Juli 1, 2026

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Juli 1, 2026

Austrian Airlines nimmt Flüge nach Ponta Delgada auf

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines hat eine neue saisonale Flugverbindung auf die Azoren eingerichtet. Bis Anfang September bedient die Lufthansa-Tochter einmal wöchentlich, jeweils am Dienstag, die Strecke zwischen Wien und der Stadt Ponta Delgada auf der portugiesischen Insel São Miguel. Zum Einsatz kommt auf dieser Route ein Schmalrumpfflugzeug des Typs Airbus A320neo. Mit einer Flugdistanz von rund 3.770 Kilometern und einer veranschlagten Flugzeit von knapp über fünf Stunden handelt es sich hierbei um die gegenwärtig längste Strecke im kontinentalen Streckennetz des Luftfahrtunternehmens. Sie reiht sich ein in andere atlantische Langstrecken der A320-Flotte wie Funchal auf Madeira sowie Ziele auf den Kanarischen Inseln. Aus fliegerischer und logistischer Sicht stellt die Route über den Nordatlantik erhöhte Anforderungen an die Flugvorbereitung. Da die Destination zu den längsten regulären Einsätzen eines Airbus A320neo innerhalb des gesamten Lufthansa-Konzerns gehört, müssen die Treibstoffkalkulation, die Routenführung und die Festlegung potenzieller Ausweichflughäfen präzise geplant werden. Aufgrund der isolierten Lage des Archipels im offenen Ozean und den dort häufig schnell wechselnden Wetterbedingungen greift die Fluggesellschaft bei der operativen Vorbereitung auf Erfahrungen zurück, die bei klassischen Transatlantikflügen gesammelt wurden. Zudem fand im Vorfeld ein operativer Informationsaustausch mit den Schwestergesellschaften Eurowings und Edelweiss statt, die die portugiesische Inselgruppe bereits von anderen Drehkreuzen aus anfliegen. Branchenanalysten betrachten die Aufnahme dieser Verbindung als Versuch, das Angebot im Segment des anspruchsvollen Freizeittourismus abseits der klassischen Mittelmeer-Destinationen auszuweiten. Die Azoren gelten als Zielgebiet für den Aktivtourismus, das jedoch stark von saisonalen Schwankungen geprägt ist und im Gegensatz zu etablierten Urlaubsregionen keine stabilen Ganzjahreserträge garantiert. Der

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Neue internationale Buchungsoptionen bei Riyadh Air

Die neu gegründete saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air hat ihr Buchungssystem für drei weitere internationale Destinationen geöffnet. Seit dem 29. Juni 2026 können Flugscheine nach Kuala Lumpur in Malaysia, Malaga in Spanien und Dhaka in Bangladesch über die offizielle Plattform des Unternehmens erworben werden. Diese Expansion erfolgt kurz nach der Aufnahme des regulären Linienbetriebs, der aufgrund beschleunigter Flugzeugauslieferungen durch den US-amerikanischen Hersteller Boeing im Juni vorgezogen werden konnte. Während die Verbindung in die bangladeschische Hauptstadt als täglicher Liniendienst konzipiert ist und der Ganzjahresflug nach Malaysia dreimal wöchentlich bedient wird, handelt es sich bei der Route nach Andalusien um ein zeitlich befristetes Angebot für die europäische Sommersaison. Das Unternehmen verfolgt das verkehrspolitische Ziel, die saudi-arabische Hauptstadt bis zum Ende des aktuellen Jahrzehnts an über einhundert weltweite Ziele anzubinden, um den Wirtschafts- und Tourismusverkehr des Landes zu stärken. Branchenanalysten bewerten das rasche Wachstum im Kontext des intensiven Wettbewerbs mit den etablierten Netzwerk-Fluggesellschaften in den angrenzenden Golfstaaten. Zeitplan der Betriebsaufnahme und strukturelle Besonderheiten der neuen Routen Die Staffelung der neuen Flugverbindungen zeigt eine Fokussierung auf unterschiedliche Marktsegmente. Der Flugbetrieb nach Malaga wird am 14. Juli 2026 aufgenommen. Diese Verbindung wird dreimal pro Woche bedient, ist jedoch auf die sommerliche Nachfrage beschränkt und endet planmäßig am 8. September 2026. Kurz darauf, am 17. Juli 2026, folgt die bereits zuvor angekündigte Route in die spanische Hauptstadt Madrid. Das europäische Kernnetz wird zudem am 23. Juli 2026 durch Flüge nach Manchester im Vereinigten Königreich ergänzt, nachdem London-Heathrow bereits als erstes internationales Ziel bedient wurde. Im asiatischen Raum

