
USA: Heimatschutzministerium ersetzt etabliertes Programm durch neues Kontrollsystem
Die US-amerikanische Transportsicherheitsbehörde TSA bereitet das Ende eines langjährigen Privilegienprogramms für Pilotinnen, Piloten und Flugbegleitende vor. Das bisherige Verfahren mit der Bezeichnung Known Crew Member wird im Laufe des aktuellen Jahres schrittweise eingestellt und durch ein neues System namens Crew Member Access Point ersetzt. Damit geht die administrative Führung von den privaten Luftfahrtverbänden vollständig auf das US-Heimatschutzministerium über. Die Neuausrichtung hat für die Fluggesellschaften erhebliche finanzielle Konsequenzen, da das Ministerium künftig eine Gebühr von 19 US-Dollar pro registriertem Angestellten erhebt. Für große Netzwerkgesellschaften summiert sich dieser Betrag auf jährliche Millionenzahlungen. Grund für den Systemwechsel sind wiederholte Sicherheitsverletzungen und Schwachstellen in den externen Datenbanken des alten Programms, die eine stärkere staatliche Kontrolle erforderlich machten. Die vollständige Implementierung des Nachfolgeprogramms ist für das Jahr 2027 angesetzt, wobei erste Testphasen an ausgewählten US-Flughäfen bereits angelaufen sind. Strukturelle Unterschiede und die Übernahme staatlicher Kontrolle Das im Jahr 2011 eingeführte Programm Known Crew Member basierte auf einer Kooperation zwischen der Pilotengewerkschaft Airline Pilots Association und dem Branchenverband Airlines for America. Diese Verbände verwalteten die Stammdaten des fliegenden Personals und stellten diese der staatlichen Sicherheitsbehörde zur Verfügung. An den Kontrollpunkten der Flughäfen ermöglichte dieses Verfahren den Besatzungsmitgliedern eine beschleunigte Passage, bei der auf Standardprozeduren wie Röntgenkontrollen des Handgepäcks oder Metalldetektoren weitgehend verzichtet wurde, um die betrieblichen Abläufe vor dem Abflug zu beschleunigen. Mit der Einführung des neuen Systems übernimmt das Heimatschutzministerium die uneingeschränkte Hoheit über den gesamten Prozess. Die Behörde greift künftig direkt auf die Personallisten der inländischen und internationalen Fluggesellschaften zu und führt diese in






