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Zu Lasten der Passagiere: Deutschland und Russland lieferten sich Scharmützel

Deutschland und die Russische Föderation haben sich am Mittwoch ein regelrechtes Scharmützel rund um die Genehmigungen von Flugrouten geliefert. Zunächst wurde Lufthansa eine Änderung, die den Luftraum von Belarus vermeidet, nicht gestattet. Prompt konterte die Bundesrepublik und Aeroflot und S7 Airlines durften nicht fliegen. Der Vorfall erinnert stark an jenen von vergangener Woche, denn beispielsweise Austrian Airlines musste mangels russischer Genehmigung einen Moskau-Umlauf absagen. Der Botschafter der Russischen Föderation in Österreich äußerte sich im Nachgang, dass derartige bürokratische Probleme in Zukunft nicht mehr vorkommen sollen. Am Mittwoch traf es in Deutschland eben Lufthansa und in bester Scharmützel-Manier konterte das Luftfahrtbundesamt und lehnte die Bewilligungen für Aeroflot und S7 Airlines ab. Die Leidtragenden dieser bürokratischen Auseinandersetzung sind die Passagiere, denn diese könnten komplett leer ausgehen. Behördliche Flugverbote gelten im Sinne der EU-VO 261/2004 im Regelfall als höhere Gewalt. Erst am Mittwochabend entspannte sich die Situation, denn Lufthansa habe seitens der Russischen Föderation die Bewilligung für die Durchführung der Flüge nach Sankt Petersburg und Moskau erhalten. Kurz darauf erklärte das Bundesverkehrsministerium, dass der Bann für Aeroflot und S7 Airlines ebenfalls aufgehoben wurde.

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Smartlynx Malta hat ersten A330 übernommen

Die Fluggesellschaft Smartlynx Malta hat ihren ersten Airbus A330-300 übernommen. Dieser trägt die Registrierung 9H-SMD und wurde bereits von Birmingham nach Luqa überstellt. Das Passagierflugzeug soll als Frachter eingesetzt werden. Der Airbus A330 mit der Seriennnummer 1382 ist 8,3 Jahre alt und zwar zuvor bei Singapore Airlines und Evelop Airlines im Einsatz. Smartlynx Malta ist der Frachtspezialist innerhalb der Firmengruppe und soll künftig fünf A330 betreiben. Weiters werden in Kürze zwei A321F in die Flotte aufgenommen.

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Vietnam Airlines versteigert elf A321

Die Fluggesellschaft Vietnam Airlines sucht im Rahmen einer Auktion Käufer für insgesamt elf Maschinen des Typs Airbus A321. Es handelt sich um so genannte Ceo-Modelle. Mit dem Verkaufserlös will die staatliche Airline den Cashbestand aufbessern. Nicht betroffen sind die jüngeren A321neo-Modelle. Von diesen hat man momentan 20 Stück. Der Rückzug der älteren Airbus A321ceo war bereits vor längerer Zeit geplant und wurde durch die Corona-Pandemie lediglich beschleunigt. Momentan hat man 49 A321ceo, wobei die überwiegende Mehrheit weiterhin nicht eingesetzt wird. Hintergrund ist die Corona-Pandemie. Zuletzt schrieb Vietnam Airlines einen Quartalsverlust in der Höhe von 216 Millionen U.S.-Dollar. Im Vorjahr machte der Fehlbetrag rund 620 Millionen U.S.-Dollar aus. Die staatliche Fluggesellschaft zeigt sich dennoch optimistisch und geht von einer raschen Erholung der Branche aus. Zuletzt verhängte die Regierung aber ein erneutes Einreiseverbot.

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Straßburg: German Airways fliegt für Air France

Der deutsche Charter- und ACMI-Anbieter German Airways (vormals: WDL) wird weiterhin im Auftrag von Air France auf der Strecke Straßburg-Amsterdam mit Embraer 190 fliegen. Die D-AJHW wurde bereits überstellt und kommt vorerst viermal pro Woche zum Einsatz. Die betroffene Route soll laut CH-Aviation.com in Kürze auf 12 wöchentliche Umläufe aufgestockt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Air France und German Airways soll vorerst bis März 2022 laufen. Über eine mögliche Fortführung wurde noch nicht entschieden. Derzeit verfügt das deutsche Luftfahrtunternehmen über vier Embraer 190.

