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Registrierte Schmuggel- und Kontrolldaten am Flughafen Wien verdeutlichen Kontrollintensität

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Das Bundesministerium für Finanzen hat die Kontrollstatistiken der Zollbehörden für den Bereich der Dienststelle Ost vorgelegt, die unter anderem den Flughafen Wien-Schwechat umfasst. Angesichts eines Passagieraufkommens von über 32 Millionen Reisenden im vergangenen Turnus verzeichnete die Zollverwaltung im klassischen Flugreiseverkehr 5.003 offizielle Feststellungen bei rund 34.000 kontrollierten Personen.

Parallel dazu führte die mobile Kontrollgruppe abseits der Terminals 434 Einsätze durch, bei denen knapp 87.000 Fahrzeuge, Postsendungen und Frachtstücke überprüft wurden. Die Auswertung zeigt, dass der Schmuggel von Tabakwaren mit 1.667 Aufgriffen und über 4,4 Millionen sichergestellten Zigaretten quantitativ den größten Anteil der Vergehen ausmacht.

Neben den illegalen Tabakimporten bildeten illegale Substanzen, gefälschte Markenprodukte und unversteuerte Wertgegenstände die Schwerpunkte der behördlichen Aufgriffe. Im Sektor der Suchtmittelkriminalität registrierte der Zoll 104 Fälle, bei denen insgesamt rund 221 Kilogramm Cannabis und psychoaktive Stoffe beschlagnahmt wurden, vorwiegend aus Transitflügen via Afrika und Asien. Zudem beschlagnahmten die Beamten erhebliche Mengen an illegalen Arzneimitteln, darunter über 41.500 Einheiten und 62 Kilogramm teils gefälschter Präparate wie Potenzmittel und Anabolika. Im Bereich der Marken- und Produktpiraterie wurden rund 91.000 gefälschte Waren – vor allem Elektronikkomponenten und Mobiltelefonzubehör – mit einem geschätzten wirtschaftlichen Originalwert von über sieben Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen.

Besondere Komplexität bescheinigen Kriminalisten dem Schmuggel von hochwertigen Konsumgütern und unversteuertem Bargeld. Im Rahmen der Devisenüberwachung (Cash-Control) deckten die Zöllner 59 Verstöße auf, bei denen Barmittel im Gesamtwert von über zwei Millionen Euro nicht ordnungsgemäß angemeldet waren. Demgegenüber standen reguläre Bargelddeklarationen in Höhe von rund 50,8 Millionen Euro. Hochwertiger Schmuck, Uhren und Designerkleidung schlugen im Reiseverkehr mit 804 Delikten und einem Gesamtwert von rund 4,2 Millionen Euro zu Buche. Auch der Artenschutz nach dem Washingtoner Übereinkommen (CITES) blieb ein kritisches Kontrollfeld: In 77 Fällen wurden lebende Tiere, Korallen, Kaviar sowie Elfenbein beschlagnahmt.

Wirtschaftsexperten und Zollanalysten betonen, dass die hohe Anzahl an Aufgriffen bei Lebensmitteln und tierischen Produkten – hier wurden über 9.400 Kilogramm Fleisch- und Milchwaren konfisziert – vor allem auf Unwissenheit über die strengen Seuchenschutzbestimmungen der Europäischen Union zurückzuführen ist. Die Einfuhr von Lebensmitteln aus Drittstaaten unterliegt zum Schutz der heimischen Agrarwirtschaft strengen Verboten. Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass die Kontrollen im Massenverkehr trotz des Einsatzes moderner Röntgentechnologie und Stichprobenverfahren immer ein Kompromiss zwischen der lückenlosen Sicherheit und der Aufrechterhaltung des flüssigen Passagierstroms bleiben, da nur ein Bruchteil des tatsächlichen Gepäckaufkommens physisch geöffnet werden kann.

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