Gastautor

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Österreich: Städtetourismus annähernd auf Vorkrisen-Niveau

Österreichs Landeshauptstädte und die Bundeshauptstadt Wien haben die Folgen der Pandemie weitgehend hinter sich gelassen. Mit 25,7 Millionen Nächtigungen 2023 erreichten Sie rund 99% ihres Niveaus 2019. Ihr Anteil am gesamtösterreichischen Tourismus entspricht wieder dem Vorpandemie-Niveau. „Das Vorjahr stand voll und ganz im Zeichen der Aufholjagd des Städtetourismus. Er fand in seine langjährige Rolle als Wertschöpfungsmotor, Innovationstreiber und Garant für Ganzjahres-Arbeitsplätze zurück“, erklärt Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner in seiner Funktion als Vorsitzender der ARGE Städte, der Arbeitsgemeinschaft Städtetourismus der acht österreichischen Landeshauptstädte und der Bundeshauptstadt. Zusammen verzeichneten sie 2023 25.675.000 Nächtigungen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 27% zum Jahr 2022. Verglichen mit dem Vorpandemie-Jahr 2019 – es zählte 25.979.000 Nächtigungen – lagen sie 2023 nur noch rund 1% darunter. Im gesamtösterreichischen Tourismus wurden 2023 151.169.000 Nächtigungen gezählt. Österreich ohne seine Hauptstädte erreichte 125.494.000 Nächtigungen. Der Anteil der Hauptstadt-Nächtigungen am österreichischen Gesamtaufkommen betrug demnach 17% – und lag damit exakt auf demselben Niveau wie 2019. Zwei Drittel (67%) der Hauptstadt-Nächtigungen 2023 wurden in Wien gezählt. 

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Tui-Passagiere haben beliebteste Hotels gewählt

Im Vorfeld der diesjährigen Verleihung der Tui Global Hotel Awards am 4. März in Berlin stellt das weltweit führende Touristikunternehmen die Top 100 der besten Hotels im weltweiten Reiseangebot vor. „Wir freuen uns sehr, die 100 besten Hotels weltweit bekannt zu geben. Dies ist eine außergewöhnliche Leistung, wenn man bedenkt, dass wir mehr als 13.000 Hotels von Lappland bis Südafrika und von der Karibik bis Hawaii anbieten. Besonders beeindruckt bin ich, dass diese Liste ausschließlich von den ultimativen Urlaubsexperten – unseren Gästen – erstellt wurde“, sagt David Schelp, CEO Markets & Airlines der Tui Group, der diese Aufgabe am 1. Januar 2024 übernommen hat. „Unseren Hotelpartnern danke ich für ihre Vorreiterrolle und gratuliere ihnen, dass sie zu den allerbesten Hotels der Welt gehören. Zusammen mit dem gesamten Tui-Team freue ich mich darauf, nächste Woche bei der Preisverleihung in Berlin herausragende Leistungen zu feiern“, führt  Schelp weiter aus. Die Tui Global Hotel Awards sind eine jährliche Preisverleihung, bei der die Tui im Namen ihrer mehr als 19 Millionen Gäste weltweit die Hotels in ihrem Reiseangebot auszeichnet, die im vergangenen Jahr herausragenden Service und Qualität geliefert haben. „Unsere Gäste stehen bei allem, was wir tun, im Mittelpunkt. Wir schätzen ihr Feedback und auch die Bemühungen unserer Hotelpartner weltweit“, sagt Helen Caron, Group Product & Purchasing Director. „Die Top-100-Hotels werden durch eine sorgfältige Auswertung des Gästefeedbacks ausgewählt. Wir machen es uns jedes Jahr zur Aufgabe, die Leidenschaft und das Engagement zu würdigen, die nötig sind, um die besten Hotelerlebnisse der Welt zu schaffen.

