Airbus A319 (Foto: Salzburg Airport Presse).
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Easyjet weist drittes Angebot von US-Investor Castlelake ab

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Der britische Billigflieger Easyjet wehrt sich weiterhin gegen eine Übernahme durch den US-Finanzinvestor Castlelake. Die Fluggesellschaft hat in dieser Woche auch eine dritte, nachgebesserte und unverbindliche Offerte des Investors zurückgewiesen.

Das jüngste Barangebot belief sich auf 625 Pence je Aktie, was einem Aufschlag von 59 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 28. Mai entsprach. Zuvor hatte der Easyjet-Verwaltungsrat bereits Vorschläge über 560 und 600 Pence pro Aktie abgelehnt. Der Investor, der auch eine alternative Aktienkomponente anbot, hat nun eine strikte regulatorische Frist bis zum 26. Juni 2026, um entweder ein verbindliches Angebot vorzulegen oder sich offiziell zurückzuziehen.

In Branchenkreisen wird intensiv über die strategischen Hintergründe des Übernahmeversuchs spekuliert. Analysten vermuten, dass Castlelake als Zwischenstation für einen späteren Einstieg des französisch-niederländischen Luftfahrtkonzerns Air France-KLM dienen könnte. Air France-KLM-Chef Ben Smith hatte kürzlich betont, eine Übernahme zwar „nicht aktiv“ zu verfolgen, zeigte sich jedoch sehr interessiert an der wertvollen Netz- und Slotstruktur von Easyjet. Ein solches Vorgehen entspricht einem bewährten Muster: Bereits im Jahr 2024 übernahm ein Konsortium aus Castlelake und Air France-KLM die skandinavische Fluggesellschaft SAS. Geplant ist, dass Air France-KLM die Finanzinvestoren noch im Laufe des Jahres 2026 auszahlt und die Mehrheit von 60,5 Prozent an SAS übernimmt.

Die potenziell grenzüberschreitende Transaktion ist rechtlich hochkomplex, da Fluggesellschaften laut europäischen Richtlinien mehrheitlich im Besitz und unter der Kontrolle von EU-Bürgern sein müssen, um ihre innereuropäischen Flugrechte und Betriebslizenzen nicht zu verlieren. Ein reiner US-Investor wie Castlelake dürfte Easyjet daher nicht allein kontrollieren, was die Notwendigkeit von europäischen Partnern oder verschachtelten Treuhandstrukturen erklärt. Zudem hält der Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou weiterhin rund 15 Prozent der Anteile und ist über Lizenzgebühren eng an die Namensrechte der Fluglinie gebunden, was Verhandlungen zusätzlich erschwert. Trotz der aktuellen Abwehrhaltung gilt Easyjet einer Übernahme grundsätzlich nicht als abgeneigt, da die Airline-Aktien durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zuletzt unter erheblichem Marktdruck standen.

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