
Nolinor: Notlandung einer Boeing 737-400
Am 27. November 2024 kam es zu einem schweren Zwischenfall am Flughafen Montreal Mirabel, als eine Boeing 737-400 der kanadischen Fluggesellschaft Nolinor Aviation aufgrund eines Defekts am Fahrwerk eine Notlandung durchführen musste. Der Flug NRL662, der ursprünglich von Quebec City nach La Baie Bagotville führen sollte, konnte trotz der brenzligen Lage ohne Verletzte abgeschlossen werden. Während des Anflugs auf den Zielort meldete die Besatzung eine Warnung: Das Hauptfahrwerk war nicht vollständig ausgefahren. Daraufhin leitete die Crew einen Fehlanflug ein und entschied sich, zum besser ausgestatteten Flughafen Montreal Mirabel umzuleiten, um dort die Notlandung vorzubereiten. Der dramatische Vorfall endete mit der Landung auf der Motorhaube des linken Triebwerks, was zu erheblichen Schäden am Flugzeug führte. Glücklicherweise konnte die Evakuierung über die Notrutschen zügig erfolgen, ohne dass es zu Verletzungen oder einem Brand kam. Die betroffene Maschine und ihre Geschichte Das Flugzeug, eine 34,7 Jahre alte Boeing 737-400 mit der Registrierung C-GGWX, wurde ursprünglich 1990 an Icelandair ausgeliefert und wechselte seither mehrfach den Besitzer. Nolinor Aviation übernahm die Maschine im Jahr 2020 und setzte sie auf anspruchsvollen Strecken ein, oft zu entlegenen Flughäfen in Nordkanada. Mit einer Gesamtflotte von 14 Flugzeugen, darunter viele historische Modelle wie die Boeing 737-200, hat sich die Airline auf Passagier- und Frachtflüge in extreme Regionen spezialisiert. Diese Ausrichtung erfordert robuste Maschinen, die auch unter widrigen Bedingungen operieren können. Untersuchung eingeleitet Die kanadische Verkehrssicherheitsbehörde (TSB) entsandte ein Team zur Unfallstelle, um die Ursache des Vorfalls zu klären. Erste Berichte deuten darauf hin, dass das linke Hauptfahrwerk möglicherweise nicht