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SAF: Lanzajet und Southwest arbeiten zusammen

LanzaJet plant, die Projektentwicklung für die SAF-Produktionsanlage in den Vereinigten Staaten zu übernehmen, wobei Southwest als SAF-Ankerabnehmer fungiert. Die Bioraffinerie soll die bahnbrechende Technologie von LanzaJet nutzen, die in der Lage ist, die Produktion auf das Niveau zu skalieren, das für die Entkarbonisierung der Luftfahrt erforderlich ist, und zwar durch weithin verfügbare und nachhaltige Rohstoffe, neue kommerzielle Lösungen auf der Basis von Reststoffen und eine vielversprechende Wirtschaftlichkeit. LanzaJet wird auch die Bemühungen von Southwest unterstützen, die SAFFiRE-Technologie zur Verarbeitung von Maisstroh zu Ethanol zu vermarkten. „Die USA sind ein unglaublich wichtiger Markt für uns – es ist unsere Heimat, wo unsere Technologie entwickelt und skaliert wurde, der Standort unserer und der weltweit ersten kommerziellen Ethanol-zu-SAF-Anlage, und eine wichtige Gelegenheit, die bestehende US-Biokraftstoff- und Ethanolindustrie mit unserer führenden Ethanol-zu-SAF-Technologie zu unterstützen“, sagte Jimmy Samartzis, Geschäftsführer von LanzaJet. „Der Zusammenschluss von Southwest und LanzaJet ist eine leistungsstarke Kombination, die das Potenzial hat, die SAF-Wertschöpfungskette zu integrieren und die US-amerikanische Ethanol-, Luftfahrt- und Biokraftstoffindustrie zu stärken. Unsere gemeinsame Arbeit wird uns näher an die Entkarbonisierungsziele der Luftfahrt heranführen, indem wir die SAF-Produktion in den Vereinigten Staaten weiter ausbauen und gleichzeitig das Potenzial der US-Ethanolindustrie als Katalysator für die nächste Generation der SAF-Produktion nutzen.“ Die von LanzaJet zu entwickelnde Anlage in den USA soll auch die Möglichkeit bieten, das Zellulose-Ethanol von SAFFiRE in SAF umzuwandeln. „Wir machen den nächsten Schritt auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit, um unser Ziel von Netto-Null bis 2050 zu erreichen“, sagte Bob Jordan, Präsident und Geschäftsführer von Southwest Airlines. „Wir

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Wachau: Kostenloser Busverkehr zur Marillenblüte

Wenn sich die Knospen der rund 100.000 Marillenbäume öffnen, erstrahlt das Weltkulturerbe in einem zarten Rosa. Um dieses Naturspektakel besonders stressfrei zu erleben, haben die Wachau-Gemeinden einen Anreiz zur sanften Mobilität für die Besucher geschnürt. An den zwei Wochenenden im März ist die Fahrt mit den öffentlichen Bussen innerhalb der Region kostenlos. Wo die Marillenbäume zur Zeit der Blüte gerade zu bestaunen sind, erfahren Interessierte auf der Website www.marillenbluete.at oder im Folder „Wachauer Marillenblüte“. Dieser liegt in den Wachau-Gemeinden und den Infostellen zur freien Entnahme auf oder kann online heruntergeladen werden. Der druckfrische Folder und die Website bieten neben Informationen zu den einzelnen Marillenanbau-Gemeinde auch Details zum Busangebot inklusive Haltestellen. Wer sich ganz dem Erlebnis der Marillenblüte hingeben will, sollte das Auto zu Hause lassen und auf eine klimafreundliche Alternative setzen. Dazu bieten die Wachauer Welterbegemeinden die Fahrt mit den öffentlichen Bussen am 16.-17. und 23.-24. März gratis an. Die Wachau-Linie 715 nördlich der Donau und 720 südlich der Donau verkehren in regelmäßigen Intervallen zwischen Krems und Melk – beides Städte, die mit dem Zug gut erreichbar sind – und halten in allen größeren Orten der Wachau. So hat man jederzeit die Möglichkeit für einen Zwischenstopp und Zeit für einen Spaziergang durch die blühenden Marillengärten. Zusätzlich zu den Hauptlinien in der Wachau binden die Linien 718 Mühldorf und den Spitzer Graben, sowie die Linie 446 Angern bei Krems in das Mobilitätsangebot ein. 

