Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Gerichtlicher Erfolg für Cityline-Personalräte: Arbeitsgericht München erzwingt Verhandlungen über Sozialplan

Die geplante weitreichende Umstrukturierung des Zubringergeschäfts im Lufthansa-Konzern, die das Ende der Lufthansa Cityline zur Folge hat, erreicht eine neue Eskalationsstufe. Die Personalvertreter der Cityline-Mitarbeiter haben vor dem Arbeitsgericht München einen bedeutenden juristischen Erfolg errungen. In einer erstinstanzlichen Entscheidung ordnete das Gericht die Errichtung einer Einigungsstelle an, um einen Sozialplan für die betroffenen Beschäftigten der Cityline zu verhandeln. Diese Entscheidung kommt einer erzwungenen Verhandlungsaufnahme gleich, da die Gewerkschaften und Personalvertreter dem Management der Lufthansa Cityline zuvor eine bewusste Hinhaltetaktik und die Verweigerung von Verhandlungen vorgeworfen hatten. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hatte kritisiert, dass das Unternehmen die Verhandlungen hinauszögere, indem es keine formale Entscheidung zur Betriebsschließung von Cityline verkündet hatte, obwohl das Aus der Regionalairline de facto beschlossene Sache sei. Mit der gerichtlichen Entscheidung wird der Ersatz der Cityline durch die neue Konzerntochter City Airlines nun auch arbeitsrechtlich auf eine neue Ebene gehoben. Das strategische Aus der Lufthansa Cityline Der Lufthansa-Konzern verfolgt seit Längerem eine umfassende Neuausrichtung seines regionalen Flugbetriebs. Kern dieser Strategie ist die schrittweise Auflösung der Lufthansa Cityline, die seit Jahrzehnten die wichtigen Drehkreuze in Frankfurt und München mit Zubringerflügen versorgt hat. Konzernchef Carsten Spohr hatte bereits den zeitlichen Rahmen für das Ende der Cityline skizziert, indem er davon sprach, dass die Fluggesellschaft im Jahr 2027 „keine Flugzeuge“ mehr betreiben werde. Die CRJ-900-Flotte, die das Rückgrat der Cityline bildet und zuletzt noch 23 Flugzeuge umfasste, soll den Betrieb und das Air Operator Certificate (AOC) der Cityline bereits Ende 2026 verlassen. Dieser Zeitplan, der in Gewerkschaftskreisen kursiert, liegt deutlich früher als

weiterlesen »

Vegane Genussmesse: „Vegan Planet“ kehrt ins MAK Wien zurück

Die Fach- und Publikumsmesse „Vegan Planet“ öffnet am 15. und 16. November 2025 zum elften Mal ihre Tore im Museum für angewandte Kunst (MAK) im ersten Wiener Bezirk. Die Veranstaltung, die sich als Treffpunkt für pflanzenbasierte Ernährung und Lifestyle etabliert hat, bietet Besuchern ein umfangreiches Angebot an Kulinarik, Produkten und Informationen. Der Fokus der Messe liegt auf der kulinarischen Vielfalt der veganen Küche. Das Angebot reicht von traditionellen Speisen wie Tiroler Knödeln bis hin zu internationalen Spezialitäten, darunter äthiopische Gerichte und slowakische Dumplings, präsentiert von Ausstellern wie Juust. Darüber hinaus sind verschiedene vegane Süßspeisen, Pralinen (etwa von LELI und Dulceria) und Kaffeespezialitäten wie Matcha- und Chai-Latte von Kissa Matcha erhältlich. Auch klassische Lebensmittelhersteller wie QimiQ stellen vegane Alternativen ihrer Produkte vor. Ergänzt wird das Angebot durch eine breite Palette an pflanzlichen Produkten, von veganem Käse (Petite Veganne) über Naturkosmetik (Cocoeco) bis hin zu Sandalen aus recyceltem Material. Das Rahmenprogramm umfasst eine Reihe von Fachvorträgen und unterhaltsamen Elementen. So wird der Allgemeinmediziner Markus Kolm über neueste ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse referieren. Der Marathonprofi Andreas Vojta gibt Einblicke in die rein pflanzliche Ernährung im Spitzensport. Abgerundet wird das Programm durch humoristische Denkanstöße der Kabarettistin Sonja Pikart und diverse Kochshows, bei denen Profis wie die Patisserie Chez Fritz raffinierte vegane Gerichte kreieren. Zusätzlich werden kostenlose Yoga-Klassen und Workshops für die gesamte Familie angeboten. Die „Vegan Planet“ ist an beiden Tagen von 10:00 Uhr bis zum frühen Abend geöffnet. Die Tickets für die Messe für pflanzenbasierten Lebensstil sind im Vorverkauf günstiger als an der Tageskasse des

weiterlesen »

