Die Fluggesellschaft Braathens hat eine strategische Umstellung ihrer Flotte angekündigt. Bis 2027 sollen die Airbus-Flugzeuge ausgemustert werden. Das Unternehmen will sich zukünftig ausschließlich auf den Betrieb des Turboprop-Flugzeugs ATR72-600 konzentrieren und als ACMI-Anbieter auftreten.
Die Entscheidung wurde getroffen, da der langfristige Produktionsvertrag für die Airbus-Flotte im Dezember 2026 ausläuft. Laut Unternehmensangaben seien die Airbus-Jets nicht mehr optimal für die Anforderungen von Reiseveranstaltern und klassischen Fluggesellschaften konfiguriert. Gleichzeitig tendiere die Nachfrage im ACMI-Sektor, in dem Flugzeuge inklusive Personal und Wartung vermietet werden, zu flexiblen Turboprop-Lösungen.
Die ATR72-600-Maschinen gelten als effizient und sind besonders für saisonale Routen, regionale Strecken und die Erschließung neuer Märkte geeignet. Durch die Konzentration auf einen einheitlichen Flugzeugtyp erhofft sich die Airline, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken und die Rentabilität zu erhöhen.
Das Management von Braathens kündigte an, mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten, um den Airbus-Crews Übergangsmöglichkeiten auf die ATR-Flotte zu ermöglichen.