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Verbände: ABTA feiert 35-jährigen Bestand

Ob Business- und Networking-Events quer über Österreich, regelmäßige Marktberichte, zahlreiche Online-Formate zum Know-How-Austausch oder auch internationale Kooperationen von GBTA über VDR bis BT4Europe – die Projekte und Aktivitäten der Austrian Business Travel Association (ABTA) sind traditionell weitreichend. 2024 feiert der Verband der österreichischen Geschäftsreiseindustrie nunmehr ein rundes Jubiläum, den 35. Geburtstag. ABTA-Präsident Roman Neumeister über intensive Jahre im Rückspiegel und große Pläne am Horizont des Jahres 2024: „Es freut mich, berichten zu können, dass sich die Austrian Business Travel Association trotz überaus disruptiver Zeiten, geprägt von diversen internationalen Entwicklungen und Umwälzungen, auch in ihrem Jubiläumsjahr im Aufwind befindet. Gemeinsam mit unseren beiden Vizepräsidentinnen Sabine Toplak und Angela Lille, unserem gesamten Verbandsteam und unseren treuen Mitgliedern, ist es uns gelungen, die globale Pandemie und damit auch eine der wohl schwierigsten Phasen für das gesamte Geschäftsreise-Umfeld aller Zeiten stabil und sicher zu durchschreiten“. Im Jahr 1989 gründeten 16 renommierte heimische Firmen die Austrian Business Travel Association als starke und innovative Interessensvertretung der Geschäftsreisebranche und legten damit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der ABTA. Seit jeher stand und steht für den Verband die bestmögliche nationale Kooperation mit namhaften Unternehmen und den unterschiedlichsten Branchenplayern im Fokus. Zur optimalen Ausbildung junger Menschen wurde darüber hinaus 2007 in Kooperation mit dem TTC auch die Ausbildung zum zertifizierten Travel Manager ins Leben gerufen. Die intensive Zusammenarbeit mit dem VDR und der GBTA auf internationaler Ebene steht ebenso seit Jahren im Zentrum der Verbands-Bemühungen. Das gezielte Engagement auf dem europäischen Parkett führte die ABTA im Jahr 2022 auch

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Österreich nimmt an European Union Naval Force Aspides teil

Österreich wird sich mit zwei Offizieren an der maritimen EU-Mission im Roten Meer, „European Union Naval Force Aspides“, beteiligen. Die Experten werden im operativen Hauptquartier der Mission in Larissa, Griechenland, ihr Know-how in den Bereichen Logistik und Informations- und Kommunikationstechnologie einbringen. Die österreichische Beteiligung kann im Bedarfsfall auf bis zu fünf Personen angehoben werden. „Die derzeitigen Entwicklungen in und rund um Europa zeigen, dass die internationale Sicherheits- und Verteidigungspolitik Europas vor große Herausforderungen gestellt ist. Diese lassen sich nur gemeinschaftlich annehmen. Daher sehe ich den Beitrag Österreichs an der Schutzoperation ,Aspides‘ als besonders wichtig an, wenn es darum geht, im europäischen Verbund vitale Interessen Europas – und damit Österreichs – zu vertreten und dabei die Sicherheit von bedeutenden Handelswegen nach Europa aktiv zu schützen. Das Bundesheer kann auch in dieser internationalen Schutzmission seine jahrzehntelange Erfahrung in der Krisenbewältigung einbringen. Ich wünsche unseren Missionsoffizieren viel Soldatenglück und danke ihnen für ihren Beitrag zu Europas Sicherheit“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

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Jänner 2024: 404.500 Nächtigungen in Niederösterreich

