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Finnland: Xfly schielt auf fünf subventionierte Strecken

Der teilstaatliche ACMI-Anbieter Xfly teilte mit, dass man an der Übernahme von fünf Strecken innerhalb Finnlands ab März 2021 interessiert ist. Diese werden von Finnair aufgegeben. Dabei handelt es sich um folgende Ziele ab Helsinki: Joensuu, Jyväskylä, Kajaani, Kemi/Tornio, and Kokkola/Pietersaari. Derzeit werden diese Strecken seitens des Oneworld-Mitglieds nicht beflogen. Grund dafür ist die Coronapandemie. Finnair flog auch nicht selbst, sondern setzte ATR72-500 des Wetlease-Partners Nordic Regional Airlines ein. Ganz eigennützlich dürften die Gedanken von Xfly (vormals Regional Jet) jedoch nicht sein, denn die finnische Regierung stellte Subventionen für genau diese fünf Inlandsstrecken in Aussicht. Dem geht einher, dass die Routen ausgeschrieben werden müssen. Anschließend können alle Fluggesellschaften, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben und Interesse haben, ihre Bewerbungen einreichen. Den Zuschlag vergibt dann die hierfür zuständige finnische Behörde. Theoretisch könnten sich also auch Lowcoster bewerben. Allerdings ist die Dauer der PSO-Subvention bis vorerst Ende 2021 beschränkt, so dass die Operation danach auf eigenen Beinen stehen sollte. Xfly-Geschäftsführer Jan Palmer erklärte im estnischen Fernsehen, dass im Falle eines Zuschlags unter eigener Flugnummer geflogen wird. Das ist ein bisschen ein Novum, denn abgesehen von Charterflügen nutzte das Unternehmen in der Vergangenheit stets den Two-Letter-Code von Partnern, beispielsweise Adria Airways oder Teilhaber LOT. Bei ACMI-Aufträgen fliegt man unter dem Code des jeweiligen Auftraggebers. Die Marke „Nordica“ wurde im Vorjahr beerdigt.

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Turkish pausiert Salzburg vorerst bis Ende 2020

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines wird die Nonstop-Strecke Salzburg-Istanbul bis mindestens 31. Dezember 2020 pausieren. Grund dafür ist die aufgrund der Reise- und Quarantänebestimmungen in Folge der Corona-Pandemie geringe Nachfrage. Der nächste Flug auf dieser Route ist am 1. Jänner 2021 geplant. Turkish Airlines setzte die Verbindung nach Salzburg kurz nach Beginn der Corona-Krise aus, kehrte jedoch Ende Juli 2020 zurück. In den Sommermonaten soll eine den Umständen entsprechende gute Nachfrage bestanden haben. Dies gilt offensichtlich nicht für die Herbst- und Wintermonate des Jahres 2020, weshalb die Strecke bis Jahresende neuerlich pausieren muss. Der Carrier will allerdings an Salzburg festhalten und die Route definitiv wieder bedienen.

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Egyptair erhält weiteren Staatskredit

Mit etwa 163 Millionen Euro wird der ägyptische Staat dem Staatscarrier Egyptair unter die Flügel greifen. Das Geld wird laut lokalen Medienberichten über die Zentralbank ausbezahlt und ist ein staatlich garantierter Kredit. Das Finanzministerium gab am 29. September 2020 grünes Licht für diesen Schritt. Zuvor erteilte Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine entsprechende Ermächtigung an das Finanzressort. Weiters werden jener Staatsholding, die für Flughäfen und Airlines zuständig ist, weitere 53,77 Millionen Euro ausbezahlt. Egyptair soll sich darüberhinaus weitere Kredite auf dem Kapitalmarkt gesichert haben. Diese dienen primär der Bezahlung von Leasingraten und Fremdwährungskrediten. Es handelt sich nicht um die erste Finanzspritze, die seitens des Staates Ägypten gewährt wird. Im Mai 2020 wurde die Auszahlung der Gehälter mit einem staatlich besicherten Zentralbankkredit in der Höhe von 108,39 Millionen Euro sichergestellt. Dem Vernehmen nach soll Egyptair aufgrund der Covid-19-Krise und der weitgehenden Einstellung des Flugbetriebs damals nicht mehr in der Lage gewesen sein die Löhne und Gehälter zu bezahlen. Der Flugbetrieb des afrikanischen Carriers läuft seit 1. Juli 2020 wieder schrittweise an.

