Das anhaltend hohe Aufkommen von Flugverspätungen und Flugausfällen im internationalen Luftverkehr treibt die Nachfrage nach unabhängigen Fluginformationssystemen massiv voran.
Daten des Fluggastrechteportals AirHelp belegen, dass Passagiere weltweit allein im Jahr 2025 fast sieben Millionen Stunden durch Verzögerungen verloren haben. Vor diesem Hintergrund hat die hauseigene, kostenlose Flugtracking-App des Dienstleisters innerhalb von nur zwölf Monaten die Marke von einer Million Nutzern überschritten und mehr als fünf Millionen Suchanfragen registriert. Ein überraschendes Ergebnis der Datenanalyse zeigt, dass 46 Prozent der Anwender nicht den eigenen Flug kontrollieren, sondern die Reisebewegungen von Verwandten oder Freunden überwachen, um verlässliche Ankunftszeiten zu ermitteln.
In Deutschland konzentriert sich das Suchinteresse der App-Nutzer primär auf die großen Luftfahrt-Drehkreuze Frankfurt am Main, München und Berlin. Besonders häufig werden dabei internationale Routen nach Istanbul abgefragt, wobei die Flüge der Fluggesellschaften Lufthansa und Turkish Airlines im Fokus stehen. Im europäischen Vergleich führt die irische Fluggesellschaft Ryanair das Ranking der am häufigsten überwachten Airlines an, während Madrid als der meistgesuchte Zielflughafen ermittelt wurde. Auf dem US-amerikanischen Markt sowie im Vereinigten Königreich stehen wiederum die transatlantischen Großflughäfen wie London Heathrow, New York JFK, Chicago und Atlanta sowie Langstreckenverbindungen nach Dubai im Mittelpunkt des digitalen Nutzerinteresses.
Um den gestiegenen Informationsbedarf zu decken und die Durchsetzung von Fluggastrechten gemäß der EU-Verordnung 261/2004 zu erleichtern, wurde die Software um spezifische Kontrollfunktionen erweitert. Mit dem neuen Werkzeug „Wo ist mein Flugzeug?“ können Passagiere den aktuellen Standort und die Umläufe der für sie vorgesehenen Maschine in Echtzeit einsehen, um Verspätungen aus Vorflügen frühzeitig zu antizipieren. Zudem ermöglicht eine automatisierte Postfach-Synchronisation das nachträgliche Screening von Flugbelegen über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren, um potenzielle Ausgleichszahlungen zu identifizieren. Laut Unternehmensangaben hatten im Jahr 2025 global über 21 Millionen Passagiere – davon mehr als eine Million in Deutschland – einen gesetzlichen Anspruch auf finanzielle Entschädigung infolge von Flugstörungen.