Australien: McDonalds-Menü brockte Passagier 1.820 Euro Geldstrafe ein

McDonalds-Mahlzeit (Foto: Alia).
McDonalds-Mahlzeit (Foto: Alia).

Australien: McDonalds-Menü brockte Passagier 1.820 Euro Geldstrafe ein

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Die Einfuhr von Lebensmitteln tierischer Herkunft ist Reisenden in vielen Staaten, darunter auch der EU-Schengen-Raum, zumeist nicht gestattet. Besonders streng handhabt dies beispielsweise Australien. Ein Passagier, der von einem Bali-Urlaub nach Darwin nach Hause geflogen ist, musste wegen einem mitgebrachten McDonalds-Menü eine saftige Geldstrafe von umgerechnet 1.820 Euro bezahlen.

Das Corpus Delicti: Ein in Indonesien im Fastfood-Lokal gekauftes Menü, das aus zwei Eier-Muffins und einem Schinkencroissant bestand. Diese hätte der Australier nicht mit nach Hause nehmen dürfen, denn die lokalen Bestimmungen besagten, dass derartige Lebensmittel von Privatpersonen nicht eingeführt werden sollen. Der Passagier wurde im Zuge einer Kontrolle von einem speziell ausgebildeten Spürhund erwischt. Für den Verstoß kassierte der Australier eine saftige Geldstrafe in der Höhe von 2.664 Australischen Dollar (ungefähr 1.820 Euro). Ironischerweise hätte er das selbige Menü wesentlich billiger in einer Macca’s (unter diesem Namen tritt McDonalds seit einigen Jahren in Australien auf) in Darwin kaufen können.

„Dies wird die teuerste Maccas-Mahlzeit sein, die dieser Passagier je zu sich genommen hat. Die Geldstrafe ist doppelt so hoch wie ein Flug nach Bali, aber ich habe kein Mitleid mit Menschen, die die strengen australischen Biosicherheitsmaßnahmen missachten, und die jüngsten Nachweise zeigen, dass Sie erwischt werden. Australien ist MKS-frei, und wir wollen, dass das auch so bleibt. … Biosicherheit ist kein Witz – sie hilft, Arbeitsplätze, unsere Farmen und Lebensmittel zu schützen und die Wirtschaft zu unterstützen“, erklärt Australiens Landwirtschaftsminister Murray Watt.

Strenge Quarantänevorschriften auch für Tiere

Downunder praktiziert schon sehr lange äußerst strikte Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel tierischen Ursprungs. Auch dürfen Tiere nur unter ganz strengen Quarantänevorschriften auf den Kontinent gebracht werden. Die Regierung will damit beispielsweise die Maul- und Klauenseuche fernhalten.

Im Jahr 1956 durften die Reiterspiele der Olympiade nicht in Melbourne durchgeführt werden. Die Regierung verweigerte damals bereits im Vorfeld die Einfuhr von Pferden aus aller Welt. Aus diesem Grund wurden sämtliche Bewerbe mit Pferden nicht in Downunder, sondern im schwedischen Stockholm durchgeführt. In der Geschichte der olympischen Sommerspiele blieb dies aber ein Einzelfall, denn bei der Olympiade in Sydney im Jahr 2000 durften die Reiterspiele in Australien durchgeführt werden.

„Ein MKS-Ausbruch hätte schwerwiegende Folgen für die australische Tiergesundheit und den australischen Handel, einschließlich erheblicher wirtschaftlicher Verluste und Beschränkungen auf den nationalen und internationalen Märkten. Selbst ein isolierter, schnell unter Kontrolle gebrachter Ausbruch könnte die Ausrottung mehrere Milliarden Dollar kosten, mit schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf andere Sektoren, einschließlich des Tourismus. Die Auswirkungen wären im gesamten Handel mit Lebendtieren sowie bei Exporteuren von genetischem Material, Fleisch und Milchprodukten zu spüren. Ein großer, mehrere Staaten umfassender MKS-Fall könnte Australien über 10 Jahre hinweg Einnahmeverluste in Höhe von mehr als 52 Milliarden Australischen Dollar verursachen“, so die Regionalregierung des Northern Territory in einer Medienerklärung.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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