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Verdacht auf Drogenschmuggel: Flugbegleiterin von Thai Airways in Melbourne festgenommen

Eine Flugbegleiterin der thailändischen Nationalfluggesellschaft Thai Airways ist am Flughafen Melbourne wegen des Verdachts auf Heroinschmuggel festgenommen worden. Die 26-jährige Frau befand sich am 25. Juni 2026 im regulären Dienst an Bord des Fluges TG465, der vom Suvarnabhumi Airport in Bangkok gestartet war. Bei einer Routinekontrolle des Gepäcks durch die australische Grenzschutzbehörde Australian Border Force (ABF) schlug ein Drogenspürhund an. Eine anschließende Röntgenuntersuchung und die physische Durchsuchung offenbarten ein weißes Pulver, das in den Futterstoffen von zwölf Tragetaschen eingenäht war. Erste Tests vor Ort bestätigten den Verdacht auf Heroin mit einem Gewicht von etwas über einem Kilogramm, dessen Marktwert auf rund 500.000 australische Dollar geschätzt wird. Die zuständige australische Bundespolizei (AFP) leitete umgehend ein Strafverfahren ein und nahm die Beschuldigte fest. Ihr wird die illegale Einfuhr sowie der Besitz einer handelsüblichen Menge einer kontrollierten Substanz vorgeworfen. Am 26. Juni 2026 wurde die Untersuchungshaft angeordnet; der nächste reguläre Gerichtstermin vor dem Melbourne Magistrates‘ Court ist für den 14. September 2026 angesetzt. Bei einer Verurteilung droht der Frau eine Freiheitsstrafe von bis zu 25 Jahren. Die Fluggesellschaft Thai Airways bestätigte den Vorfall, kündigte arbeitsrechtliche Konsequenzen an und sicherte den Ermittlungsbehörden umfassende Kooperation zu. Auch die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT) kündigte eine Überprüfung der Kontrollabläufe an thailändischen Abflughäfen an. Vertreter der australischen Sicherheitsbehörden wiesen im Zuge des Vorfalls auf eine anhaltende Herausforderung durch kriminelle Netzwerke hin, die gezielt Bordpersonal und andere Angestellte der Luftfahrtindustrie für Schmuggelaktivitäten anwerben. Diese internen Mitarbeiter verfügen aufgrund ihrer beruflichen Stellung oft über erleichterte Zugänge zu Sicherheitsbereichen oder unterliegen an

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Miat Mongolian Airlines plant Beschaffung von zehn Airbus-Flugzeugen

