Die Südtiroler Regionalfluggesellschaft Skyalps feiert im Juni 2026 das fünfjährige Bestehen ihres operativen Flugbetriebs. Seit dem Erstflug, der am 17. Juni 2021 von Bozen nach Ibiza führte, hat das Luftfahrtunternehmen sein Streckennetz konsequent ausgebaut.
Mittlerweile bedient die Fluglinie rund 30 Destinationen in ganz Europa direkt vom Flughafen Bozen (BZO) aus. Die Airline hat sich damit zu einem wesentlichen Faktor für die regionale Mobilität sowie für die Anbindung der norditalienischen Provinz an den europäischen Wirtschafts- und Tourismusraum entwickelt.
Die Entstehung von Skyalps geht auf das Jahr 2019 zurück, als die ABD Holding unter der Führung des Südtiroler Unternehmers und heutigen Airline-Präsidenten Josef Gostner den bis dahin defizitären Regionalflughafen Bozen von der Autonomen Provinz Bozen übernahm. Nach einer pandemiebedingten Verzögerung wurde das Geschäftsmodell einer eigenen Regionalfluglinie realisiert. Die Akzeptanz in der lokalen Bevölkerung hat sich seither spürbar gewandelt: Laut Erhebungen des Meinungsforschungsinstituts rcm solutions bewertet eine deutliche Mehrheit der Südtiroler den Flughafen und die Flugverbindungen mittlerweile als klaren wirtschaftlichen Vorteil für das Land.
Für die kommende Wintersaison 2026/27 kündigte das Management eine weitere Expansion des Flugplans an. Ab Dezember wird Skyalps eine neue Direktverbindung in die tschechische Hauptstadt Prag aufnehmen. Die Strecke soll bis März zweimal wöchentlich, jeweils mittwochs und sonntags, bedient werden. Das Unternehmen nutzt für seine Flüge eine standardisierte Flotte von hocheffizienten Turboprop-Maschinen des Typs De Havilland DHC-8-Q400, die für die kurzen Start- und Landebahnen des alpinen Flughafens in Bozen optimal geeignet sind.
Präsident Josef Gostner betonte, dass der strategische Fokus für die kommenden Jahre auf der Anbindung weiterer großer internationaler Drehkreuze liegt. Dies soll Geschäftsreisenden und Urlaubern nahtlose Umsteigeverbindungen in das weltweite Luftverkehrsnetz ermöglichen. Die Expansion der Fluggesellschaft geht einher mit kontinuierlichen Investitionen in die operative Struktur des Flughafens Bozen, um das steigende Passagieraufkommen logistisch und abwicklungstechnisch zu bewältigen und den Standort als fixes Tor zu den Dolomiten zu etablieren.