Wahrzeichen kehrt zurück: Leuchtschrift „Berlin – Tempelhof“ wieder auf dem Dach

Nach einjähriger Abwesenheit kehrt der ikonische Leuchtschriftzug „Berlin – Tempelhof“ auf das Dach des ehemaligen Berliner Stadtflughafens zurück. Die großen, blauen Buchstaben wurden im Zuge der umfassenden Dachsanierung, die im Oktober des vergangenen Jahres begann, demontiert und in einer Werkstatt restauriert. Die denkmalgerechte Aufarbeitung des Schriftzugs erfolgte in Hoppegarten und umfasste das Ersetzen durchgerosteter Blechteile sowie die Erneuerung des verwitterten Anstrichs. Die Sanierungskosten für den 42 Meter langen und zwei Meter hohen Schriftzug mit seinen 213 Neonröhren beliefen sich auf 210.000 Euro. Die Leuchtschrift, die vermutlich seit 1973 das Dach des Flughafengebäudes ziert, wird nun wieder montiert und elektrisch angeschlossen. Die Wiederanbringung der Buchstaben ist ein sichtbarer Fortschritt im Rahmen der weitreichenden Gebäudesanierung. Die Tempelhof Projekt GmbH ist für die Maßnahmen verantwortlich und gab bekannt, dass die gesamte Dachsanierung voraussichtlich bis Ende 2026 oder 2027 andauern wird. Die geschätzten Kosten für die Arbeiten am Dach und der Betondeckensanierung der Vorfeldüberdachung belaufen sich auf rund 32 bis 34 Millionen Euro. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, um die Tragfähigkeit und Betriebssicherheit des historischen, denkmalgeschützten Gebäudes langfristig zu gewährleisten und die Flächen für zukünftige Nutzungen vorzubereiten. Der Flughafen Tempelhof, dessen Gesamtkomplex zwischen 1935 und 1941 errichtet wurde, ist ein bedeutendes Baudenkmal. Die laufenden Sanierungen sind Teil eines langfristigen Gesamtprojekts zur Bewahrung und Entwicklung des ehemaligen Flughafens, der als wichtiges Stück Berliner Geschichte gilt.

weiterlesen »

KLM beginnt A350-Pilotenschulung trotz verzögerter Auslieferung

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat mit der Schulung ihrer ersten Piloten für den Airbus A350 begonnen. Dieser Schritt erfolgt, obwohl die erwartete Erstauslieferung des Langstreckenmodells A350-900 durch den Hersteller Airbus auf Ende 2026 verschoben wurde. Die Schulungen finden im hauseigenen Trainingszentrum am Drehkreuz Amsterdam-Schiphol statt, wo die Airline einen eigenen CAE-Simulator für das A350-Cockpit in Betrieb genommen hat. Die Einführung des A350 ist Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung der Air France-KLM Gruppe auf der Interkontinentalstrecke. Die neuen A350-900 sind vorgesehen, um die in die Jahre gekommenen Teilflotten der Airbus A330-200 und der Boeing 777-200 ab 2026 abzulösen. Die Gesamtbestellung der Gruppe umfasst bis zu 90 Flugzeuge, wovon 40 Optionen sind. Vor dem Hintergrund des Flottenwechsels hat Air France-KLM im August eine Anpassung ihrer Bestellung vorgenommen. Die Order wurde von ursprünglich 39 A350-900 und elf der größeren A350-1000 umstrukturiert. Sie umfasst nun 47 A350-900 und nur noch drei A350-1000. Diese Verschiebung hin zur kleineren Variante soll dem aktuellen Bedarf der Airline-Gruppe an Flugzeugen mit geringerer Kapazität, aber großer Reichweite, entgegenkommen. Des Weiteren wird Air France-KLM zu einem der Erstbetreiber des neuen Frachtflugzeugs Airbus A350F. Die Gruppe erwartet insgesamt sechs dieser Vollfrachter, von denen je drei an die Drehkreuze Paris-CDG und Amsterdam-Schiphol geliefert werden sollen. Die Ankunft der ersten A350F am Standort Amsterdam wird für das Jahr 2027 erwartet. Mit der A350-Familie setzt die Allianz auf eine Standardisierung in ihrer Langstreckenflotte und bereitet ihre Besatzungen trotz der Lieferverzögerungen frühzeitig auf den neuen Flugzeugtyp vor.

