Boeing 777-300ER (Foto: Emirates).
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Emirates befördert erstmals zwei Pilotinnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Kapitäninnen

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Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates hat im laufenden Jahr 2026 einen bedeutenden Meilenstein in ihrer Personalentwicklung erreicht. Mit Hanan Mohammed Jawad und Bakhita Al Mheiri wurden erstmals zwei Frauen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Rang einer Kapitänin befördert.

Beide Flugzeugführerinnen haben die vier charakteristischen Streifen auf ihren Uniformen erhalten und übernehmen ab sofort das volle Kommando im Cockpit der Großraumflugzeuge des Typs Boeing 777, die das Rückgrat der weltweiten Interkontinentalflotte von Emirates bilden. Die Ernennung unterstreicht den Wandel in der traditionell männlich dominierten Luftfahrtbranche der Golfregion.

Beide Pilotinnen absolvierten das konzerneigene Ausbildungsprogramm für den nationalen Nachwuchs, das sogenannte National Cadet Pilot Programme (NCPP). Dieses vollständig von der Emirates Group finanzierte Ausbildungsprogramm wurde bereits im Jahr 1993 ins Leben gerufen, um gezielt Staatsbürger der Emirate für eine Laufbahn in der zivilen Luftfahrt zu qualifizieren. Hanan Mohammed Jawad trat dem Programm im Jahr 2008 bei und blickt mittlerweile auf eine Flugerfahrung von insgesamt 9.253 absolvierten Flugstunden zurück. Bakhita Al Mheiri begann ihre fliegerische Ausbildung im Jahr 2011 und durchlief in den Folgejahren die verschiedenen Stufen der Cockpithierarchie vom Ersten Offizier bis zur jetzigen Beförderung, wobei sie stark von den internen Mentorenprogrammen der Fluggesellschaft profitierte.

Der logistische und fliegerische Werdegang der neuen Kapitäninnen fand primär an der Emirates Flight Training Academy sowie im neuesten Schulungszentrum der Fluggesellschaft statt. Dort durchlaufen die Nachwuchskräfte neben der theoretischen Grundausbildung und intensiven Einheiten im Flugsimulator auch praktische Flugstufen auf modernen Trainingsflugzeugen. Kapitän Hassan Alhammadi, leitender Vizepräsident für den Flugbetrieb bei Emirates, lobte den Werdegang der beiden Mitarbeiterinnen und bezeichnete die Beförderung als das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und hoher Professionalität, die als Vorbild für die nächste Generation arabischer Nachwuchspiloten dienen soll.

Der Einsatz von Frauen im Cockpit gewinnt in den arabischen Golfstaaten zunehmend an strategischer Bedeutung, da die Fluggesellschaften der Region im Zuge massiver Flottenbestellungen bei Airbus und Boeing unter einem kontinuierlichen Bedarf an qualifiziertem Cockpitpersonal leiden. Emirates betreibt eine reine Großraumflotte und setzt bei der Langstreckenrekrutierung verstärkt auf die Ausbildung im eigenen Land, um die Abhängigkeit vom internationalen Arbeitsmarkt zu verringern. Die erfolgreichen Absolventinnen des NCPP-Programms übernehmen laut Unternehmensangaben künftig vermehrt auch Aufgaben in der Flugausbildung und im operativen Management des Flugbetriebs.

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