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Belavia muss Streckennetz kahlschlagen

Die weißrussische Fluggesellschaft Belavia stellt den Löwenanteil der Routen ein. Das Streckennetz umfasste zuletzt 30 Destinationen, jedoch können aufgrund der Restriktionen der EU-Mitglieder und anderer Staaten nur noch neun Ziele angeflogen werden. Betroffen sind in erster Linie alle Destinationen, die sich im Unionsgebiet befinden. Der Flugverkehr mit Russland, der Türkei und einigen GUS-Staaten soll aufrecht bleiben. In Kürze will Belavia das Streckennetz neu ausrichten. Die meisten Ziele werden sich dann in der Russischen Föderation befinden. Auch andere ehemalige Sowjet-Destinationen sollen neu aufgenommen werden. Zwischenzeitlich hat die Europäische Union den Bann von Airlines mit Sitz in Weißrussland auch formalisiert. Zuvor wurden die Verbote von den einzelnen Nationalstaaten ausgesprochen. Unter anderem Belavia ist es nun untersagt in der EU zu starten oder zu landen. Auch Überflüge sind nicht mehr gestattet.

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Kapitalerhöhung: Zusätzliches Steuergeld für Lufthansa?

Schon bald könnte Lufthansa erneut Geld vom deutschen Staat bekommen, denn der Konzern plant eine drei Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung vorzunehmen. Die Regierung soll sich laut verschiedenen Medienberichten daran beteiligen, um zu verhindern, dass der 20-prozentige Anteil verwässert. Im Vorjahr organisierte sich die Lufthansa Group von den Regierungen Deutschlands, Belgiens, Österreichs und der Schweiz eine milliardenschwere Staatshilfe. Die Bundesrepublik verlangte hierfür Anteile sowie eine stille Beteiligung in der Höhe von 5,5 Milliarden Euro. Genau diese will der Kranich mit Hilfe der Kapitalerhöhung zumindest teilweise zurückzahlen. Zieht die Regierung tatsächlich mit, so führt das zum absurden Umstand, dass zumindest teilweise Steuergeld mit Steuergeld zurückbezahlt wird. Verzichtet man in Berlin auf die Beteiligung an der Kapitalerhöhung, so würde der Anteil verwässern. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

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Dortmund: Eurowings feiert drei Erstflüge

Ab Dortmund führte die Fluggesellschaft Eurowings am Mittwoch drei Erstflüge durch. Dabei kam auch der in den Farben des Fußballvereins Borussia Dortmund lackierte Airbus A320 zum Einsatz. Diese Maschine ist nun in Dortmund stationiert. Die Erstflüge führten nach Malaga, Alicante und Catania. Weitere Erstanflüge stehen mit den Zielen Neapel, Heraklion und Kavala in den kommenden Tagen auf dem Programm. Zur Insel Rhodos startet Eurowings am 2. Juli. Für den Zeitraum der NRW-Sommerferien plant Eurowings ab Dortmund 280 Abflüge mit einer Kapazität von mehr als 48.000 Sitzplätzen. Im Rahmen des ausgeweiteten Sommer-Programms stationiert Eurowings ab sofort ein zwei-tes Flugzeug in der Ruhrgebietsmetropole. Dabei wird insbesondere der „BVB Mannschafts-Airbus“ – aufgrund seiner schwarz-gelben Sonderlackierung ein europaweit bekanntes Foto-motiv – regelmäßiger Gast an seinem offiziellen Heimatflughafen im Ruhrgebiet sein. Bereits am Vorabend wurde der „BVB-Flieger“ bei seiner Ankunft in Dortmund mit einer Wasser-fontäne der Flughafenfeuerwehr empfangen. Heute hob der Airbus A320 mit der Kennung „D-AIZR“ vollbesetzt mit urlaubshungrigen Passagieren zum neuen Sommerziel Alicante ab. Die Eurowings Sommer-Ziele 2021 ab Dortmund auf einen Blick: Dortmund-München bis zu 11 mal wöchentlich Dortmund-Split bis zu zweimal wöchentlich Dortmund-Mallorca bis zu 16 mal wöchentlich Dortmund-Alicante bis zu zweimal wöchentlich Dortmund-Malaga bis zu zweimal wöchentlich Dortmund-Catania bis zu dreimal wöchentlich Dortmund-Neapel bis zu zweimal wöchentlich Dortmund-Heraklion bis zu dreimal wöchentlich Dortmund-Kavala bis zu zweimal wöchentlich Dortmund-Rhodos zweimal wöchentlich

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Salzburg: Wizz Air verschiebt St. Petersburg erneut