Die mongolische Nationalfluggesellschaft Miat Mongolian Airlines beabsichtigt, ihre Flottenstruktur in den kommenden Jahren grundlegend zu verändern. Wie das Ministerium für Straßen und Verkehrsentwicklung in Ulaanbaatar Ende Juni 2026 bekannt gab, plant das staatliche Unternehmen den Kauf von zehn Verkehrsflugzeugen des europäischen Flugzeughersteller-Konsortiums Airbus. Diese Maßnahme zielt primär darauf ab, die hohe finanzielle Belastung durch bestehende Operating-Leasingverträge zu senken, da derzeit fast die gesamte aktive Flotte von externen Eigentümern gemietet ist. Die geplante Transaktion soll über langfristige Finanzierungsmodelle abgewickelt werden, wobei bereits konkrete Verhandlungen mit mongolischen Großbanken sowie französischen Finanzinstituten laufen. Branchenbeobachter bewerten das Vorhaben als den Versuch, die ökonomische Rentabilität der staatlichen Fluggesellschaft im Zuge des anhaltenden Ausbaus des internationalen Liniennetzes zu stabilisieren, verweisen jedoch gleichzeitig auf die erheblichen betrieblichen Risiken und Kosten einer plötzlichen Flottenumstellung. Wirtschaftliche Beweggründe und die Last hoher Leasinggebühren Der mongolische Verkehrsminister Borkhuu Delgersaikhan legte im Rahmen einer Medienpräsentation die wirtschaftlichen Defizite der aktuellen Betriebsstruktur offen. Von den derzeit zehn eingesetzten Verkehrsflugzeugen der nationalen Fluggesellschaft befinden sich neun im Besitz von internationalen Leasinggesellschaften. Diese Struktur führt dazu, dass ein erheblicher Teil der operativen Einnahmen direkt für die monatlichen Mietzahlungen aufgewendet werden muss. Trotz einer stabilen Nachfrage sowohl im inländischen Linienverkehr als auch auf den internationalen Routen nach Europa und Asien gelinge es der Gesellschaft aufgrund dieser Fixkostenblöcke nicht, ausreichende finanzielle Rücklagen oder nennenswerte Gewinne zu erwirtschaften. Durch den Erwerb von eigenen Flugzeugen im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen soll das Eigentum nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die Fluggesellschaft übergehen. Dadurch erhofft sich das Ministerium eine langfristige Entlastung der

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Regionalflughafen Groningen fordert Befreiung von der niederländischen Flugsteuer

Repräsentanten der niederländischen Provinzen Drenthe und Groningen haben gemeinsam mit Vertretern von 35 regionalen Organisationen eine Petition beim Abgeordnetenhaus in Den Haag eingereicht. Die Allianz fordert eine vollständige Befreiung von der nationalen Flugsteuer für den Regionalflughafen Groningen Airport Eelde. Nach Ansicht der Initiatoren führt die Abgabe, die im Jahr 2026 auf 30,25 Euro pro abfliegendem Passagier festgesetzt ist, zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen gegenüber grenznahen deutschen Flughäfen wie Bremen, Münster/Osnabrück und Düsseldorf, wo deutlich geringere steuerliche Belastungen anfallen. Zur Untermauerung der Forderungen verweist die Flughafengesellschaft auf eine aktuelle Untersuchung des Instituts SEO Economisch Onderzoek. Demnach macht die nationale Flugsteuer bei kleineren Regionalflughäfen zwischen 50 und 75 Prozent der gesamten flughafenbezogenen Kosten pro Passagier aus. Da der Standort Groningen stark von preisempfindlichen Urlaubern und einer geringen Anzahl an Fluggesellschaften abhängig ist, führen bereits geringe Preisdifferenzen dazu, dass Fluggesellschaften und Passagiere auf das deutsche Sektornetz ausweichen. Die Provinzregierungen warnen vor den Auswirkungen eines anhaltenden Passagierrückgangs auf die Erreichbarkeit und den Wirtschaftsstandort Nordniederlande. Neben dem touristischen Linien- und Charterverkehr erfülle der Flugplatz wichtige gesellschaftliche Aufgaben in der Region, darunter die Abwicklung von Flügen für Organtransporte der Universitätsklinik Groningen, Einsätze von Rettungshubschraubern sowie den Ausbildungsbetrieb lokaler Flugschulen. Ein anhaltender Verlust von Flugverbindungen gefährde somit mittelbar auch qualifizierte Arbeitsplätze in der regionalen Infrastruktur. Wirtschaftsbeobachter und Kritiker betrachten die Forderung nach steuerlichen Sonderregelungen indessen mit Skepsis. Die Debatte reiht sich ein in eine Kette umfangreicher öffentlicher Zuwendungen; seit der Jahrtausendwende wurden bereits zweistellige Millionenbeträge an Steuergeldern in den Ausbau der Start- und Landebahn investiert. Dennoch stagniert das jährliche

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Flughafen Wien stellt Kontrollen flächendeckend auf CT-Technologie um