weiterlesen »

Todesfall an Bord: LOT-Flug muss in Kopenhagen notlanden

Der Flug LO26 der LOT Polish Airlines von Warschau nach New York (JFK) musste am Samstag aufgrund eines medizinischen Notfalls an Bord in Kopenhagen notlanden. Die Besatzung des Flugzeugs vom Typ Boeing 787-8 Dreamliner (Kennzeichen SP-LRB) leitete die unplanmäßige Landung ein, nachdem ein Passagier etwa zwei Stunden nach dem Start verstarb. LOT bestätigte die unplanmäßige Unterbrechung des Langstreckenfluges, nannte jedoch unter Berufung auf die Privatsphäre keine Details zur Identität oder zur genauen Todesursache des Reisenden. Nach der Landung auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup wurde das Flugzeug von medizinischen Einsatzkräften in Empfang genommen, wie polnische Medien berichteten. Der Flug wurde in der Folge gestrichen. Die betroffenen Passagiere wurden auf spätere Verbindungen nach New York umgebucht. Die Entscheidung für eine Landung in Kopenhagen, obwohl der Flughafen Oslo geografisch näher lag, führte bei Flugbeobachtern zu Rückfragen. Fachleute der Luftfahrt begründeten die Wahl des Ausweichflughafens mit der hohen Treibstoffladung der Dreamliner zu Beginn des Transatlantikflugs. Aufgrund des hohen Gewichts war eine sichere Landung auf einem kleineren Flughafen nicht möglich. Kopenhagen verfügt demnach über die erforderliche Infrastruktur, um große Langstreckenflugzeuge auch bei überhöhtem Gewicht sicher abzufertigen. Solche unvorhergesehenen medizinischen Ereignisse erfordern oft eine sorgfältige Abwägung zwischen der kürzesten Distanz und der bestmöglichen Landeeinrichtung. Die Notlandung in Kopenhagen, einem Hauptdrehkreuz mit Kapazitäten für schwere Langstreckenjets, war somit eine notwendige Maßnahme zur Gewährleistung der Flugsicherheit und der bestmöglichen medizinischen Versorgung unter den gegebenen Umständen, ungeachtet des tragischen Ausgangs für den Passagier.

weiterlesen »

Zürich: Anhaltendes Passagierwachstum im September – Frachtvolumen geht zurück

Der Flughafen Zürich verzeichnete im September 2025 ein anhaltendes Wachstum im Passagierverkehr. Insgesamt flogen in diesem Monat 3.047.028 Reisende über den größten Flughafen der Schweiz, was einem Zuwachs von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Diese Entwicklung setzt den Aufwärtstrend des Jahres 2025 fort, in dem die Passagierzahlen in jedem Monat über dem Vorjahresniveau lagen. Das Wachstum im Passagiersegment wurde primär von den Lokalpassagieren getragen, deren Zahl überproportional zunahm. Die Reisenden, die ihre Reise in Zürich begannen oder beendeten, stellten mit 2.201.675 Personen die größte Gruppe dar. Der Anteil der Umsteigepassagiere am Gesamtverkehr lag bei 27,6 Prozent (840.224 Passagiere). Trotz des gesteigerten Aufkommens sank die Sitzplatzauslastung im Berichtsmonat leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 83,1 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Fluggäste pro Flug stieg indes moderat um 0,7 Prozent auf 142,4. Parallel zur erhöhten Passagierfrequenz stieg auch die Zahl der Flugbewegungen leicht an. Mit 24.401 Starts und Landungen wurde ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum September des Vorjahres registriert. Diese Steigerung der Flugbewegungen auf Monats- und Jahressicht ist ein weiterer Indikator für die Erholung und Expansion des Flugverkehrs am Standort Zürich, die laut aktuellen Analysen auf einen neuen Jahresrekord zusteuert. Im Gegensatz zum Passagierverkehr verzeichnete das Frachtgeschäft einen Rückgang. Im September wurden am Flughafen Zürich 34.764 Tonnen Fracht abgewickelt, was einer Abnahme von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Dieser Wert spiegelt eine leichte Konsolidierung im globalen Logistikmarkt wider und stellt eine gedämpftere Entwicklung im Vergleich zu den ansonsten positiven Aviation-Kennzahlen des Flughafens dar.

weiterlesen »

Aufnahme in den globalen Luftfahrtverband: SkyUp Airlines erreicht IATA-Mitgliedschaft

