
Portugals TAP vor dem Teilverkauf: Verborgene Schulden und der Wert der begehrten Flugslots
Die portugiesische Nationalfluggesellschaft TAP Air Portugal steht vor einem entscheidenden Kapitel ihrer Geschichte: ihrer Privatisierung. Die Regierung plant, einen Anteil von 49 Prozent der Airline zu veräußern, ein Schritt, der von Experten als unzureichend kritisiert wird. Im Zentrum der Diskussion stehen nicht nur die politischen Motive für diese Teilprivatisierung, sondern vor allem die komplexen Manöver rund um die Entschuldung der Airline. Insbesondere die Auslagerung von „toxischen Vermögenswerten“ in die umbenannte Gesellschaft Siavilo SGPS wirft Fragen auf und lenkt den Blick auf die wahren Werte der TAP, allen voran die begehrten Start- und Landerechte am überlasteten Lissaboner Flughafen. Während die Regierung Transparenz verspricht, mahnen Kritiker die fehlende Einsetzung eines Überwachungsausschusses an, was die Debatte um den Verkauf weiter anheizt. Die Notwendigkeit der Privatisierung: Ein politisch heikles Unterfangen Die Privatisierung der TAP Air Portugal ist keine freiwillige Entscheidung der portugiesischen Regierung, sondern das Ergebnis jahrelanger finanzieller Schieflagen und der damit verbundenen massiven Staatshilfen. Diese Hilfen, die von der Europäischen Kommission genehmigt wurden, sind an strenge Auflagen geknüpft, darunter eben auch die Veräußerung der Staatsanteile. Ursprünglich wurde eine vollständige Privatisierung angestrebt, doch unter dem Druck verschiedener politischer Kräfte hat sich die Regierung nun dazu entschieden, lediglich 49 Prozent der Airline auf den Markt zu bringen. Dies würde bedeuten, daß der Staat weiterhin die Mehrheit und damit die Kontrolle über die TAP behält – eine Position, die von vielen Seiten, insbesondere aus der Wirtschaft und von Luftfahrtexperten, als Kompromiß kritisiert wird, der die volle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Fluggesellschaft behindern könnte. Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz








