Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat in einer aktuellen Preisanalyse von Camper- und Wohnmobilvermietungen eine deutliche Intransparenz festgestellt. Von 22 angefragten Anbietern übermittelten lediglich sieben ihre Preise für die Hauptsaison. Dies deutet darauf hin, daß ein Großteil der Vermieter offenbar den direkten Wettbewerbsvergleich scheut. Die AK OÖ hatte die Kosten für das kleinste Modell eines Campers, belegt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern, für die Woche vom 5. bis 12. Juli abgefragt.
Die erhobenen Gesamtkosten für eine Woche bewegen sich zwischen 883 und 1.790 Euro. Die reinen Mietpreise variieren dabei zwischen 763 und 1.533 Euro. Hinzu kommen bei den meisten Vermietern zusätzliche Service- und Reinigungspauschalen. Diese Zusatzkosten liegen zwischen 59 und 129 Euro für die Servicepauschale bei Fahrzeugübergabe und zwischen 100 und 128 Euro für die Reinigung. Als günstigstes Angebot für eine vierköpfige Familie ermittelte die Untersuchung einen California Camper bei PIA Camper Porsche Linz für 883 Euro inklusive Servicepauschale.
Die AK Oberösterreich weist darauf hin, daß Mietinteressenten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf das Kleingedruckte in den Mietbedingungen achten sollten. Nur vier der befragten Vermieter bieten unbegrenzte Kilometer an; bei den übrigen ist die Freifahrt auf 1.750 bis 2.100 Kilometer pro Woche begrenzt. Bei Überschreitung können Mehrkosten von bis zu 50 Cent pro Kilometer anfallen. Auch bei der Versicherung gibt es Unterschiede: Obwohl in allen Angeboten eine Versicherung enthalten ist, verbleibt im Schadensfall oder bei Diebstahl ein Selbstbehalt zwischen 500 und 1.250 Euro.
Weitere Aspekte, die vor Anmietung zu prüfen sind, betreffen die Rückgabebedingungen, wonach alle Camper vollgetankt zurückgegeben werden müssen. Bei drei Anbietern wird zudem eine Reinigungspauschale fällig. Einige Vermieter haben Altersvorgaben und verlangen ein Mindestalter von 21 oder 23 Jahren für den Mieter. Ein wichtiger Punkt ist auch das zulässige Gesamtgewicht der Fahrzeuge, das bei den getesteten Modellen zwischen 2.865 und 3.500 Kilogramm liegt. Hier besteht die Gefahr der Überladung, wenn zu viel Gepäck mitgeführt wird, was im Straßenverkehr Konsequenzen haben kann.