Der niederländische König Willem-Alexander hat seinen vorerst letzten planmäßigen Einsatz als Gast-Copilot auf einer Boeing 737 der Fluggesellschaft KLM absolviert.
Der Monarch, der bereits seit den 1990er-Jahren regelmäßig für die nationale Fluggesellschaft im Cockpit sitzt, bestätigte den Abschluss dieses Kapitels über die sozialen Medien. Hintergrund für das Ende seiner Einsätze auf diesem Flugzeugtyp ist die umfassende Flottenmodernisierung bei KLM. Das Unternehmen investiert derzeit rund 7 Milliarden Euro in die Erneuerung der Flotte und ersetzt die alternden Boeing-Modelle sukzessive durch den Airbus A321neo.
Willem-Alexander blickt auf eine langjährige fliegerische Karriere zurück, in der er zunächst für KLM Cityhopper die Fokker 70 steuerte, bevor er im Jahr 2017 auf die Boeing 737 umgeschult wurde. Um seine Fluglizenz aufrechtzuerhalten, absolvierte er durchschnittlich drei Flüge pro Monat im kommerziellen Liniendienst. Dabei agierte er unter dem Pseudonym „Meneer van Buren“, einer traditionellen Tarnidentität der niederländischen Königsfamilie, die bereits von seinen Vorfahren bei privaten Unternehmungen genutzt wurde. Nur selten erkannten Passagiere den König an seiner Stimme bei den Durchsagen aus dem Cockpit.
Während seiner Dienstzeit auf der Boeing 737 beförderte der royale Pilot eine breite Vielfalt an Passagieren durch ganz Europa. Zu seinen Einsätzen gehörten Flüge für Fußballfans nach Prag, Urlaubsreisen nach Ibiza und Malaga sowie Sonderflüge in den Norden Finnlands. Trotz des Abschieds von der Boeing 737 wird der König seine Tätigkeit in der zivilen Luftfahrt nicht beenden. Es wird erwartet, dass er zeitnah ein Umschulungsprogramm für den Airbus A321neo beginnt, um auch künftig als qualifizierter Pilot für KLM tätig sein zu können.
Neben seinen kommerziellen Flügen steuert Willem-Alexander gelegentlich das offizielle Regierungsflugzeug der Niederlande. Bei dieser Maschine handelt es sich derzeit ebenfalls um eine Boeing 737 im Corporate-Design, die jedoch von den Flottenänderungen bei KLM unberührt bleibt. Die Leidenschaft des Königs für die Luftfahrt gilt als fester Bestandteil seines öffentlichen Profils und ermöglicht ihm nach eigenen Angaben, sich während der Arbeit im Cockpit vollkommen auf die technischen Abläufe und die Flugsicherheit zu konzentrieren, was einen willkommenen Ausgleich zu seinen repräsentativen Aufgaben darstelle.