Der Flughafen Wien nimmt am Freitag, dem 3. Juli 2026, an allen zentralen Sicherheitskontrollstellen neue Computertomographie-Scanner (CT-Scanner) vollständig in Betrieb. Nach Abschluss der Installationsphase müssen abfliegende Fluggäste elektronische Geräte wie Laptops, Tablets und Mobiltelefone sowie Flüssigkeiten bei der Durchleuchtung nicht mehr aus dem Handgepäck entnehmen. Gleichzeitig tritt an diesem Standort eine veränderte Regelung für Flüssigkeiten in Kraft, die die Mitnahme von Behältern bis zu einem Gesamtvolumen von zwei Litern gestattet. Das gesamte Investitionsvolumen für die Anschaffung der insgesamt 35 Neugeräte beläuft sich nach Angaben der Flughafengesellschaft auf rund 25 Millionen Euro. Die Umstellung erfolgt unmittelbar vor dem erwarteten Anstieg des Passagieraufkommens zum Beginn der Sommerferien. Die eingesetzten CT-Scanner erzeugen mittels dreidimensionaler Röntgenbildgebung detaillierte Ansichten des Gepäckinhalts, die von den Sicherheitskräften am Monitor analysiert werden können. Unterstützt wird das Personal durch integrierte Erkennungssoftware, die flüssige und feste Explosivstoffe automatisch identifiziert. Neben den bestehenden Terminalbereichen ist die Ausstattung auch für die geplante Süderweiterung des Terminals 3 vorgesehen, deren Inbetriebnahme für das zweite Quartal 2027 angesetzt ist. Mit diesem flächendeckenden Roll-out folgt der Wiener Flughafen anderen europäischen Drehkreuzen wie den Flughäfen Zürich, Köln/Bonn oder München, die diese Technologie bereits in Teilen oder vollständig implementiert haben. Branchenexperten und Verbraucherschützer weisen jedoch auf operative Einschränkungen und potenzielle Missverständnisse für Flugreisende hin. Da die technologische Umrüstung auf internationaler Ebene ungleichmäßig verläuft, bleibt die herkömmliche Beschränkung von 100 Millilitern an vielen ausländischen Ziel- und Transferflughäfen weiterhin bestehen. Passagiere, die in Wien mit größeren Flüssigkeitsmengen an Bord gehen, riskieren daher beim Rückflug oder beim Umsteigen an nicht modernisierten

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Großauftrag: SAS investiert Milliarden in die Erneuerung der Langstreckenflotte

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat am 30. Juni 2026 eine umfassende Modernisierung ihrer weitgehend ausgelasteten Interkontinentalflotte angekündigt. Im Rahmen einer Medienveranstaltung am Flughafen Kopenhagen-Kastrup gab das Unternehmen den Abschluss von Verträgen mit dem europäischen Flugzeughersteller Airbus über die Beschaffung von bis zu 40 Großraumflugzeugen bekannt.  Das Gesamtvolumen des Vorhabens beläuft sich nach Listenpreisen auf rund zehn Milliarden US-Dollar und stellt das finanziell umfangreichste Beschaffungsprogramm in der Unternehmensgeschichte dar. Kern der Vereinbarung ist die feste Bestellung von 18 Maschinen des Typs Airbus A330neo sowie die Sicherung von zehn Optionen für denselben Typ. Ergänzt wird dieses Paket durch Leasingvereinbarungen über zwei weitere A330neo des Leasingunternehmens Avolon sowie zehn gebrauchte Einheiten des Typs Airbus A330-300 von einem noch nicht final bestätigten Finanzpartner. Die Neuausrichtung erfolgt nur zwei Jahre nach dem erfolgreichen Abschluss eines langwierigen Gläubigerschutzverfahrens nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, das durch den Einstieg der europäisch-französischen Holding Air France-KLM konsolidiert wurde. Die Auslieferungen der neuen Maschinen sollen zu Beginn des nächsten Jahrzehnts einsetzen. Flottenstruktur und technische Verteilung des Beschaffungspakets Die Verteilung der georderten Einheiten zeigt eine zweistufige Vorgehensweise des Managements, um sowohl kurzfristige Kapazitätsengpässe zu überbrücken als auch eine langfristige Flottenhomogenität zu erzielen. Während die fabrikneuen Einheiten der Baureihe A330-900neo erhebliche Vorlaufzeiten in den Produktionsstätten von Airbus in Toulouse beanspruchen, sichert sich SAS über den Leasingmarkt sofort verfügbare Fluggeräte älterer Bauart. Die zehn geleasten Airbus A330-300 sollen zeitnah in den Dienst gestellt werden, um das Streckennetz ab Kopenhagen abzusichern, während die bestehenden älteren Langstreckenflugzeuge schrittweise ausgemustert oder gewartet werden. Die neuen Einheiten der

