Embraer 195 (Foto: Jan Gruber).
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Austrian Airlines setzt Flottenübertragung an Air Dolomiti mit drittem Jet fort

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Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines hat den Transfer ihrer Embraer-Flotte innerhalb des Lufthansa-Konzerns weiter vorangetrieben. Am Freitag, den 22. Mai 2026, wurde das dritte von insgesamt 13 geplanten Flugzeugen des Typs Embraer E195 an die italienische Schwestergesellschaft Air Dolomiti übergeben.

Die Maschine, die zuvor unter der österreichischen Registrierung OE-LWL für die AUA im Einsatz war, startete am späten Nachmittag unter der Flugnummer EN9500 vom Flughafen Wien-Schwechat in Richtung Verona. Dort wird das Flugzeug künftig mit dem neuen Kennzeichen I-ENJC operieren und das regionale Netzwerk der Air Dolomiti verstärken.

Das übergebene Flugzeug blickt auf eine intensive Betriebszeit bei Austrian Airlines zurück. Seit der Indienststellung absolvierte der Jet insgesamt 19.967 Flüge und sammelte dabei 20.892 Betriebsstunden. Der Transfer ist Bestandteil einer umfassenden Flottenstrategie der Lufthansa Group, die eine stärkere Zentralisierung der Regionalverkehre an den Drehkreuzen München und Frankfurt vorsieht. Während 13 Maschinen der ursprünglich 17 Flugzeuge umfassenden Embraer-Flotte der AUA nach Italien transferiert werden, ist für die verbleibenden vier Einheiten ein Verkauf an externe Abnehmer außerhalb des Konzerns vorgesehen. Die freiwerdenden Kapazitäten bei Austrian Airlines sollen im Zuge der Modernisierung durch größeres Fluggerät ersetzt werden.

Air Dolomiti profitiert durch diesen Zuwachs von einer Kapazitätserweiterung an ihren strategischen Standorten. Die italienische Fluggesellschaft nutzt die Embraer E195 primär als Zubringer für die großen Lufthansa-Hubs, wobei Verona als operative Basis für die Wartung und technische Abwicklung der Flotte dient. Die Übernahme der AUA-Maschinen ermöglicht es dem Unternehmen, ältere Flugzeuge schrittweise zu ersetzen und gleichzeitig die Einheitlichkeit der Flottenstruktur zu wahren. Die Embraer E195 bietet Platz für 120 Passagiere und gilt aufgrund ihrer Konfiguration als besonders effizient für Strecken mit moderatem Aufkommen im europäischen Regionalverkehr.

Die Flottenumschichtung spiegelt die aktuelle Konsolidierungsphase im europäischen Luftraum wider. Austrian Airlines konzentriert sich künftig verstärkt auf die Integration von Maschinen der Airbus-A320-Familie sowie die Erneuerung der Langstreckenflotte durch die Boeing 787. Branchenexperten werten den Transfer der Regionaljets als notwendigen Schritt, um die Stückkosten pro angebotenem Sitzplatzkilometer bei der AUA zu senken, während Air Dolomiti ihre Rolle als spezialisierter Regionaldienstleister innerhalb der Gruppe festigt. Der gesamte Übertragungsprozess der 13 Jets soll bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein, um die operative Planung für den kommenden Winterflugplan zu stabilisieren.

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