Am Flughafen Hamburg hat die türkische Low-Cost-Fluggesellschaft AJet am vergangenen Samstag ihren ersten Linienflug in die Ferienregion Bodrum durchgeführt.
Die neue Verbindung an die türkische Ägäisküste ergänzt den bestehenden Flugplan der Fluggesellschaft ab Hamburg, der bislang primär auf den Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen ausgerichtet war. Das Angebot richtet sich in Kooperation mit dem Reiseveranstalter Tui vor allem an den norddeutschen Tourismusmarkt. Nach Angaben des Hamburger Flughafenmanagements, vertreten durch David Liebert, Leiter Aviation, wird die Strecke während der laufenden Sommersaison zweimal pro Woche bedient.
Die Flüge zwischen der Hansestadt und dem Flughafen Bodrum-Milas finden jeweils donnerstags und samstags statt. Zum Einsatz kommen auf diesen rund dreieinhalb Stunden dauernden Flügen moderne Mittelstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 737 MAX 8, die aus den Kapazitäten der Muttergesellschaft Turkish Airlines stammen. Die Aufnahme der Route nach Bodrum ist Teil eines größeren Programms der Fluggesellschaft auf dem deutschen Markt. Insgesamt bedient die Fluglinie in diesem Sommer sechs deutsche Verkehrsflughäfen direkt von der türkischen Südwestküste aus, darunter neben Hamburg auch Berlin, Bremen, Hannover, Leipzig/Halle und Nürnberg.
Luftfahrtexperten bewerten den Markteintritt des Billigfliegers auf diesen touristischen Nebenstrecken als Versuch, Marktanteile im preissensiblen Segment der Pauschal- und Individualreisen zu gewinnen. AJet, die im Frühjahr 2024 durch ein Rebranding aus der ehemaligen AnadoluJet hervorging, agiert in einem stark umkämpften Umfeld und steht im direkten Wettbewerb mit etablierten Ferienfliegern wie SunExpress oder Corendon Airlines. Kritiker weisen darauf hin, dass stark saisonabhängige Routen wie jene nach Bodrum anfällig für kurzfristige Kapazitätsanpassungen sind, falls die Auslastung außerhalb der Hauptferienmonate Juli und August hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurückbleibt.