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München meldet historischen Tiefpunkt

Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 verzeichnete der Franz-Josef-Strauß-Flughafen München die niedrigste Fluggastanzahl seit der Inbetriebnahme des Airports. Das Aufkommen ging gegenüber dem Rekordjahr 2019 um zwei Drittel zurück. Die Anzahl der Flugbewegungen sank um 57 Prozent. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat dem Münchner Flughafen nach Jahren eines anhaltenden Verkehrswachstums erstmals wieder einen Rückgang der Fluggastzahlen beschert: Das Passagieraufkommen ging im ersten Halbjahr 2020 um rund 15 Millionen auf knapp 7,8 Millionen zurück und lag damit um zwei Drittel unter dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der Flugbewegungen sank von über 200.000 Starts und Landungen auf rund 87.000 – ein Minus von 57 Prozent. Bei der geflogenen Luftfracht lag das Aufkommen bei 87.000 Tonnen und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert halbiert. Im zweiten Quartal 2020 kam der Passagierverkehr am Münchner Flughafen aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen fast zum Erliegen. Das Fluggastaufkommen reduzierte sich um 98 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Starts und Landungen ging in diesem Zeitraum um rund 92 Prozent zurück. Damit verbuchte der Airport das niedrigste Quartalsergebnis seit der Flughafeneröffnung im Jahre 1992. Die Rückgänge bei der Luftfracht fielen im zweiten Quartal mit einem Minus von 78 Prozent etwas geringer aus. Hier wirkten sich Sonderverkehre mit Frachtmaschinen aus, die medizinische Hilfsgüter nach München transportierten. Die gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln sich insbesondere in der Verkehrsstatistik der Monate April und Mai wider. Hier lagen die Fluggastzahlen lediglich bei rund einem Prozent der Vorjahreswerte. Seit Mitte Juni die Reisebeschränkungen innerhalb der EU wieder aufgehoben wurden, zeichnet sich ein langsamer

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Klagenfurt mit Sparprogramm wieder am Netz

Seit 3. Juli 2020 ist der Flughafen Klagenfurt wieder in eingeschränkter Form geöffnet. Derzeit werden lediglich zwei Eurowings-Rotationen nach Köln/Bonn pro Woche angeboten. Am Freitag folgt eine von Lauda durchgeführte Ryanair-Strecke nach Palma de Mallorca. Diese soll während der Sommersaison einmal pro Woche angeboten werden. Die Öffnungszeiten des Airports sind derzeit eingeschränkt. An den Flugtagen ist das Terminal in der Zeit von 10 Uhr 00 bis 16 Uhr 00 geöffnet. Die Shops und Verkaufsschalter bleiben nach Angaben des Klagenfurter Flughafens weiterhin geschlossen. Austrian Airlines beabsichtigt die Anbindung an das Drehkreuz Wien im September 2020 aufzunehmen.

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Ryanair kürzt UK-Löhne um zehn Prozent

In Irland und im Vereinigten Königreich einigte sich der Lowcoster mit den Gewerkschaften auf niedrigere Löhne. Der irische Billigflieger Ryanair und die britische Gewerkschaft Unite einigten sich auf eine Kürzung der Gehälter um bis zu zehn Prozent. Im Gegenzug will der Carrier auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Die Gewerkschaft erklärt in einer Aussendung, dass Ryanair einen “konstruktiven und weniger schädlichen Ansatz im Umgang mit den Problemen gewählt hat als viele der Mitbewerber”. In Irland einigten sich Ryanair und die Pilotengewerkschaft Balpa bereits auf eine ähnliche Lösung. Die Vereinbarung im Vereinigten Königreich hat eine Laufzeit von vier Jahren und betrifft sowohl Piloten als auch Flugbegleiter. Konzernweit dreht die Ryanair Group angesichts der Corona-Pandemie an der Lohnschraube, so auch in Deutschland bei Lauda und Malta Air sowie in Österreich bei Lauda und der Ryanair Basis Wien.

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Mit dem Privatjet an den Ballermann

Mallorca erlebt derzeit einen regelrechten Boom der Bedarfsluftfahrt, denn seit der Grenzöffnung sollen 30 Prozent der am Airport Palma gelandeten Maschinen Privatflugzeuge sein. Die überwiegende Mehrheit stammt dabei aus Deutschland, berichtet das Mallorca Magazin. Laut Berichterstattung ist der Betreiber Aena vom Andrang der Privatmaschinen überrascht. Innerhalb von nur zwei Wochen sollen 600 dieser Flugzeuge gestartet und gelandet sein. Unter der Woche liegt der Tagesdurchschnitt bei 36 privaten Flugbewegungen und am Wochenende gar bei 90. 70 Prozent der Bedarfsflüge sind in Deutschland gestartet. 15 Prozent in Spanien und im Vereinigten Königreich. Der Rest würde sich auf andere Nationen verteilen. Bei zahlungskräftiger Kundschaft entwickeln sich Flüge mit privaten Businessjets während der Pandemie zu einer gerne angenommen Alternative. Nahezu alle Operators verzeichnen eine stark gestiegene Nachfrage.

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Amsterdam: KLM-Schengen-Lounge wieder offen

Status- und Businessclass-Passagieren steht ab sofort am Flughafen Amsterdam auch wieder die Schengen-Lounge von KLM zur Verfügung. Jene für Non-Schengen-Reisende wurde auch während der Hochphase der Pandemie nie geschlossen. Nach Angaben der Airline war man die einzige große Airline, die zumindest eine offene Lounge angeboten hatte. Die Öffnungszeiten der exklusiven Wartezone im Schengen-Bereich des Flughafens Schiphol sind allerdings stark eingeschränkt. Seit 1. Juli 2020 ist diese nach den Richtlinien der niederländischen Gesundheitsbehörden jeweils von 6 Uhr 00 bis 12 Uhr 00 geöffnet.

