ATR72-600 (Foto: Air Serbia).
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Camping-Gaskartuschen sorgen für Ärger am Flughafen Podgorica

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Am vergangenen Freitag ist es auf dem Flughafen Podgorica zu einer Sicherheitspanne gekommen, die Air Serbia regelrecht auf die Palme gebracht hat. Einem Passagier ist es gelungen zwei Camping-Gaskartuschen mit an Bord zu bringen. Diese gelten als gefährlicher Gegenstand und sind folgerichtig verboten. 

Immer wieder versuchen Passagiere durchaus kuriose Dinge im Handgepäck mitzunehmen. Zum Glück handelt es sich in so gut wie allen Fällen um bloße Unwissenheit, denn böse Absichten haben die Reisenden so gut wie nie. So kann es schon mal dazu kommen, dass (entladene) Waffen, Schirmstangen, Griller oder gar Kettensägen bei der Sicherheitskontrolle aussortiert werden müssen. Zu den aus Sicherheitsgründen verbotenen Gegenständen zählen auch Behälter mit brennbaren Gasen wie beispielsweise Propan-/Butangas, das zum Beispiel bei Campinggrillern verwendet wird. Medizinisch benötigter Sauerstoff darf übrigens nur nach vorheriger Anmeldung und Bestätigung durch die Fluggesellschaft mitgeführt werden. Zumeist muss vorab ein ärztliches Attest eingereicht werden. 

Am Flughafen Podgorica ist es am Freitag, den 21. Juli 2023 zu einer Panne gekommen. Ein weiblicher Fluggast, die eigenen Angaben nach Bergsteigerin ist, hatte einen kleinen Campingkocher samt zweier Gaskartuschen dabei. Bei der Sicherheitskontrolle, wo diese eigentlich aussortiert werden hätten müssen, wurden die Behälter gar nicht bemerkt. Auch Air Serbia selbst wäre darauf gar nicht aufmerksam geworden, wenn die Reisende sich nicht selbst an das Kabinenpersonal gewandt hätte und diese auf ihre beiden Campinggas-Kartuschen aufmerksam gemacht hätte. 

Die Flugbegleiter von JU173 hielten umgehend Rücksprache mit ihrem Kapitän. Dieser entschied, dass die Gasbehälter von Bord genommen werden müssen. Vorsorglich nahm die Exekutive von Montenegro den Vorfall auf. Der Passagierin drohen übrigens keine Konsequenzen, weil sie selbst die Crew auf die verbotenen Gegenstände aufmerksam gemacht hat, diese freiwillig abgegeben hat und in keiner Art und Weise Widerstand geleistet haben soll. Air Serbia hat freundlicherweise abgewartet bis die Polizei das Protokoll aufgenommen hatte, so dass die Frau – ohne ihre Gaskartuschen – mitfliegen konnte. 

Jener Sicherheitsbeamte, der bei der Siko die beiden verbotenen Behälter übersehen hatte, bekam kurz darauf Besuch von der Polizei. Er soll laut offizieller Mitteilung der Exekutive von Montenegro zugegeben haben, dass ihm ein Fehler unterlaufen ist. Er kassierte ein Organmandat in der Höhe von 150 Euro, das er angenommen und bereits an Ort und Stelle bezahlt haben soll. 

Unabhängig davon verfasste die Fluggesellschaft Air Serbia aufgrund des sicherheitsrelevanten Vorfalls einen Bericht an die Zivilluftfahrtbehörde von Montenegro und fordert darin diese auf sicherzustellen, dass derartige Fehler in Zukunft nicht mehr passieren. Eine eventuell gefährliche Situation konnte nur dadurch verhindert werden, weil die Reisende von sich aus die Besatzung informierte und sich absolut kooperativ und einsichtig gezeigt hat. 

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