Logo des Flughafens Warschau-Modlin (Foto: Jan Gruber).
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Ryanair verbindet Warschau-Modlin mit der kroatischen Hauptstadt Zagreb

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Der irische Billigflieger Ryanair erweitert sein europäisches Streckennetz im kommenden Winterflugplan um eine neue Verbindung zwischen dem Flughafen Warschau-Modlin und Zagreb. Ab dem 26. Oktober 2026 wird die Fluggesellschaft die polnische Hauptstadt zweimal wöchentlich mit der kroatischen Metropole verbinden.

Während auf der spezifischen Route von Modlin aus kein direkter Wettbewerb besteht, bedient die staatliche Fluggesellschaft LOT Polish Airlines bereits die Verbindung zwischen dem Warschauer Hauptflughafen Chopin und Zagreb. Mit der neuen Strecke zielt Ryanair primär auf preisbewusste Städtereisende und Geschäftsreisende ab, die den etwa 40 Kilometer vom Warschauer Stadtzentrum entfernten Nebenflughafen nutzen.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Zagreb für Ryanair in den letzten Jahren zu einem strategisch wichtigen Standort in Südosteuropa avanciert ist. Seit der Eröffnung der dortigen Basis im Jahr 2021 hat die Airline ihr Angebot kontinuierlich ausgebaut, um die marktbeherrschende Stellung von Croatia Airlines herauszufordern. Die neue Verbindung nach Warschau-Modlin ist Teil einer umfassenderen Expansion, bei der Ryanair verstärkt auf Direktverbindungen zwischen mittel- und osteuropäischen Hauptstädten setzt. Experten weisen darauf hin, dass die Flugfrequenzen im Winter gezielt so gewählt wurden, dass sie die Nachfrage für verlängerte Wochenendtrips abdecken.

Der Flughafen Warschau-Modlin profitiert erheblich von dieser Entscheidung, da der Standort zuletzt mit dem Abzug einiger Flugverbindungen und Verhandlungen über Flughafengebühren konfrontiert war. Die Stationierung zusätzlicher Kapazitäten durch Ryanair festigt die Bedeutung von Modlin als wichtigstes Drehkreuz für Ultra-Low-Cost-Carrier im polnischen Markt. Parallel dazu baut die Fluggesellschaft ihr Angebot in Kroatien weiter aus, wobei Zagreb als ganzjähriges Ziel fungiert, während die Küstenstandorte wie Zadar und Split primär saisonal bedient werden. Durch die Nutzung von Maschinen des Typs Boeing 737-800 und der moderneren 737-8200 „Gamechanger“ kann die Airline auf diesen Strecken eine hohe Sitzplatzkapazität bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten pro Passagier anbieten.

Wirtschaftlich betrachtet spiegelt die neue Route den Trend zur Konsolidierung im europäischen Regionalverkehr wider. Ryanair nutzt die Kostenvorteile an Sekundärflughäfen wie Modlin konsequent aus, um Marktanteile von klassischen Netzwerk-Airlines zu gewinnen, die von den teureren Hauptflughäfen operieren. Für Passagiere aus der Region Masowien bietet die Verbindung eine kostengünstige Alternative für Reisen zum Balkan, während kroatische Reisende einen verbesserten Zugang zum polnischen Markt erhalten. Die Buchungszahlen für die neue Strecke werden laut Branchenkreisen bereits kurz nach dem Verkaufsstart als stabil eingeschätzt, was auf ein hohes Nachholpotenzial im osteuropäischen Reiseverkehr hindeutet.

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