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Spanien beteiligt sich an IAG-Kapitalerhöhung

Spanien wird sich über den Staatsfonds SEPI an der geplanten Kapitalerhöhung der International Airlines Group beteiligen. Der Ministerrat gab hierfür grünes Licht. Zuvor stand auch ein Ausstieg aus dem britisch-spanischen Gemeinschaftskonzern kurzzeitig zur Debatte. SEPI hält derzeit 2,52 Prozent an der IAG und wird im Rahmen der Kapitalerhöhung etwa 69,3 Millionen Euro einbringen. Das Gesamtvolumen der von den Aktionären Anfang September 2020 bewilligten Kapitalaufstockung beträgt 2,74 Milliarden Euro. Die spanische Staatsholding erhält durch die Teilnahme keine Sonderrechte, sondern verhindert lediglich die Verwässerung der Beteiligung. Auch Großaktionär Qatar Airways wird bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung mitziehen.

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Wizzair prüft weitere Bases in Italien

Der ungarische Billigflieger Wizzair befindet sich eigenen Angaben nach mit „fünf bis sechs“ italienischen Flughäfen in Gesprächen über die Eröffnung weiterer Bases. Konzernchef József Váradi bezeichnete im Gespräch mit der Tageszeitung „Corrie della Sera“ den italienischen Markt als „strategisch wichtig“. Erst kürzlich kündigte der pinkfarbene Billigflieger die Stationierung und Airbus-Jets in Malpensa und Catania an. An welchen Airports Wizzair expandieren wird, lässt Váradi allerdings noch offen. Es gäbe einige Sub-Märkte im Norden und Süden, die interessant sind, jedoch hängen die Entscheidungen davon ab wie attraktiv diese tatsächlich sind. Auch weitere Flüge innerhalb von Italien werden nicht ausgeschlossen. Der Airline-Chef erklärte, dass diese sich bislang aufgrund der stabilen Nachfrage als sicherer Polster erwiesen hätten. „Es ist eine Möglichkeit, das Risiko in diesem Zeitraum zu mindern, da der Inlandsmarkt widerstandsfähiger ist und nicht von den Auswirkungen von Grenzbeschränkungen betroffen ist“, so Váradi.

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Neues Helvetic-Pop-Up-Ziel: Florenz

Seit Juli 2020 bietet die Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways in Kooperation mit Reiseveranstaltern regelmäßig so genannte Pop-Up-Flüge an. Durchgeführt wurden bereits Ausflüge nach Brač, Dubrovnik und Zakynthos. Nun steht Florenz auf dem Flugplan. Der Regiocarrier musste aufgrund sich laufend verändernder Einreise- und Quarantänebestimmungen auch Pop-Up-Flüge absagen. Von 23. bis 25. Oktober 2020 bietet man nun eine Kurzreise nach Florenz an. Helvetic Airways erklärte, dass man die Flüge mit Embraer 190-E2 durchführen wird. Die Kosten für die Pauschalreise betragen 625 Schweizer Franken bzw. 845 Schweizer Franken, wenn das Golftrip-Paket dazu gebucht werden. Gebucht werden kann sowohl über Helvetic Airways als auch über den Veranstalter Infiniti-Golf. Flugplan: Flug 2L8362 23.10.2020 ZRH 09:00 FLR 10:10Flug 2L8363 25.10.2020 FLR 18:00 ZRH 19:15

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Lufthansa: 700.000 Kunden warten noch auf ihr Geld

Rund drei Milliarden Euro habe die Lufthansa Group bislang an Kunden zurückbezahlt. Dies teilte der Konzern am Freitag mit. Allerdings hätte die Rückzahlung gemäß der Gesetzeslage binnen sieben Tagen erfolgen müssen. Seitens der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wurde diesbezüglich eine Klage bei Gericht eingebracht. Lufthansa erklärt in einer Medienaussendung, dass bis 30. September 2020 rund drei Milliarden Euro an etwa sieben Millionen Kunden erstattet wurden. Die Angabe soll die Tochtergesellschaften einschließen. Demnach sollen noch rund 700.000 Kunden auf Rückzahlungen in der Höhe von etwa 350 Millionen Euro warten. Der Konzern schreibt: „Ständig wechselnde Reisestriktionen und die aktuellen politischen Beschlüsse zwingen Lufthansa dazu, Flugpläne immer wieder kurzfristig und umfangreich zu ändern. Das führt zu unvermeidlichen Flugstreichungen. Die damit verbundenen Erstattungsanträge werden so schnell wie möglich bearbeitet. Daher wird sich die Zahl der offenen Erstattungsanträge weiter dynamisch entwickeln, in den kommenden Wochen weiter abnehmen, aber nicht gänzlich null erreichen.“ Lufthansa Group Airlines       Betrag ausbezahlter Erstattungen In Mrd. EUR  3,0 Anzahl erstatteter Tickets in Mio. 7,0 Anzahl insgesamt noch offener Erstattungsanträge (inkl. neuer Anfragen) in Mio.   0,7

