Boeing 787-9 (Foto: Jan Gruber).
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Austrian Airlines und Lufthansa Technik führen mobiles Lagerverwaltungssystem ein

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Austrian Airlines hat gemeinsam mit der Lufthansa Technik Logistik Services (LTLS) in Wien das mobile Lagerverwaltungssystem AMOSmobile/Stores in den operativen Betrieb übernommen.

Die von Swiss Aviation Software (Swiss-AS) entwickelte Lösung wurde in einem stufenweisen Verfahren implementiert, wobei im ersten Schritt die Module für Lagerhaltung und Inventur aktiviert wurden. Das System ist vollständig in die bestehende Amos-Infrastruktur integriert, die als Industriestandard für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von Flugzeugen gilt. Durch die Nutzung einer einheitlichen Datenbasis entfällt die Notwendigkeit für zusätzliche Schnittstellen, was die Fehleranfälligkeit bei der Datenübertragung reduziert und die Prozessgeschwindigkeit erhöht.

Die Einführung dieser mobilen Technologie ermöglicht dem technischen Personal sowie den Logistikmitarbeitern den Zugriff auf Echtzeitdaten direkt am Einsatzort, etwa im Hangar oder im Ersatzteillager. Dies umfasst präzise Einblicke in den Status von Kommissionierungen und aktuelle Bestandsabfragen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass eine optimierte Teileverfügbarkeit entscheidend ist, um die Liegezeiten von Flugzeugen während der Wartungsintervalle so gering wie möglich zu halten. Die Lufthansa Technik Logistik Services am Standort Wien fungiert dabei als zentraler Dienstleister für die österreichische Nationalgesellschaft und stellt die Versorgung mit kritischen Bauteilen für die gesamte Flotte sicher, die unter anderem aus Airbus- und Boeing-Maschinen besteht.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 planen die Projektpartner, den Funktionsumfang des Systems sukzessive zu erweitern. Zusätzliche Module sollen die Effizienz in weiteren Logistikbereichen steigern und die Digitalisierung der bodengebundenen Wartungsprozesse vorantreiben. Die Muttergesellschaft Lufthansa setzt bereits an mehreren internationalen Standorten auf ähnliche mobile Lösungen, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Instandhaltungseinheiten des Konzerns zu harmonisieren. Durch die mobile Erfassung von Lagerbewegungen direkt per Tablet oder Handheld-Gerät wird der administrative Aufwand für die Mechaniker verringert, wodurch mehr Ressourcen für die eigentliche technische Arbeit am Fluggerät zur Verfügung stehen.

Die Entscheidung für AMOSmobile/Stores unterstreicht den Trend in der Luftfahrtindustrie, papiergestützte Dokumentationen durch digitale Echtzeitsysteme zu ersetzen. Für die Austrian Airlines Technik bedeutet dies eine engere Verzahnung mit den Logistikströmen der Lufthansa Technik Gruppe. Da die Ersatzteilbevorratung in der Luftfahrt aufgrund hoher Sicherheitsauflagen und spezifischer Zertifizierungen äußerst komplex ist, bietet eine integrierte Softwarelösung eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes Bauteils. Dies ist nicht nur für den täglichen Flugbetrieb von Bedeutung, sondern auch für die Einhaltung internationaler regulatorischer Standards der Luftfahrtbehörden.

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