Der Flugbetrieb am Stuttgarter Flughafen war am Pfingstmontag von zwei unvorhergesehenen Zwischenfällen bei der Fluggesellschaft Eurowings geprägt. Am Vormittag musste eine Maschine des Typs Airbus A320, die sich unter der Flugnummer EW2516 auf dem Weg nach Bilbao befand, kurz nach dem Start umkehren.
Grund für den Abbruch des Steigflugs war eine technische Warnanzeige im Cockpit, die Unregelmäßigkeiten am Fahrwerk signalisierte. Gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften entschied sich die Besatzung für eine sofortige Rückkehr zum Startflughafen, wo das Flugzeug bereits knapp 30 Minuten nach dem Abheben sicher landete. Die 157 Passagiere konnten ihre Reise später mit einer Ersatzmaschine fortsetzen.
Parallel zu diesem technischen Vorfall kam es am Abend zu einem medizinischen Notfall an Bord einer weiteren Eurowings-Maschine. Der Flug EW2587, der aus Palma de Mallorca kam, forderte bereits vor der Landung medizinische Unterstützung an. Ein Fluggast hatte während des Fluges über akutes Unwohlsein geklagt, woraufhin die Cockpit-Besatzung standardmäßig den Rettungsdienst am Boden verständigte. Nach dem Aufsetzen des Airbus A320 in Stuttgart wurde der betroffene Passagier unmittelbar von Sanitätern übernommen und in ein Krankenhaus transportiert. Die übrigen 160 Insassen konnten die Maschine ohne weitere Verzögerungen verlassen.
Diese Ereignisse reihen sich ein in eine Statistik technischer und medizinischer Vorfälle, die insbesondere an reisestarken Feiertagen wie Pfingsten die Logistik von Fluggesellschaften und Flughafenbetreibern fordern. Experten betonen in diesem Zusammenhang, dass Warnanzeigen wie im Fall der Bilbao-Maschine häufig präventiver Natur sind und nicht zwingend auf einen mechanischen Defekt hindeuten, sondern oft durch Sensorfehler ausgelöst werden. Dennoch sieht das Sicherheitsprotokoll in solchen Situationen grundsätzlich eine Landung zur technischen Überprüfung vor, um jedes Risiko für Passagiere und Besatzung auszuschließen.
Der Flughafen Stuttgart, der als wichtigster Verkehrsknotenpunkt in Baden-Württemberg fungiert, verfügt für solche Szenarien über fest installierte Rettungsketten und technische Bereitschaftsdienste. Die Koordination zwischen der Deutschen Flugsicherung, der Flughaf Feuerwehr und den betroffenen Airlines ermöglicht in der Regel eine schnelle Abwicklung solcher Sonderlagen, ohne den regulären Flugplan anderer Fluggesellschaften massiv zu beeinträchtigen. Eurowings bestätigte nach Abschluss der Untersuchungen, dass zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben der Fluggäste bestanden habe.