Flughafen Hannover (Foto: Oxfordian Kissuth).
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Flughafen Hannover kühlt Startbahn wegen hoher Temperaturen mit Tanklastern

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Der Flughafen Hannover-Langenhagen hat bei anhaltend hohen Sommertemperaturen vorsorgliche Maßnahmen zur Sicherung seiner betrieblichen Infrastruktur ergriffen. Um das Risiko schwerer Hitzeschäden an den Start- und Landebahnen zu minimieren, wird die dortige Nordbahn in den Mittags- und Nachmittagsstunden gezielt gewässert.

Nach Angaben der Flughafengesellschaft wird der Asphalt auf einer Breite von 15 Metern an den seitlichen Randbereichen kontinuierlich mit Wasser gekühlt. Dieses Verfahren kommt zum Einsatz, sobald die Außentemperatur die Marke von 29 Grad Celsius überschreitet und gleichzeitig eine intensive Sonneneinstrahlung auf die Verkehrsflächen einwirkt. Für den logistischen Aufwand setzt der Airport aktuell zwei spezialisierte Tanklöschfahrzeuge ein, die jeweils ein Fassungsvermögen von 11.000 Litern mitführen.

Der Grund für diese intensiven Kühlungsmaßnahmen liegt in einem gravierenden Vorfall aus dem Sommer 2018. Damals führten extreme Temperaturen auf genau dieser Start- und Landebahn zu einem sogenannten „Blow-up“. Bei diesem Phänomen dehnt sich der Baustoff unter massiver Hitzeeinwirkung so stark aus, dass sich die Fahrbahndecke unkontrolliert aufwölbt oder komplett aufbricht. Ein solcher thermischer Oberflächenschaden stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für startende und landende Verkehrsflugzeuge dar und zwingt die Betreiber zu sofortigen Sperrungen und aufwendigen Notreparaturen. Durch die rechtzeitige Senkung der Oberflächentemperatur mittels Wasserverdunstung soll die strukturelle Integrität der Beton- und Asphaltschichten nun dauerhaft gewahrt bleiben.

Während in Hannover die Tankwagen rollen, bewerten andere norddeutsche Flughäfen die Lage auf ihren Flugbetriebsflächen derzeit noch entspannter. Am Flughafen Bremen beispielsweise wird die Start- und Landebahn vorerst nicht künstlich gewässert. Ein dortiger Sprecher erklärte, dass man die meteorologische Situation und die Beschaffenheit der Bahnen zwar genauestens im Auge behalte, aktuell jedoch kein akuter Anlass zur Sorge bestehe. Die Anfälligkeit für hitzebedingte Fahrbahnschäden hängt stark von der Alterung des Materials, dem spezifischen Aufbau der Trag- und Deckschichten sowie den verwendeten Fugenkonstruktionen ab, weshalb jeder Flughafenstandort individuelle Kontroll- und Sicherheitskonzepte anwendet.

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