Air-India-Logo (Foto: Jan Gruber).
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Bombendrohung an Bord: Air-India-Flug kehrt nach Mumbai zurück

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Ein Air-India-Flug von Mumbai nach New York musste am Montagmorgen umkehren, nachdem an Bord eine Bombendrohung entdeckt wurde. Flug AI119, der mit einer Boeing 777-300ER unterwegs war, befand sich etwa vier Stunden in der Luft, als eine Notiz mit der Drohung in einer der Bordtoiletten gefunden wurde. Die Maschine kehrte daraufhin über dem Luftraum Aserbaidschans um und landete sicher am Flughafen Mumbai. Sicherheitsbehörden stuften die Bedrohung später als Fehlalarm ein.

Nach der Entdeckung der Drohung folgte die Besatzung dem internationalen Sicherheitsprotokoll. Der Pilot informierte die Flugüberwachung, die umgehend Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit von Passagieren und Crew einleitete. Der Flugkapitän entschied sich für eine Umkehr nach Mumbai, da der Flughafen über eine umfassende Notfallinfrastruktur verfügt.

Nach der sicheren Landung wurde die Maschine isoliert und von Sicherheitsteams durchsucht. Spezialisten untersuchten das Flugzeug gründlich, konnten jedoch keine verdächtigen Gegenstände finden.

Ein Sprecher von Air India äußerte sich nach dem Vorfall: „Ein mögliches Sicherheitsrisiko wurde während des Fluges AI119 von Mumbai nach New York (JFK) am 10. März 2025 entdeckt. Nach Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften kehrte der Flug nach Mumbai zurück, um die Sicherheit aller an Bord zu gewährleisten.“

Für die gestrandeten Passagiere stellte Air India Übernachtungsmöglichkeiten und Mahlzeiten bereit. Der Flug wurde für den nächsten Tag neu angesetzt.

Zunehmende Bedrohungslage für indische Airlines

Obwohl sich die Bombendrohung als unbegründet herausstellte, ist sie Teil eines besorgniserregenden Trends. In den letzten Monaten wurden vermehrt Bombendrohungen gegen indische Fluggesellschaften gemeldet. Laut einem Bericht von Reuters wurden im Jahr 2024 zwischen Januar und September durchschnittlich 20 Drohungen pro Monat registriert. Im Oktober stieg diese Zahl auf über 500.

Solche Vorfälle haben nicht nur direkte Auswirkungen auf den Flugbetrieb, sondern auch weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen. Verspätungen und Umleitungen führen zu erheblichen Kosten für Airlines und Flughäfen. Zudem steigt die Belastung für die Sicherheitsbehörden, die jede Bedrohung ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen ergreifen müssen.

Ablauf bei Bombendrohungen an Bord eines Flugzeuges

Bei einer Bedrohung während eines Fluges folgen Besatzung und Sicherheitsbehörden strikten Abläufen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die typischen Schritte umfassen:

  • Notfallmeldung durch die Piloten: Der Notfallcode 7700 wird über den Transponder gesendet, um andere Flugzeuge und die Bodenstation zu warnen.
  • Sicherung des Luftraums: Die Flugverkehrskontrolle priorisiert das betroffene Flugzeug und hält den Luftraum frei.
  • Vorbereitungen für eine Notlandung: Je nach Situation entscheidet der Pilot, an welchem Flughafen die Maschine sicher landen kann.
  • Evakuierung und Durchsuchung: Nach der Landung wird das Flugzeug isoliert, die Passagiere verlassen die Maschine, und Sicherheitskräfte durchsuchen das Flugzeug gründlich.

In einigen Fällen begleiten auch militärische Jets das betroffene Flugzeug, bis es sicher auf dem Boden steht.

Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr

Bombendrohungen haben weitreichende Folgen für den Luftverkehr. Neben dem betroffenen Flug sind oft auch andere Maschinen betroffen, da Flughäfen Landungen priorisieren und Verspätungen entstehen. Flughäfen wie Chhatrapati Shivaji Maharaj International Airport in Mumbai gehören zu den meistfrequentierten Luftverkehrsknotenpunkten Südasiens. Sicherheitsbedrohungen können dort massive Störungen verursachen.

Noch ist unklar, ob sich unter den betroffenen Passagieren Personen befanden, die eine Weiterreise von New York aus geplant hatten. Air India versicherte, daß alle betroffenen Fluggäste betreut würden.

Die jüngsten Vorfälle verdeutlichen, wie wichtig Sicherheitsprotokolle in der zivilen Luftfahrt sind. Während sich viele Drohungen als unbegründet herausstellen, müssen Behörden und Airlines dennoch jede Situation ernst nehmen.

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