Die Fluggesellschaft Marabu Airlines führt am Flughafen München ein neues System zur Modernisierung der Passagierprozesse ein. Reisende dieser Fluggesellschaft können ihr Gepäck ab sofort eigenständig über das sogenannte Self-Baggage-Drop-off-System aufgeben.
Durch diese digitale Automatisierung wird der Abfertigungsprozess in der Abflughalle entflochten. Fluggäste, die bereits im Vorfeld online eingecheckt haben, können ihre Koffer und Taschen an den dafür vorgesehenen Automaten selbst einscannen, mit den entsprechenden Gepäckbändern versehen und direkt in das Gepäcksystem des Flughafens einspeisen lassen.
Das vollautomatische Gepäckaufgabesystem ist am Flughafen Nürnberg kein neues Phänomen, sondern bereits seit dem Jahr 2022 fester Bestandteil der Flughafeninfrastruktur. Die Betreibergesellschaft des nordbayerischen Airports hat die Technologie schrittweise ausgebaut, um die Wartezeiten an den herkömmlichen Check-in-Schaltern zu Stoßzeiten spürbar zu reduzieren. Vor dem Beitritt von Marabu Airlines wurde das System bereits erfolgreich von etablierten Linien- und Billigfluggesellschaften wie KLM Royal Dutch Airlines, Air France, Wizz Air und Freebird Airlines genutzt. Mit der Integration der estnischen Marabu Airlines wächst die Zahl der partizipierenden Fluggesellschaften an diesem System weiter an.
Der technologische Ausbau in Nürnberg folgt einem globalen Trend in der Luftfahrtindustrie, bei dem Flughäfen und Fluggesellschaften vermehrt auf kontaktlose und zeitsparende Abfertigungsmethoden setzen. Die Automaten nutzen biometrische Daten und fortschrittliche Scantechnologien, um Verwechslungen oder Fehlleitungen des Reisegepäcks zu minimieren. Für die Betreiber des Flughafens Nürnberg bedeutet die verstärkte Nutzung des Self-Service-Angebots durch Marabu Airlines eine effizientere Auslastung der Terminalkapazitäten, insbesondere während der reisestarken Ferienmonate im Sommer und Herbst, wenn das Passagieraufkommen bei Urlaubsflügen stark ansteigt.
Marabu Airlines, die als Schwestergesellschaft von Condor im Charter- und Ferienflugsegment operiert, bedient vom Flughafen Nürnberg aus verschiedene Warmwasserziele im Mittelmeerraum sowie auf den Kanarischen Inseln. Durch die Einführung des Self-Baggage-Drop-off-Systems versucht die Fluggesellschaft, ihre betrieblichen Abläufe am Boden zu optimieren und die Pünktlichkeit der Abflüge zu sichern. Das Bodenpersonal des Flughafens bleibt trotz der Automatisierung weiterhin im Terminal präsent, um Passagieren bei technischen Fragen oder Problemen während des eigenständigen Aufgabevorgangs unterstützend zur Seite zu stehen.