Flughafen London-Gatwick (Foto: Gatwick Airport).
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Air France kehrt nach drei Jahrzehnten an den Flughafen London-Gatwick zurück

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Die französische Fluggesellschaft Air France hat ihren Flugbetrieb am Flughafen London-Gatwick offiziell wieder aufgenommen. Nach einer Unterbrechung von 30 Jahren – der letzte Linienflug der Airline in Gatwick fand im Jahr 1996 statt – verbindet der Carrier das zweitgrößte britische Luftfahrt-Drehkreuz nun wieder zweimal täglich mit seinem Hauptknotenpunkt Paris-Charles de Gaulle.

Zum Einsatz kommt auf dieser Strecke der Airbus A220-300, das modernste Kurzstreckenflugzeug in der Flotte der Air France. Die Maschine bietet eine Konfiguration mit Business- und Economy-Class und ist für ihre effiziente Kabinenaufteilung bekannt, was den Komfort für Passagiere auf der kurzen Distanz über den Ärmelkanal steigert.

Die Wiederaufnahme der Verbindung zielt sowohl auf den touristischen Kurzstreckenverkehr als auch auf das Segment der Fernreisen ab. Durch die zwei täglichen Rotationen werden die Umsteigezeiten in Paris so optimiert, dass Reisende aus dem Süden Englands nahtlosen Anschluss an das weltweite Streckennetz der Air France erhalten. Dies umfasst insbesondere Destinationen in den USA, Afrika, Asien und Südamerika. Marktanalysen der Fluggesellschaft zeigten im Vorfeld eine besonders hohe Nachfrage nach Fernreisezielen sowie nach Städtereisen in die französische Metropole. Zudem profitieren internationale Besucher von der schnellen Bahnanbindung Gatwicks, die das Zentrum von London in rund 30 Minuten erreichbar macht.

Der Rückzug von Air France aus Gatwick in den 1990er Jahren war Teil einer Konsolidierungsstrategie am Flughafen London-Heathrow. Die nun erfolgte Rückkehr ist in eine umfassende Expansionsphase des Flughafens Gatwick eingebettet. Für das Jahr 2026 haben insgesamt neun neue internationale Fluggesellschaften ihren Dienst an diesem Standort angekündigt oder bereits aufgenommen, was die zunehmende Bedeutung Gatwicks als Alternative zum oft überlasteten Heathrow unterstreicht. Branchenexperten werten den Schritt von Air France als strategische Maßnahme, um Marktanteile im hart umkämpften Markt zwischen London und Paris zurückzugewinnen, der bisher stark von Billigfliegern und dem Eurostar-Zug dominiert wurde.

Wirtschaftlich betrachtet stärkt die neue Route die Position der Air-France-KLM-Gruppe im Vereinigten Königreich erheblich. Gemeinsam mit den bestehenden Verbindungen ab Heathrow und London-City deckt die Unternehmensgruppe nun alle wichtigen Einzugsgebiete der britischen Hauptstadt ab. Die Entscheidung für den Airbus A220-300 unterstreicht zudem die Modernisierungsbemühungen der Flotte, da dieser Flugzeugtyp eine höhere Kapazität bei gleichzeitig optimierten Betriebskosten bietet. Die ersten Buchungszahlen seit dem Erstflug im Frühjahr 2026 bestätigen laut Flughafenbetreiber die Erwartungen an eine hohe Auslastung der neuen Verbindung.

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