert Universal Air nicht mehr als klassische Airline mit Direktvertrieb an Endkunden, sondern widmet sich vollumfänglich dem Charter- und ACMI-Geschäft (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance).

Das operative Rückgrat von Universal Air bildet die Flotte des Typs de Havilland Dash 8-400 (ehemals Bombardier Q400). Dieser Flugzeugtyp gilt als eines der effizientesten und schnellsten Turboprop-Modelle weltweit. In der Konfiguration von Universal Air bietet die Maschine Platz für 78 Passagiere. Die Wahl dieses Fluggeräts ist kein Zufall: Die Dash 8-400 kombiniert die Wirtschaftlichkeit eines Propellerflugzeugs mit einer Reisegeschwindigkeit, die auf regionalen Distanzen kaum hinter der von Jets zurückbleibt.

Besonders vorteilhaft ist die Fähigkeit der Dash 8-400, auf relativ kurzen Landebahnen zu operieren, was sie zum idealen Flugzeug für Flughäfen wie Innsbruck macht. Für Universal Air ermöglicht dieser Flugzeugtyp eine hohe Flexibilität bei der Planung von Charterketten für Reiseveranstalter wie Idealtours, da er sowohl ökonomisch sinnvoll ausgelastet werden kann als auch einen hohen Standard bei der Zuverlässigkeit bietet.

Geschäftsmodell: Charter und ACMI als Kernkompetenz

Das heutige Geschäftsmodell von Universal Air basiert auf zwei stabilen Säulen. Als Charter-Dienstleister übernimmt die Airline im Auftrag von Reiseveranstaltern komplette Flugprogramme. Hierbei führt Universal Air Nonstopflüge zu Urlaubsdestinationen durch, während die Vermarktung der Sitzplätze beim Auftraggeber liegt. Dies bietet Veranstaltern die Sicherheit einer festen Kapazität ohne das operative Risiko eines eigenen Flugbetriebs.

Die zweite Säule ist das ACMI-Geschäft (Wet-Lease). In diesem Bereich vermietet Universal Air ihre Flugzeuge inklusive Besatzung, Wartung und Versicherung an andere Fluggesellschaften. Dies geschieht häufig, um kurzfristige Kapazitätsengpässe bei Partner-Airlines auszugleichen, neue Strecken zu testen oder saisonale Spitzen abzufangen. Durch diesen Fokus auf professionelle Dienstleistungen für die Industrie hat sich Universal Air als flexibler Akteur etabliert, der schnell auf Marktveränderungen reagieren kann, ohne durch die Komplexität des eigenen Ticketvertriebs gebunden zu sein.

Nicole Kehle (Pressesprecherin Flughafen Innsbruck), Crew der Universal Air, Christof Neuhauser (Geschäftsleitung Reisebüro Idealtours GmbH) (Foto: Reisebüro Idealtours).
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