Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Low-Cost-Fluggesellschaft Air Arabia nimmt ab dem 16. Dezember eine tägliche Verbindung zwischen dem Flughafen Düsseldorf und ihrem Heimatdrehkreuz Sharjah auf.
Nach den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München wird die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt das dritte deutsche Ziel, das der Carrier direkt von der Golfregion aus anfliegt. Die Strecke soll mit Flugzeugen des Typs Airbus A320neo bedient werden, die in einer reinen Economy-Konfiguration betrieben werden.
Mit dem Beginn der täglichen Flüge nach Düsseldorf baut Air Arabia ihre Präsenz auf dem deutschen Markt weiter aus. Das Angebot soll Passagieren nicht nur Punkt-zu-Punkt-Verbindungen an den Arabischen Golf bieten, sondern auch Umsteigemöglichkeiten über den Flughafen Sharjah eröffnen. Das Drehkreuz fungiert als Ausweichstandort zum benachbarten Flughafen Dubai und bietet Anschlussflüge zu Zielen im Nahen Osten sowie in Süd- und Südostasien. Durch den Einsatz des Airbus A320neo nutzt die Fluggesellschaft Maschinen mit verringertem Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz auf Mittel- und Langstreckenprofilen.
Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Expansion von Billigfluggesellschaften auf Mittelstreckenverbindungen nach Europa ein intensiviertes Wettbewerbsumfeld schafft. Im Vergleich zu den etablierten Netzwerkträgern der Golfregion, wie Emirates oder Etihad Airways, setzt Air Arabia auf ein kostengünstigeres Geschäftsmodell mit gebührenpflichtigen Zusatzleistungen. Der Erfolg des täglichen Kurses ab Düsseldorf wird maßgeblich davon abhängen, ob sich das Low-Cost-Preissegment auf der mehrstündigen Flugstrecke gegen den Service der klassischen Netzwerk-Carriern im Einzugsgebiet von Nordrhein-Westfalen durchsetzen kann.
Der Zugang zum Flughafen Düsseldorf ist für Fluggesellschaften aufgrund der bestehenden Slot-Restriktionen und der hohen Nachfrage in der Region Nordrhein-Westfalen von betrieblicher Bedeutung. Während Großflughäfen wie Frankfurt und München bereits stark ausgelastet sind, bietet Düsseldorf Zugang zu einem dichten Catchment-Area für Privatreisende und Geschäftsleute. Die Einbindung der Route verdeutlicht das Bestreben kleinerer Anbieter aus dem Nahen Osten, Marktanteile im europäischen Feeder- und Punkt-zu-Punkt-Verkehr zu sichern.