
ÖBB-Nachtzüge über Nacht deutlich teurer geworden
Die besonders von der österreichischen Regierung hochsubventionierten Nachzüge sollen, soweit die Politik, eine preiswerte und umweltfreundliche Alternative zu Kurzstreckenflügen darstellen. In einigen Fällen sind diese aber deutlich teurer als Flüge und nun drehen die Österreichischen Bundesbahnen kräftig an der Preisschraube. Die ÖBB haben ohne vorherige Kommunikation ihr Preismodell umgestellt und dabei viele neue Tarifstufen eingeführt. Diese sollen sich nach Angebot und Nachfrage richten. Mit anderen Worten: Je mehr Menschen daran interessiert sind mit Nachtzügen zu reisen, desto teurer wird es. Ein Blick in das Reservierungssystem zeigt, dass die Staatsbahn besonders im Bereich von Liege- und Schlafplätzen noch kräftiger zur Kasse bittet. Ohne Vorankündigung über Nacht an der Preisschraube gedreht Billig waren die Nachtzugverbindungen ohnehin nie. In vielen Fällen war es bereits vor der jüngsten Teuerung so, dass es auf dem Luftweg schnellere und günstigere Alternativen gegeben hat. Bedenkt man, dass beispielsweise die österreichische Bundesregierung erhebliche Summen in Form von Subventionen in die nächtlichen Bahnverbindungen investiert, erscheint es auch jetzt fraglich wie die hohen Preise zu rechtfertigen sind. Immerhin argumentiert Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), die selbst häufig Privatjets nutzt, stets, dass die Rettung des Klimas auch durch nächtliche Zugverbindungen innerhalb Österreichs sowie Europas bewerkstelligt werden kann. Umso verwunderlicher ist es, dass die Österreichischen Bundesbahnen ohne vorherige Kommunikation das Tarifsystem ihrer NIghtjets komplett umgekrempelt haben. Wie auch in der Luftfahrt üblich: Für die Passagiere wird es nur in sehr seltenen Fällen günstiger. Im Durchschnitt dürfte es sich also um eine Preiserhöhung – und zwar eine kräftige – handeln. Neue Tarifklassen, höhere