Die ukrainische Fluggesellschaft SkyUp Airlines hat einen signifikanten Entwicklungsschritt vollzogen: Das Unternehmen ist offiziell in die International Air Transport Association (IATA) aufgenommen worden. Dieser globale Branchenverband vertritt annähernd 350 Fluggesellschaften und deckt damit einen Großteil des weltweiten Luftverkehrs ab. Die Mitgliedschaft gilt in der Branche als wichtige Bestätigung für die Einhaltung internationaler operationeller und sicherheitstechnischer Standards und eröffnet der Fluggesellschaft neue Perspektiven im globalen Markt. Die Aufnahme in die IATA ist somit nicht nur eine formelle Anerkennung, sondern ein wichtiger strategischer Meilenstein, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstumspotenzial von SkyUp Airlines maßgeblich beeinflussen dürfte. Sie markiert den erfolgreichen Abschluss eines Prozesses, der mit der IOSA-Registrierung (IATA Operational Safety Audit) im Jahr 2023 begonnen wurde. Die Bedeutung der IATA-Zugehörigkeit Die IATA ist die zentrale Handelsorganisation der weltweiten Luftverkehrsindustrie. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Vertretung, Führung und Betreuung der Mitgliedsfluggesellschaften. Eine IATA-Mitgliedschaft ist dabei an strikte Voraussetzungen geknüpft, zu denen zwingend die erfolgreiche Absolvierung und regelmäßige Erneuerung des IOSA-Audits gehört. Dieses Audit ist ein global anerkannter Standard zur Bewertung der operativen Sicherheit einer Fluggesellschaft. Die erfolgreiche Registrierung im Jahr 2023 durch SkyUp Airlines war somit die notwendige Grundlage für den jetzigen Beitritt zur Organisation. Die Zugehörigkeit zur IATA bringt für Fluggesellschaften weitreichende Vorteile mit sich. Sie ermöglicht SkyUp Airlines den Zugang zu weltweit führenden Märkten und die Anwendung von vereinheitlichten Branchenstandards. Dies ist essenziell für die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Fluggesellschaften, beispielsweise im Bereich des Interlinings oder Codesharings. Durch die Standardisierung können Prozesse im internationalen Luftverkehr effizienter gestaltet werden. Darüber hinaus

weiterlesen »

Eva Air unter Druck: Tod einer Flugbegleiterin führt zu weitreichenden Ermittlungen

Die taiwanische Fluggesellschaft Eva Air, ein international anerkannter Carrier, sieht sich mit einer schwerwiegenden Kontroverse konfrontiert, nachdem eine Flugbegleiterin wenige Tage nach der Beendigung eines 13-stündigen Nonstop-Fluges von Mailand nach Taipeh verstarb. Die Mitarbeiterin, eine 34-jährige Frau namens Sun, hatte Berichten zufolge während des Fluges schwere gesundheitliche Probleme gemeldet, wurde jedoch von einer Vorgesetzten angeblich zur Weiterarbeit gedrängt und ihr sei nach der Landung jegliche medizinische Bodenunterstützung verweigert worden. Der tragische Tod hat weitreichende Ermittlungen von staatlichen Arbeitsinspektoren und der Flugbegleitergewerkschaft ausgelöst, die sich auf mögliche fahrlässige Führung und einen potenziellen Druck zur Arbeitsaufnahme trotz Krankheit konzentrieren. Die Fluggesellschaft hat sich „tief betroffen“ gezeigt, interne Untersuchungen eingeleitet und volle Kooperation mit den Behörden zugesichert. Der Vorfall auf dem Flug BR 95 im September 2025 wirft ein kritisches Licht auf die Arbeitsbedingungen und die Notfallprotokolle im Kabinenmanagement der Airline. Chronologie der Ereignisse und Vorwürfe der Pflichtverletzung Nach den vorliegenden Informationen hatte die Flugbegleiterin Sun, die seit Dezember 2016 bei Eva Air beschäftigt war, bereits während des Rückflugs von Mailand (Flug BR 95) nach Taipeh am 24. und 25. September über Unwohlsein geklagt. Trotz der offenkundigen Verschlechterung ihres Zustands und der langen Flugdauer von 13 Stunden soll die verantwortliche Kabinenchefin angeblich darauf bestanden haben, dass die Mitarbeiterin ihren Dienst fortsetze. Kritisiert wird insbesondere die angebliche Weigerung, während des Fluges den bodengestützten medizinischen Beratungsdienst Medlink zu kontaktieren, der bei gesundheitlichen Notfällen an Bord professionelle Hilfe bietet. Die Situation spitzte sich nach der Landung am Taoyuan International Airport (TPE) in Taipeh zu. Laut Aussagen

weiterlesen »

