Ein Passagierflugzeug der Deutschen Lufthansa hat am Nachmittag auf dem Weg von Deutschland nach Italien eine ungeplante Zwischenlandung am Flughafen Stuttgart einlegen müssen. Grund für die Kursänderung war ein medizinischer Notfall an Bord eines Fluggastes.
Die Maschine, eine Airbus-Maschine der Fluggesellschaft, befand sich unter der Flugnummer LH328 auf dem regulären Linienflug vom internationalen Drehkreuz Frankfurt am Main zum Zielflughafen Venedig-Tessera, als die Besatzung über dem süddeutschen Luftraum die Entscheidung zur raschen Landung traf. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte den Vorfall auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und verwies auf die standardisierten Sicherheitsverfahren bei gesundheitlichen Akutfällen.
Nach der Alarmierung der Flugsicherung wurde der Flug umgehend nach Stuttgart umgeleitet, wo das Flugzeug am Boden bereits von den regionalen Rettungskräften und einem Notarztteam erwartet wurde. Der betroffene Passagier konnte unverzüglich medizinisch erstversorgt und für die weitere Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert werden. Aus Gründen des Datenschutzes und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte machte die Fluggesellschaft keinerlei nähere Angaben zur Identität, dem Geschlecht oder dem genauen gesundheitlichen Zustand des Fluggastes. Solche unvorhergesehenen Stopps erfordern eine präzise Koordination zwischen Cockpit-Besatzung, der Verkehrsleitung des Flughafens und den medizinischen Diensten vor Ort.
Trotz der Unterbrechung konnte der Flugbetrieb für die verbleibenden Passagiere schnell fortgesetzt werden. Nach einer kurzen Standzeit in Stuttgart, in der das Flugzeug für den Weiterflug überprüft und freigegeben wurde, hob die Maschine wieder ab. Wie die Lufthansa am Abend mitteilte, erreichte der Flug LH328 sein ursprüngliches Flugziel in Venedig mit einer krisenbedingt moderaten Verspätung. Das schnelle Handeln der Piloten und des Kabinenpersonals bei der Wahl des nahegelegenen Ausweichflughafens stellte sicher, dass sowohl die medizinische Versorgung des Erkrankten als auch der Transport der restlichen Fluggäste effizient abgewickelt werden konnten.
Medizinische Notfälle an Bord von Verkehrsflugzeugen kommen im internationalen Luftverkehr regelmäßig vor und sind fester Bestandteil des Trainings von Flugbegleitern und Piloten. Die Besatzungen stehen in solchen Situationen über Satellitenkommunikation oder Funk in direktem Kontakt mit bodengestützten medizinischen Beratungsdiensten, um die Schwere der Erkrankung einzuschätzen. Wenn eine sofortige Behandlung an Bord nicht ausreicht, wird der nächstgelegene, für den Flugzeugtyp geeignete Flughafen angesteuert. Der Stuttgarter Flughafen ist für solche Fälle logistisch bestens gerüstet, da die Rettungswege vom Rollfeld direkt zu den medizinischen Einrichtungen der Region kurz gehalten sind.