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Konflikt um Ticketsteuer: Ryanair fordert Abschaffung der österreichischen Ticketsteuer und kritisiert staatliches Hilfsprogramm

Die Kontroverse um die steuerliche Belastung des Luftverkehrs in Österreich hat eine neue Stufe erreicht. Die Fluggesellschaft Ryanair hat sich in einem offenen Brief über ihre Tochtergesellschaft Laudamotion direkt an den Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gewandt. In dem Schreiben wird die Beibehaltung der pauschalen Luftverkehrsabgabe in Höhe von 12 Euro pro Passagier scharf kritisiert. Zudem bezeichnet das Unternehmen ein kürzlich von der Bundesregierung angekündigtes Unterstützungspaket im Volumen von 30 Millionen Euro als unzureichend und konzeptlos. Ryanair verweist auf ein eigenes Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde US-Dollar, das bei einem Wegfall der Steuer ein Passagierwachstum von 70 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre vorsehe. Die österreichische Luftfahrtpolitik steht damit vor der Herausforderung, zwischen den fiskalischen Interessen des Staates und den Wettbewerbsbedingungen im internationalen Luftverkehr abzuwägen. Die Argumente der Fluggesellschaft und das vorgeschlagene Investitionsprogramm Die Kritik des irischen Luftverkehrskonzerns, der auf dem österreichischen Markt unter anderem über die Struktur von Lauda Europe operiert, richtet sich primär gegen die Verhältnismäßigkeit der Ticketsteuer. Nach Berechnungen der Fluggesellschaft generiert die Abgabe von 12 Euro für Kurz- und Mittelstreckenflüge jährliche Steuereinnahmen von rund 140 Millionen Euro für den österreichischen Staatshaushalt. Diesen Einnahmen stünden jedoch erhebliche wirtschaftliche Einbußen durch abwandernde Passagierströme und den Verlust von Arbeitsplätzen in der Tourismus- und Luftfahrtbranche gegenüber. Das Unternehmen hebt hervor, dass der Politik bereits vor über einem Jahr ein umfassendes Entwicklungskonzept vorgelegt wurde. Dieses sieht vor, durch die Stationierung zusätzlicher Flugzeuge und die Erschließung neuer Routen das Passagieraufkommen in Österreich auf bis zu zwölf Millionen Reisende pro Jahr

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BHS Aviation Group führt Lizenzen in Deutschland zusammen