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Lufthansa CityLine lässt Krisentarifvertrag platzen

Bei Lufthansa CityLine wurde nach Angaben der Gewerkschaft UFO der Krisentarifvertrag seitens der Geschäftsleitung am letzten Tag der hierfür vereinbarten Frist widerrufen. Erst Anfang September einigten sich die Vertretung der Flugbegleiter und CityLine auf die Vereinbarung. „Dieses Vorgehen lässt uns ratlos zurück. Die Kolleginnen und Kollegen verdienen teilweise unter 2.000 Euro brutto im Monat und haben dennoch signifikante Einschnitte bei Gehalt und Arbeitsbedingungen angeboten. Zur Sicherung der eigenen Zukunft sowie der des Unternehmens haben sie ihre Schmerzgrenze eigentlich überschritten. Aber das reicht dem Konzern offenbar nicht“, entrüstet sich Daniel Flohr, Vorstandsvorsitzender der UFO. Die Flugbegleitergewerkschaft vermutet, dass die Ursache der vereinbarte Kündigungsschutz sein könnte. Diesen würde die Konzernspitze um Carsten Spohr „trotz massiver Einschnitte“ ablehnen. Der Vorstand wäre „nicht bereit der Belegschaft einen verlässlichen Kündigungsschutz zuzusichern“. „Der Arbeitgeber will sich eine einseitige Option offenhalten und aus dem Vertrag wieder aussteigen können. Aber solch ein Hintertürchen ist in diesem Fall inakzeptabel: CityLine hat keinen Personalüberhang, bereits heute wieder eine gute Auslastung und überdurchschnittlich gute Zukunftsaussichten durch günstige Strukturen und vergleichsweise kleines Fluggerät. Entweder man will den sehr signifikanten Krisenbeitrag, oder eben nicht; so einfach ist das“, betont Rainer Bauer, UFO-Verhandlungsführer bei Lufthansa CityLine.

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Graz muss auf München und Zürich weiter warten

Wie Buchungssysteme derzeit zeigen, wurde der Verkauf von Flugtickets zwischen Graz und München bzw. Zürich weiter ausgesetzt. Wohl als Folge der Nachfrageschwäche durch Covid-19 bietet Lufthansa aktuell erst wieder ab Ende März 2021 Flüge nach München an. Swiss lässt derzeit Buchungen ab 01. März 2021 zu. Mit Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und Wien bietet die Lufthansa Gruppe für die Wirtschaft vier wichtige Streckenverbindungen ab Graz an. KLM soll ab dem Winterflugplan wieder mehrmals pro Woche in die Steiermark fliegen, entsprechende Buchungen vorausgesetzt.

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Pandemie macht National Airlines größer

Während durch die Covidvirus-Krise ein Kahlschlag in vielen Flugzeugflotten ins Haus steht, setzt die US-amerikanische National Airlines durch die gestiegene Nachfrage am Frachtsektor auf Expansion. Gleich drei, bislang in der Wüste geparkte Boeing 747-400BCF erweitern demnächst die Flotte. Bei den drei Maschinen handelt es sich um ehemalige Flottenmitglieder von Cathay Pacific, welche vor einigen Jahren in Arizona abgestellt wurden und sich National Airlines frühzeitig eine Option zog, sie bei Bedarf zu aktivieren. Zunächst bremste die Pandemie die Expansionsplanungen, durch die anhaltende starke Nachfrage im Frachtbereich, darunter aus dem Gesundheitssektor, entschloss man sich nun doch die Flotte zu vergrößern. „Wir hielten es für dringend geboten, diese Flugzeuge zu reaktivieren, um Regierungen und globale Hilfsorganisationen bei der Beschaffung dringend benötigter Hilfsgüter zu unterstützen“, so Chris Alf, CEO der Fluglinie. Bereits in den nächsten Tagen wird die erste Boeing 747-400BCF (ex B-KAI) für National Airlines abheben. Die weiteren beiden Frachtflugzeuge sollen bis Dezember ihren Dienst aufnehmen, damit wird National Airlines auf fünf Boeing 747-400BCF anwachsen. Zusätzlich hat sich die Fluglinie bereits Anfang dieses Jahres um einen Airbus A330-200 verstärkt, welcher zusammen mit einer Boeing 757-200 für Charterflüge im Sportbereich, aber auch für Truppenflüge zum Einsatz kommt. Die in Orlando beheimatete National Airlines entstand 2007 aus der Umfirmierung der Murray Air und führt weltweite Charterflüge im Fracht- und Passagierflüge für zivile, aber auch militärische Kunden durch. Hauptsächlich verkehrt NCR zwischen den USA, Asien sowie den Mittleren und Nahen Osten, wobei auch immer wieder Frachtaufträge nach Europa absolviert werden.

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