Die ägyptische Fluggesellschaft Air Cairo erweitert ihr Streckennetz ab dem Flughafen Köln/Bonn und nimmt ab dem 17. Oktober 2026 eine wöchentliche Direktverbindung nach Luxor auf.
Der Flugbetrieb zwischen dem rheinischen Flughafen und der oberägyptischen Stadt wird jeweils samstags durchgeführt. Mit der neuen Route baut die Charter- und Linienfluggesellschaft ihre Präsenz am Standort Köln/Bonn aus und ergänzt das bestehende Angebot um ein viertes Ziel in Ägypten.
Durch die Aufnahme der Flüge nach Luxor umfasst das Portfolio von Air Cairo am Flughafen Köln/Bonn nun Strecken nach Hurghada, Marsa Alam, Kairo sowie Luxor. Nach Angaben von Thilo Schmid, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, stellt der Kölner Flughafen damit das größte Angebot der Fluggesellschaft innerhalb Deutschlands bereit. Die Route richtet sich primär an Pauschalreisende, Kultururlauber sowie Kunden von Nilkreuzfahrten. Durch die Kombination mit Flügen nach Hurghada ermöglicht die Fluggesellschaft zudem Gabelflüge für Rundreisen im Land.
Air Cairo wurde im Jahr 2003 gegründet und befindet sich zu großen Teilen im Besitz der staatlichen Egypt Air. Die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von mehr als 40 Flugzeugen, bestehend aus Maschinen der Typen Airbus A320, ATR 72 und Embraer 190. Sie bedient insgesamt rund 50 Destinationen in Europa, Afrika und Asien. Der Ausbau von Direktverbindungen aus europäischen Ballungsräumen zu ägyptischen Kultur- und Badeorten ist Teil der Bemühungen des ägyptischen Tourismusministeriums, die Passagierzahlen im internationalen Reiseverkehr weiter zu steigern.
Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der Markt für Ägypten-Flüge durch eine hohe Abhängigkeit vom Reiseveranstaltergeschäft und starke saisonale Schwankungen geprägt ist. Die Konkurrenz unter den Ferienfliegern auf den Strecken ans Rote Meer und zu den historischen Stätten am Nil bleibt intensiv. Zudem erfordert die Steuerung von Kapazitäten auf reinen Freizeitrouten eine kontinuierlich hohe Sitzplatzauslastung, um angesichts schwankender Treibstoffkosten und Flughafengebühren einen wirtschaftlichen Betrieb der wöchentlichen Rotation sicherzustellen.