Eigentlich wollte Wizz Air im September 2020 eine Nonstop-Verbindung zwischen St. Petersburg und Salzburg aufnehmen. In regelmäßigen Abständen wurde die Aufnahme nach hinten verschoben – zuletzt in den Juli 2021. Nun ist der Erstflug erneut abgesagt worden und auf den 19. September 2021 verlegt worden. Sollte Wizz Air die Route am im September 2021 tatsächlich aufnehmen, hätte man rund ein Jahr Verspätung, die in erster Linie der Corona-Pandemie und der damit verbunden komplizierten Einreise- und Quarantänebestimmungen geschuldet ist. Ob der neue Termin hält, bleibt abzuwarten. Die Route nach Varna soll ab Salzburg am 13. Juni 2021 aufgenommen und an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedient werden. Kiew-Schuljany soll am 28. Juni 2021 folgen und an selbigen Tagen geflogen werden. Auch diese beiden Routen wurden seitens Wizz Air häufig und teilweise auch kurzfristig nach hinten verschoben. Im Vorjahr hatte Wizz Air zahlreiche weitere Routen, unter anderem Belgrad, angekündigt und zum Teil auch kurzfristig bedient. Dem aktuellen Informationsstand nach werden diese nicht mehr reaktiviert. Auch hat der ungarische Billigflieger zumindest kurzfristig keine weiteren Routen ab Salzburg im Programm. Das kann sich jedoch jederzeit wieder ändern. Generell soll die Mozartstadt, wo man im Gegensatz zu Wien keine Flugzeuge stationiert hat, künftig eine wichtige Rolle in der Österreich-Strategie spielen.

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Wien: Ryanair reaktiviert Agardir, Marseille und Pisa

Mit Beginn der Winterflugplanperiode 2021/22 beabsichtigt die Ryanair Group ab Wien-Schwechat die Ziele Agadir, Pisa und Marseille zu reaktivieren. Alle drei Destinationen wurden vormals von der mittlerweile nicht mehr existierenden Laudamotion angeboten. Die Atlantik-Stadt in Marokko wurde bereits lange vor der Corona-Pandemie seitens der damaligen Laudamotion aus dem Flugplan gestrichen. Hintergrund war damals, dass die Nachfrage schwach war und die Strecke aufgrund der langen Flugdauer hohe Kosten für die Airline verursacht. Ryanair will ab 31. Oktober 2021 wieder zwischen Wien und Agadir an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag fliegen. Auch Pisa ist eine ehemalige Lauda-Strecke, die mangels Wirtschaftlichkeit aus dem Flugplan gestrichen wurde. Ryanair wird diese ab 1. November 2021 jeweils Montags und Freitags anbieten. Die Route soll mit Fluggerät der maltesischen Tochtergesellschaft Lauda Europe bedient werden. Marseille wurde aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt und soll ab 2. November 2021 dreimal pro Woche ab Wien-Schwechat angeflogen werden. Dienstags und Samstags kommen Flugzeuge von Lauda Europe zum Einsatz. Donnerstags wird die Route mit Maschinen der Konzernschwester Malta Air von Frankreich aus bedient.

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Mai 2021: BER meldet 362.000 Passagiere

Der Flughafen Berlin-Brandenburg fertige im Mai 2021 insgesamt 362.000 Passagiere ab. Gegenüber April 2021 konnte man sich um rund 100.000 Reisende steigern. Vor einem Jahr, im extremen Krisenmonat Mai 2020, wurden 52.000 Passagiere an den damaligen Flughäfen Schönefeld und Tegel abgefertigt, im Mai 2019 waren es mehr als 3,2 Millionen Fluggäste. Insgesamt nutzten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 1,2 Millionen Passagiere den Flughafen BER. Im vergangenen Monat gab es am BER rund 5.400 Flugbewegungen, rund 600 mehr als im Vormonat April. Im Mai 2020 starteten und landeten nur rund 2.100 Maschinen in Schönefeld oder Tegel, im Mai 2019 waren es 26.100 Maschinen. Bei der Luftfracht wurden im vergangenen Mai nahezu genauso viele Güter umgeschlagen wie im April 2021 – rund 2.200 Tonnen. Im Vorkrisenmonat Mai 2019 waren es 3.100 Tonnen. „Es mehren sich die Zeichen dafür, dass der Flugverkehr langsam wieder in Gang kommt. Ende Mai hatten wir täglich zwischen 10.000 und 18.000 Passagiere. Damit sind wir zwar von einer Normalität noch immer weit entfernt. Doch sinkende Infektionszahlen, die steigende Anzahl der COVID-19-Impfungen und damit verbundene Reise-Erleichterungen führen zu mehr Sicherheit: Mehr Menschen erfüllen sich jetzt ihre Urlaubsträume. Wenn die Passagierzahlen im Sommer und Herbst weiterhin ansteigen, könnten wir die für 2021 prognostizierte Zahl von etwa 10 Millionen Fluggästen erreichen“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

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