Die BHS Aviation Group, ein auf Geschäftsflüge und Hubschrauberdienstleistungen spezialisiertes Luftfahrtunternehmen, hat ihre regulatorische Struktur im Bereich des gewerblichen Flugbetriebs neu geordnet. Das Unternehmen hat sein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator Certificate, AOC) für den gewerblichen Betrieb von Flächenflugzeugen vollständig auf die Bundesrepublik Deutschland übertragen. Die Genehmigung wurde nach Angaben des Unternehmens offiziell durch das zuständige Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig erteilt. Durch diesen Schritt werden der Betrieb der Hubschrauberflotte sowie das Segment der Flächenflugzeuge organisatorisch zusammengeführt und unterstehen fortan einer einheitlichen deutschen Aufsichtsbehörde. Zuvor war die Genehmigung für den Betrieb der Flächenflugzeuge über ausländische Tochterstrukturen im europäischen Ausland registriert, was in der Business-Aviation-Branche zur Optimierung von Steuer- und Verwaltungsabläufen ein gängiges Verfahren darstellt. Die BHS Aviation Group betreibt unter anderem Standorte in Bamberg sowie am Flughafen Zürich, wo die Schweizer Tochtergesellschaft BHS Aviation AG als eigenständiges Luftfahrtunternehmen agiert. Die Konsolidierung der Zertifikate unter deutschem Recht zielt darauf ab, die administrativen Prozesse zu vereinfachen, da parallele Audits und getrennte Überwachungsverfahren durch unterschiedliche europäische Luftfahrtbehörden erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen binden. Branchenanalysten betrachten den Wechsel zu einer rein deutschen Betriebsgenehmigung im Segment der Executive-Fliegerei mit gemischten Gefühlen. Das Luftfahrt-Bundesamt gilt im europäischen Vergleich als Behörde mit sehr strengen Zertifizierungsauflagen und langwierigen bürokratischen Bearbeitungszeiten. Die Verlagerung des Flugbetriebs nach Deutschland stellt für Unternehmen eine betriebliche Herausforderung dar, da sämtliche Betriebshandbücher, Pilotenlizenzen und Wartungsdokumente an die nationalen Auslegungen der EASA-Richtlinien angepasst werden müssen. Die Zusammenführung signalisiert zwar operative Straffung, erfordert jedoch eine solide Kapitalbasis, um die Übergangsphase ohne Ausfälle im täglichen Chartergeschäft zu bewältigen. Wirtschaftsbeobachter weisen

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Gewerkschaft bricht Verhandlungen mit Air Corsica ab

Die laufenden Bemühungen zur wirtschaftlichen Sanierung der regionalen französischen Fluggesellschaft Air Corsica haben einen schweren Rückschlag erlitten. Die einheimische Arbeitnehmervertretung Syndicat des Travailleurs Corses hat am 22. Juni 2026 ihre offizielle Teilnahme an den gemeinsamen Verhandlungsrunden mit der Unternehmensleitung überraschend ausgesetzt. Die Gewerkschaft wirft dem Management vor, die Belegschaft im Zuge des im Mai 2025 initiierten Restrukturierungsplans getäuscht zu haben. Das vorgelegte Konzept habe in den vergangenen Monaten zu einer chronischen Unterbesetzung in Kernbereichen des Betriebs und zu gravierenden operativen Fehlfunktionen geführt. Bislang hatten die Arbeitnehmervertreter den Kurs mitgetragen und im Zuge von Zugeständnissen auch temporäre Lohnfestschreibungen akzeptiert, um das Unternehmen in einer Phase anhaltender finanzieller Verluste zu stützen. Die Führung der Fluggesellschaft weist die Vorwürfe zurück, betont die Notwendigkeit des Stellenabbaus von insgesamt 70 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2027 und erklärt sich weiterhin gesprächsbereit, um einen drohenden unbefristeten Arbeitskampf in der Hauptreisesaison abzuwenden. Hintergründe des Sanierungsprogramms nach anhaltenden Defiziten Die wirtschaftliche Ausgangslage von Air Corsica war bereits vor dem aktuellen Konflikt von einer strukturellen Ertragsschwäche geprägt. Die Fluggesellschaft, die eine Schlüsselrolle bei der territorialen Anbindung der Mittelmeerinsel an das französische Festland einnimmt, verzeichnete in den vergangenen fünf Geschäftsjahren kontinuierlich negative Bilanzen. Um den drohenden wirtschaftlichen Zusammenbruch abzuwenden und die Rentabilität wiederherzustellen, verabschiedete der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Marie-Hélène Casanova-Servas im Mai 2025 ein umfassendes Transformationsprogramm. Dieses sieht vor, durch gezielte Sparmaßnahmen und operative Anpassungen eine jährliche Kostenreduktion von rund 30 Millionen Euro zu realisieren. Ein zentraler und hochgradig umstrittener Baustein dieses Programms ist die Verringerung der personellen Kapazitäten.

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