Airbus A320 (Foto: Steffen Lorenz).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Anpassungen im Streckennetz: Aer Lingus kürzt Flugplan ab Dublin im Winterhalbjahr

Werbung

Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus reduziert im kommenden Winterhalbjahr ihr Flugangebot ab dem Drehkreuz Dublin deutlich. Wie das Unternehmen mitteilte, werden mehrere Lang- und Kurzstreckenverbindungen ab Ende September entweder vollständig eingestellt oder auf einen reinen Sommerbetrieb umgestellt.

Zu den betroffenen Destinationen gehören transatlantische Verbindungen nach Denver, Minneapolis und Las Vegas sowie europäische Ziele wie Split. Auch die deutschen Flughäfen Frankfurt am Main und Hamburg werden ab Anfang November im Winter nicht mehr bedient, sondern auf eine saisonale Sommerbedienung reduziert.

Branchenbeobachter führen diese Maßnahmen auf mehrere interne und externe Faktoren zurück. Zum einen leidet die Fluggesellschaft unter den Nachwirkungen des Tarifkonflikts mit den Piloten, der zu finanziellen Einbußen führte und eine Neubewertung der Rentabilität einzelner Strecken erzwang. Zum anderen belastet die anhaltende Diskussion um die Passagierobergrenze von 32 Millionen Passagieren am Flughafen Dublin die Entwicklungsmöglichkeiten der Fluglinie. Da die irische Luftfahrtbehörde gezwungen ist, Start- und Landerechte zu deckeln, müssen Fluggesellschaften ihre Kapazitäten auf ertragsstarke Routen konzentrieren.

Hinzu kommen Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A321XLR, die für den Betrieb von Sekundärmärkten in den USA vorgesehen waren. Ohne dieses Fluggerät ist der Betrieb von Routen wie nach Denver oder Seattle mit größeren Maschinen im Winter wirtschaftlich kaum darstellbar. Gleichzeitig steht Aer Lingus auf den Kurzstrecken unter starkem Konkurrenzdruck durch Mitbewerber wie Ryanair, was die Margen auf Strecken nach Deutschland und Südeuropa zusätzlich drückt. Die Fluggesellschaft kündigte an, betroffene Kunden direkt oder über die jeweiligen Reiseveranstalter zu kontaktieren, um Umbuchungen oder Erstattungen abzuwickeln.

Kritiker weisen darauf hin, dass die Streichung europäischer Zubringerflüge, insbesondere nach Frankfurt, die Anbindung Irlands an kontinentale Drehkreuze schwächt. Für Geschäftsreisende und Umsteiger bedeutet der Wegfall der Winterverbindungen einen Verlust an Flexibilität. Das Vorgehen von Aer Lingus verdeutlicht, dass die Fluggesellschaft im aktuellen Marktumfeld gezwungen ist, unrentable Flüge in der Nebensaison konsequent zu streichen, um die Profitabilität innerhalb der Konzernmutter IAG zu sichern.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung