Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat Details zu einer Flugumleitung am Montagabend bekannt gegeben, bei der eine Maschine des Typs Airbus A320neo auf dem Flughafen Brüssel landete.
Der Flug LX325 befand sich auf dem Weg von London-Heathrow nach Zürich, als die Besatzung einen ungewöhnlichen Geruch im vorderen Bordküchenbereich wahrnahm. Entgegen ersten Spekulationen stellte die Fluglinie klar, dass es sich nicht um eine Notlandung, sondern um eine vorsorgliche außerplanmäßige Landung handelte. Ein offenes Feuer oder eine akute Brandentwicklung an Bord wurde nach offiziellen Angaben ausgeschlossen.
An Bord des Flugzeugs mit dem Luftfahrzeugkennzeichen HB-JDH befanden sich 168 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder. Die Landung in der belgischen Hauptstadt erfolgte ohne Zwischenfälle, und die Fluggäste konnten das Flugzeug über die regulären Treppen verlassen. Obwohl die Flughafenfeuerwehr das Flugzeug nach dem Aufsetzen vorschriftsmäßig in Empfang nahm, entsprach dies lediglich den Standard-Sicherheitsprotokollen für Vorfälle dieser Art. Die betroffenen Reisenden wurden für die Nacht in Hotels in Brüssel untergebracht, da ein direkter Weiterflug am selben Abend nicht mehr möglich war.
Die technische Untersuchung der erst wenige Jahre alten Maschine dauert derzeit am Flughafen Brüssel an. Experten der Wartungsabteilung prüfen das Belüftungssystem sowie die elektrischen Komponenten der Galley, um die genaue Ursache der Geruchsentwicklung zu identifizieren. Solche Vorfälle, in der Luftfahrt oft als „Odour Event“ bezeichnet, führen aus Sicherheitsgründen fast immer zur sofortigen Landung am nächsten geeigneten Flughafen. Es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar, wann der Airbus A320neo wieder in den aktiven Flugdienst nach Zürich zurückkehren kann.
Swiss bedauerte die entstandenen Unannehmlichkeiten und betonte, dass die Sicherheit der Fluggäste oberste Priorität habe. Ein Großteil der Passagiere konnte bereits am Dienstag auf alternative Verbindungen umgebucht werden und setzte die Reise fort. Branchenexperten weisen darauf hin, dass bei modernen Kurzstreckenflugzeugen wie dem A320neo technische Unregelmäßigkeiten in der Bordküche zwar selten sind, aber aufgrund der Sensibilität der Rauchmelder und der strengen Protokolle konsequent mit Ausweichlandungen gehandhabt werden.