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AUA stockt Angebot weiter auf

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines veröffentlichte am Donnerstag den restlichen Sommerflugplan bis Ende Oktober 2020. Das Angebot entspricht nach Angaben des Unternehmens rund 40 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität. Derzeit werden etwa 20 Prozent angeboten. Vorbehaltlich neuer behördlicher Einschränkungen sollen schrittweise weitere Destinationen aufgenommen werden. Ab August soll mit Shanghai wieder eine China-Strecke bedient werden. Dies setzt allerdings voraus, dass Österreich das Flugverbot bis dahin aufhebt. Vorerst ist nur eine wöchentliche Rotation geplant. Ab September kommen weitere Strecken zurück in den Flugplan, die anfangs bis zu einmal täglich bedient werden. Das betrifft Chişinău, Dnipro, Iaşi, Jerewan, Klagenfurt, Leipzig, Lemberg, Lyon, Nürnberg und Odessa. Hinsichtlich der Ukraine-Destinationen ist anzumerken, dass bis mindestens 15. Juli 2020 ein Landeverbot für in diesem Land gestartete Passagierflüge besteht. Neben Wiederaufnahmen erhöht Austrian Airlines ab September auf nahezu allen bestehenden Strecken die Kapazitäten. Das bedeutet mehr Flüge und größere Maschinen. So stehen ab September Amsterdam, Brüssel, Bukarest, Düsseldorf, Frankfurt, Kopenhagen und Paris mit bis zu drei täglichen Flügen am Programm. Athen wird statt einmal bis zu zweimal täglich angeflogen. Durch das stete Hochfahren des Betriebs steigt das Angebot im September auf über 30 Prozent. Bis Ende Oktober sind knapp 40 Prozent des Vorjahresprogramms und über 60 Destinationen wieder im Flugplan. „Mit der Veröffentlichung des gesamten restlichen Sommerflugplans bieten wir unseren Kunden mehr Planungssicherheit“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Die bisherige Nachfrage stimmt uns zuversichtlich, dass wir mit dem Hochfahren des Flugbetriebs auf dem richtigen Weg sind.“

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Airbus: Erneut keine Neubestellung

Der europäische Flugzeugbauer Airbus konnte im Juni 2020 keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Bereits im Mai 2020 musste der Hersteller aufgrund der Corona-Pandemie eine Nullrunde verzeichnen. Nach Angaben von Airbus hat man seit 1. Jänner 2020 netto 298 Orders für Verkehrsflugzeuge erhalten können. Im Juni 2020 wurden 36 Maschinen ausgeliefert, so dass seit Jahresanfang 196 Jets an Kunden übergeben wurde. Weiters wurde ein Storno für einen Airbus A330-900 in den Büchern vermerkt.

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Level wird auch in Paris-Orly geschlossen

Der Österreich-Ableger musste bereits Konkurs anmelden. Nun geht es auch der französischen Schwester OpenSkies, die ebenfalls das Level-Brand nutzt, an den Kragen. Nach Wien und Amsterdam wird es auch in Paris-Orly kein Comeback der IAG-Marke Level geben. Der Konzern wird die bislang von der französischen Tochter OpenSkies durchgeführten Langstreckenflüge aufgeben. Gerüchte dazu gab es schon länger, denn sowohl bei der österreichischen Level Europe als auch bei OpenSkies in Frankreich blieb der Absatz weit hinter den Erwartungen zurück. Die Tageszeitung El Pais schreibt, dass der Flugbetrieb von OpenSkies endgültig eingestellt wird und Gespräche über einen Sozialplan für die Beschäftigten aufgenommen wurden. Die IAG-Tochter, die ab Orly Langstreckenflüge unter dem Level-Brand anbietet, wird liquidiert. Die österreichische Konzernschwester Level Europe musste vor einigen Wochen Konkurs anmelden und soll nicht fortgeführt werden. Damit reduziert sich die Präsenz der Marke Level auf Barcelona, wobei die Durchführung der Flüge durch Iberia erfolgt.

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Korean Air verkauft Catering und Duty-Free

Die Fluggesellschaft Korean Air teilte am Dienstag mit, dass die Geschäftsbereiche Duty Free und Inflight Catering verkauft werden. Dazu wurde dem Private-Equity-Fonds “Hahn & Company” ein exklusives Verhandlungsrecht eingeräumt. Nach der Vorstandssitzung unterzeichnete Korean Air mit Hahn & Company ein Memorandum of Understanding (MOU), um die Verhandlungen fortzusetzen und später Einzelheiten zu weiteren Schritten wie der Due Diligence zu erörtern. Um die anhaltende Krise zu überwinden, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wurde, verkauft Korean Air derzeit zudem Areal in der Innenstadt von Seoul sowie ihre Anteile an der Wangsan Leisure Development Co. Ltd. Darüber hinaus erhöht die Fluggesellschaft ihr Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien bis Ende Juli 2020.

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Lion-Air-Absturz: Boeing schließt Vergleich

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing erzielte mit zahlreichen Hinterblieben des Absturzes der Lion-Air-737-Max einen Vergleich. Der Jet stürzte im Oktober 2018 kurz nach dem Start ab. Nach Angaben des Herstellers habe man sich mit über 90 Prozent der Angehörigen der Opfer verglichen. Am 29. Oktober 2018 kamen 189 Personen beim Absturz einer Boeing 737-Max ums Leben. Zunächst versuchte der Konzern dem Betreiber Lion Air die Schuld in die Schuhe zu schieben, jedoch zeigten sich sehr bald massive Konstruktions- und Softwareprobleme, die zu einem weltweiten Flugverbot, das noch bis heute andauert, geführt haben.

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