Bundeswehr übernimmt ersten Pilatus PC-12 für Testpiloten-Ausbildung und Transport

Die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61) hat einen Pilatus PC-12 übernommen. Die Maschine, ein einmotoriges Turboprop-Flugzeug des Schweizer Herstellers, wird künftig am Fliegerhorst Ingolstadt/Manching stationiert sein. Dort soll sie primär zur Aus- und Weiterbildung von Testpiloten sowie für logistische Transportaufgaben eingesetzt werden. Der PC-12 ist das erste und bisher einzige Flugzeug dieses Typs im Bestand der Bundeswehr. Die Wehrtechnische Dienststelle 61, deren Aufgaben unter anderem in der Erprobung und Bewertung von Luftfahrtgerät für die deutschen Streitkräfte liegen, erhält mit der Maschine ein Flugzeug, das als kostengünstig im Betrieb und flexibel in der Anwendung gilt. Die Übergabe, die in einer speziellen Lackierung mit dem WTD-Logo erfolgte, markiert den Beginn einer neuen Partnerschaft zwischen Pilatus und der Bundeswehr. Die Verantwortlichen der WTD 61 betonen die Bedeutung des Neuzugangs für die Stärkung der Einsatzbereitschaft und die effiziente Durchführung von Training und Transport. Der PC-12 ist in der zivilen und militärischen Luftfahrt aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Robustheit etabliert. Er soll die Standardisierungstrainings der Bundeswehr-Testpiloten unterstützen und gleichzeitig den Bedarf an Transportkapazitäten für Personal und Material decken. Pilatus unterstrich die Eignung des Flugzeugs für die anspruchsvollen Aufgaben der WTD 61. Die Auslegung der Kooperation beinhaltet dabei eine langfristige technische und logistische Unterstützung des deutschen Operators in den kommenden Jahren. Die Beschaffung des einzelnen Flugzeugs, das Berichten zufolge die Variante PC-12 NGX ist, lag unter dem Schwellenwert von 25 Millionen Euro, der eine Zustimmung des Deutschen Bundestages erforderlich gemacht hätte.

weiterlesen »

Etihad Airways erhöht Genf-Frequenz: Schmalrumpf-Langstreckenjet A321LR kommt zum Einsatz

Etihad Airways baut ihre Präsenz in der Schweiz weiter aus. Die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi plant, die Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz und Genf ab dem 3. Februar 2026 deutlich zu verstärken. Berichten des Portals AeroRoutes zufolge soll die Frequenz von derzeit sieben auf zehn wöchentliche Flüge erhöht werden. Parallel zur Frequenzerhöhung wird auf der Strecke neben der Boeing 787-9 Dreamliner erstmals auch der neue Airbus A321LR der Airline eingesetzt. Der Kapazitätsausbau ermöglicht es der Fluggesellschaft, den wichtigen Schweizer Markt besser zu bedienen. Die neue abendliche Rotation mit der Flugnummer EY147/148, die dreimal pro Woche geflogen wird, kommt voraussichtlich dem Geschäftsreiseverkehr und Umsteigern entgegen, die späte Verbindungen von Genf nach Abu Dhabi und zu weiteren Zielen in Asien und Australien suchen. Die tägliche Tagesrandverbindung mit der Boeing 787-9 wird beibehalten, wodurch das Streckenangebot flexibler gestaltet wird. Die Einführung des Airbus A321LR auf der Langstrecke Genf ist Teil der konsequenten Flottenstrategie von Etihad, Schmalrumpfflugzeuge mit großer Reichweite für Routen mittlerer bis langer Distanz zu nutzen, die keine Kapazität eines Großraumflugzeugs benötigen. Der A321LR gilt als Schlüsselkomponente für das geplante Netzwerk-Wachstum der Golf-Airline in den Jahren 2025 und 2026. Etihad hat insgesamt 30 (bzw. nach jüngsten Angaben 35) Maschinen dieses Typs bestellt und stattet diese mit einer besonders hochwertigen Kabine aus, die sogar zwei private First Suiten und 14 Liegesitze in der Business Class in einer 1-1-Konfiguration umfasst. Mit dem A321LR kann Etihad neue, sekundäre Destinationen in Europa und Asien effizient erschließen oder, wie im Fall von Genf, die Frequenzen auf bestehenden Routen

weiterlesen »