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, freuen sich mit 404.500 Nächtigungen im Jänner 2024 über einen guten Jahresbeginn. „Der Aufwärtstrend in Niederösterreichs Tourismus hält weiter an. Von den 404.500 Nächtigungen im Jänner entfielen 275.900 Nächtigungen auf Gäste aus dem Inland und 128.600 Nächtigungen auf Gäste aus dem Ausland. Das ergibt insgesamt ein Plus von 0,5% im Vergleich zum Jänner des Vorjahres. Durch die immer milderen Wintermonate verschieben sich auch die touristischen Saisonen. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen startet bereits die Wandersaison, zum Beispiel ab Mitte März anlässlich der Dirndlblüte im Pielachtal oder ab Ende März bei der Marillenblüte in die Wachau. Ein Spaziergang oder eine Wanderung zählt zu den schönsten Gelegenheiten, die herrliche Blütenpracht in vollen Zügen zu erleben“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, ergänzt: „Niederösterreichs breites Winterangebot auf und abseits der Pisten ist bei unseren Gästen sehr gefragt. Dabei zählt nicht nur der klassische Skitourismus als Frequenzbringer, sondern auch beispielsweise das Langlaufen, Skitouren gehen, Winterwandern oder einfach Entspannen in Niederösterreichs Wellness- und Thermenhotels. Unsere Entdeckertouren durch Niederösterreich halten das ganze Jahr über die besten Geschichten und Geheimtipps parat.“

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ÖAMTC-Flugrettung mit vielen Wintersport-Einsätzen

Wie nicht anders erwartet, waren die Crews der ÖAMTC-Flugrettung während der drei Wochen der Semesterferien stark gefordert. Das vielerorts perfekte Wetter lockte zahlreiche Wintersportbegeisterte auf die Pisten. So mussten die 17 Helikopter zwischen 3. und 25. Februar insgesamt 1.453-mal abheben, um Menschen in Not rasche Hilfe zu bringen. Zählt man auch die vier Winterstandorte der ÖAMTC-Flugrettung – Alpin 1 (Patergassen), Alpin 2 (Sölden), Alpin 5 (Hintertux) und Alpin Heli 6 (Zell am See) – hinzu, waren es sogar 1.752 Einsätze. „Die hohe Einsatzzahl während der Semesterferien zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist, um in Notfällen schnell und effizient helfen zu können. Wir sind stolz darauf, dass unsere Crews auch in herausfordernden Situationen professionelle Hilfe leisten“, betont Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. „Aber wie zu jeder anderen Jahreszeit auch, sind internistische, neurologische oder andere Notfälle die häufigsten Alarmierungsgründe.“ Natürlich standen in den vergangenen drei Wochen dennoch 592 Einsätze auf Österreichs Skipisten am Programm. In Summe galt es 540 Skifahrer, 15 Snowboarder, 25 Skitourengeher und 12 weitere Wintersportler nach der Erstversorgung an den oft schwer zugänglichen Unfallorten durch die Notarzthubschrauber des ÖAMTC in die Krankenhäuser zu fliegen. Einsatzstärkste Region war einmal mehr Tirol, wo die gelben Hubschrauber in 430 Fällen schnelle Hilfe brachten. Am häufigsten startete Christophorus 4 in Reith bei Kitzbühel (97 Einsätze). An zweiter Stelle der Einsatzstatistik rangiert Alpin 2 aus Sölden mit 90 Einsätzen, gefolgt von Christophorus 5 in Zams (85 Einsätze). Einsatzstärkster Tag war Samstag, der 3.Februar sowie Freitag, der 16. Februar mit jeweils 98 geflogenen Einsätzen, gefolgt

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Österreich präsentiert sich auf der ITB 2024

