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Regionalflughafen Groningen fordert Befreiung von der niederländischen Flugsteuer

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Repräsentanten der niederländischen Provinzen Drenthe und Groningen haben gemeinsam mit Vertretern von 35 regionalen Organisationen eine Petition beim Abgeordnetenhaus in Den Haag eingereicht. Die Allianz fordert eine vollständige Befreiung von der nationalen Flugsteuer für den Regionalflughafen Groningen Airport Eelde.

Nach Ansicht der Initiatoren führt die Abgabe, die im Jahr 2026 auf 30,25 Euro pro abfliegendem Passagier festgesetzt ist, zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen gegenüber grenznahen deutschen Flughäfen wie Bremen, Münster/Osnabrück und Düsseldorf, wo deutlich geringere steuerliche Belastungen anfallen.

Zur Untermauerung der Forderungen verweist die Flughafengesellschaft auf eine aktuelle Untersuchung des Instituts SEO Economisch Onderzoek. Demnach macht die nationale Flugsteuer bei kleineren Regionalflughäfen zwischen 50 und 75 Prozent der gesamten flughafenbezogenen Kosten pro Passagier aus. Da der Standort Groningen stark von preisempfindlichen Urlaubern und einer geringen Anzahl an Fluggesellschaften abhängig ist, führen bereits geringe Preisdifferenzen dazu, dass Fluggesellschaften und Passagiere auf das deutsche Sektornetz ausweichen.

Die Provinzregierungen warnen vor den Auswirkungen eines anhaltenden Passagierrückgangs auf die Erreichbarkeit und den Wirtschaftsstandort Nordniederlande. Neben dem touristischen Linien- und Charterverkehr erfülle der Flugplatz wichtige gesellschaftliche Aufgaben in der Region, darunter die Abwicklung von Flügen für Organtransporte der Universitätsklinik Groningen, Einsätze von Rettungshubschraubern sowie den Ausbildungsbetrieb lokaler Flugschulen. Ein anhaltender Verlust von Flugverbindungen gefährde somit mittelbar auch qualifizierte Arbeitsplätze in der regionalen Infrastruktur.

Wirtschaftsbeobachter und Kritiker betrachten die Forderung nach steuerlichen Sonderregelungen indessen mit Skepsis. Die Debatte reiht sich ein in eine Kette umfangreicher öffentlicher Zuwendungen; seit der Jahrtausendwende wurden bereits zweistellige Millionenbeträge an Steuergeldern in den Ausbau der Start- und Landebahn investiert. Dennoch stagniert das jährliche Passagieraufkommen bei etwa 120.000 Reisenden, was weit unter dem Niveau vor der Pandemiekrise liegt. Eine selektive Steuerbefreiung für einen einzelnen Akteur könnte zudem neue Marktverzerrungen innerhalb der Niederlande hervorrufen und wirft grundlegende Fragen bezüglich der ökonomischen Tragfähigkeit staatlich subventionierter Regionalflughäfen auf.

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