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Analyse: Fluggesellschaften lassen Milliarden an Einnahmen durch Währungsumrechnung ungenutzt

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Fluggesellschaften weltweit könnten jährlich bis zu 9,6 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Einnahmen generieren, wenn sie die Währungsumrechnung bei Ticketkäufen auf ihren eigenen Websites übernehmen würden. Dies ist das zentrale Ergebnis einer neuen Analyse, die die Amadeus-Tochtergesellschaft Outpayce in Auftrag gegeben und das Centre for Economics and Business Research (Cebr) durchgeführt hat. Die Studie beleuchtet das ungenutzte Potenzial von Devisendienstleistungen im Online-Vertrieb von Flugtickets.

Laut Analyse sind bereits heute etwa vier von zehn Tickets, die über Airline-Websites erworben werden, sogenannte Cross-Currency-Tickets. Die dafür notwendige Währungsumrechnung wird in der Regel automatisch von der Bank des Passagiers im Hintergrund vorgenommen. Durch die Einführung des sogenannten Multi-Currency Pricing (MCP) auf ihren Plattformen könnten Fluggesellschaften diese margenstarke Dienstleistung selbst anbieten. Bereits jetzt nutzen einige wenige Airlines diese Möglichkeit, verbessern dadurch das Buchungserlebnis für Passagiere, die in ihrer bevorzugten Währung zahlen können, und erschließen sich eine neue Einnahmequelle.

Das derzeit konservativ geschätzte Umsatzpotenzial für die gesamte Branche liegt bei 1,74 Milliarden US-Dollar pro Jahr, basierend auf der aktuellen Akzeptanzrate von MCP-Lösungen. Würden jedoch alle Passagiere, die ein Cross-Currency-Ticket kaufen, die Währungsumrechnung durch die Airline wählen, steigt das Gesamtpotenzial auf die genannten 9,6 Milliarden US-Dollar jährlich. Die größten Potenziale für diese zusätzlichen Deviseneinnahmen werden in den Regionen Asien-Pazifik (APAC) sowie Europa, Naher Osten und Afrika (WEMEA) gesehen, da dort eine hohe Währungsdiversität besteht.

Der geringe Anteil, den Fluggesellschaften bisher an diesem Geschäft erzielen, ist laut Damian Alonso, Head of Product and Partnerships bei Outpayce, auf die Dominanz der Finanzinstitute bei der Umrechnung zurückzuführen. Dabei sei die Margenmarge der Währungsumrechnung so signifikant, dass sie die durchschnittliche Profitabilität pro Passagier (von der IATA auf etwa 7 US-Dollar geschätzt) für viele Tickets verdoppeln könnte. Als positives Beispiel wird SriLankan Airlines genannt, wo der Währungsumrechnungsservice zu den fünf wichtigsten Zusatzprodukten auf der Website aufgestiegen ist. Für eine erfolgreiche Einführung wird Transparenz bei den berechneten Spannen als entscheidend erachtet.

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