Die Internationale Tourismus-Börse ITB, eine der weltweit größten Tourismusmessen, wird von 5. bis 7. März in Berlin stattfinden. Zum zweiten Mal ist Austrian Leading Sights, als Vertreter der führenden Sehenswürdigkeiten Österreichs, auf der Messe präsent. Der Erfolg des ersten Messeauftrittes des Vereins äußert sich deutlich im großen Andrang der Aussteller für die ITB 2024: gleich 24 Sehenswürdigkeiten werden Österreich auf der internationalen Tourismusmesse vertreten – die doppelte Anzahl im Vergleich zu 2023. „Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir bereits bei unserem zweiten Messerauftritt eine so starke Präsenz auf der ITB haben werden!“, kommentiert der Geschäftsführer des Vereins, Patrick Quatember, die zahlreichen Anmeldungen. „Unsere Mitglieder und Partner repräsentieren das kulturelle Erbe, die Naturwunder und die innovativen kulturellen Angebote Österreichs. Wir sind begeistert, diese Schätze mit einem internationalen Publikum teilen zu können.“ „Die österreichischen Kulturstätten sind Publikumsmagnet für Gäste aus aller Welt: Unsere international bekannten Top-Sights sind Aushängeschilder für die kulturelle Vielfalt und veranschaulichen die Einzigartigkeit Österreichs. Auch für Buchungsentscheidungen wird das Kulturangebot immer bedeutender. Umso wichtiger ist die starke Präsenz der Austrian Leading Sights auf dem Österreich-Stand“, so Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler. Besonders freut sich der Verein über die Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung, der nationalen Tourismusorganisation. 2024 ist Austrian Leading Sights in einem Bereich innerhalb des 750qm großen Messestandes der Österreich Werbung vertreten. Die Geschäftsführerin der Österreich Werbung, Astrid Steharnig Staudinger, äußert sich über die Kooperation positiv: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Austrian Leading Sights und ihr großes Engagement für die Förderung des österreichischen Tourismus. Die Vielfalt unserer

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Raserei in Österreich: Autos können beschlagnahmt werden

Mit der 34. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) kann ab 1. März 2024 bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 80 km/h im Ortsgebiet und 90 km/h außerorts das Auto beschlagnahmt und in weiterer Folge auch versteigert werden. Hat der Fahrer eine einschlägige Vorstrafe, beispielsweise durch die Teilnahme an illegalen Autorennen, sind Beschlagnahme und Verfall schon bei einer Überschreitung von mehr als 60 km/h innerorts und 70 km/h außerorts möglich. Gehört das Auto nicht dem Raser, haben Exekutivorgane zukünftig die Möglichkeit, Fahrzeuge an Ort und Stelle für maximal 14 Tage vorläufig zu beschlagnahmen. Diese können aber nicht für verfallen erklärt und versteigert werden. Das gilt auch für Leasing- oder Mietautos. In solchen Fällen wird im Führerschein bzw. im Führerscheinregister ein lebenslanges Lenkverbot für das Fahrzeug, mit dem die drastische Übertretung begangen wurde, eingetragen werden. Der ÖAMTC bezweifelt die Wirksamkeit der Maßnahme und hat auch rechtliche Bedenken: „Es gibt einerseits keine Studien, die besagen, dass härtere Strafen mehr abschrecken als niedrigere. Zudem sollten derart drastische Eingriffe in das Eigentum von Strafgerichten entschieden werden und nicht von Verwaltungsbehörden“, erklärt ÖAMTC-Jurist Matthias Wolf. Zahlreiche Stellungnahmen von renommierten Rechtsprofessor konstatieren dem Gesetz laut Wolf zudem grobe Mängel und sogar Verfassungswidrigkeit. „Für die Verkehrssicherheit wäre es schade, wenn das Gesetz schon beim ersten relevanten Anwendungsfall durch Anrufung der Höchstgerichte oder des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte wieder gekippt wird“, so der ÖAMTC-Experte. Der Mobilitätsclub plädiert stattdessen für zielgerichtete Kontrollen, um die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, zu erhöhen.

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