AstraZeneca-Impfungen bringen FAA-Pilotenlizenzen in Gefahr

AstraZeneca-Impfstoff (Foto: AstraZeneca).
AstraZeneca-Impfstoff (Foto: AstraZeneca).

AstraZeneca-Impfungen bringen FAA-Pilotenlizenzen in Gefahr

AstraZeneca-Impfstoff (Foto: AstraZeneca).
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Die U.S.-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA schafft in Sachen des kontrovers diskutierten Impfstoffs von AstraZeneca vorläufig Fakten: Fliegendes Personal, das mit diesem Vakzin oder anderen Stoffen geimpft ist, riskiert den Verlust des FAA-Medicals und somit auch die Flugberechtigung.

Anerkannt werden jedoch die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson. Der Impfstoff von AstraZeneca wird seitens der U.S.-amerikanischen FAA nicht anerkannt. Die Impfung mit diesem Vektor-Vakzin kann zum Verlust des FAA-Medicals führen und somit die Pilotenlizenz in Gefahr bringen.

In Europa sind davon viele private Flugzeugführer betroffen, denn viele haben eine U.S.-amerikanische Lizenz und unterliegen damit auch der Aufsicht der FAA. Aufgrund der komplizierten Impfstoffsituation in Europa besteht in den meisten Ländern keine Wahlmöglichkeit. Daher sollten sich Flugzeugführer mit FAA-Lizenz und –Medical rechtzeitig auf dem Laufenden halten welche Vakzine von der Behörde anerkannt sind.

Unabhängig davon ist vorgeschrieben, dass nach einer Covid-Impfung für die Dauer von 48 Stunden kein Flugzeug gesteuert werden darf. Nähere Informationen zu diesem Thema erhalten betroffene Piloten direkt bei der Luftfahrtbehörde FAA, die hierzu umfangreiches Informationsmaterial bereithält.

3 Comments

  • Dr. Jan U.Stier , 3. Mai 2021 @ 23:20

    Sehr geehrte Verfasser der o.g. Nachricht,

    können Sie zu dieser Meldung eine Quelle angeben? Als AME der FAA habe ich versucht, dem nachzugehen und die Faktenlage zu erkunden und dazu die AME-Hotline der FAA angerufen. Der Sachstand, welcher mir dort gegeben wurde, ist, dass man g a r keine Regelung für nicht in den USA zugelassene Vakzine hat, denn deren klare Regeln greifen nur für die von Ihnen genannten und in den USA per EUA zugelassenen Impfstoffe.
    Damit gibt es keine Regelung, somit auch keine Grundlage anzunehmen, dass die “Flugberechtigung” (was ist damit gemeint, das Medical? Und wenn ja, welche Klasse und für welchen Zeitraum denn, “auf Dauer und für alle Klassen”? Das ist anS kaum vorstellbar, bei der FAA gibt es das deutlich seltener als bei EASA…
    Als AME sehe ich also nicht, weshalb ich einem AZ-Geimpften nach mindestens 48h sein Medical verweigern sollte, lasse mich jedoch sehr gerne belehren, wenn Sie da andere und bessere Informationen haben. Das “umfangreiche Informationsmaterial” sucht man jedenfalls auf der FAA Webseite vergebens,

    vielen Dank für eine Antwort,

    Dr. Jan U. Stier
    FlgArzt und AME

  • christian schmid , 14. Mai 2021 @ 09:21

    Vielen Dank fuer Ihre Einschaetzung Herr Dr. Stiet !

    mit freundlichen Gruessen,

    Christian Schmid
    Cpt B747
    EASA & FAA Instructor
    EASA Senior Examiner
    (FAA Class 1 Medical mit AZ-Erstimpfung)

  • christian schmid , 14. Mai 2021 @ 09:44

    Vielen Dank Herr Dr. Stier fuer Ihre Einschaetzung !

    mit freundlichen Gruessen,

    Christian Schmid
    Cpt B747
    EASA & FAA Instructor
    EASA Senior Examiner
    (FAA Class 1 Medical mit AZ-Erstimpfung )

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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3 Comments

  • Dr. Jan U.Stier , 3. Mai 2021 @ 23:20

    Sehr geehrte Verfasser der o.g. Nachricht,

    können Sie zu dieser Meldung eine Quelle angeben? Als AME der FAA habe ich versucht, dem nachzugehen und die Faktenlage zu erkunden und dazu die AME-Hotline der FAA angerufen. Der Sachstand, welcher mir dort gegeben wurde, ist, dass man g a r keine Regelung für nicht in den USA zugelassene Vakzine hat, denn deren klare Regeln greifen nur für die von Ihnen genannten und in den USA per EUA zugelassenen Impfstoffe.
    Damit gibt es keine Regelung, somit auch keine Grundlage anzunehmen, dass die “Flugberechtigung” (was ist damit gemeint, das Medical? Und wenn ja, welche Klasse und für welchen Zeitraum denn, “auf Dauer und für alle Klassen”? Das ist anS kaum vorstellbar, bei der FAA gibt es das deutlich seltener als bei EASA…
    Als AME sehe ich also nicht, weshalb ich einem AZ-Geimpften nach mindestens 48h sein Medical verweigern sollte, lasse mich jedoch sehr gerne belehren, wenn Sie da andere und bessere Informationen haben. Das “umfangreiche Informationsmaterial” sucht man jedenfalls auf der FAA Webseite vergebens,

    vielen Dank für eine Antwort,

    Dr. Jan U. Stier
    FlgArzt und AME

  • christian schmid , 14. Mai 2021 @ 09:21

    Vielen Dank fuer Ihre Einschaetzung Herr Dr. Stiet !

    mit freundlichen Gruessen,

    Christian Schmid
    Cpt B747
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  • christian schmid , 14. Mai 2021 @ 09:44

    Vielen Dank Herr Dr. Stier fuer Ihre Einschaetzung !

    mit freundlichen Gruessen,

    Christian Schmid
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