Deutschland: Billigflieger reduzierten das Winter-Angebot

Ryanair, Wizz Air und Lauda Europe (Foto: Jan Gruber).
Ryanair, Wizz Air und Lauda Europe (Foto: Jan Gruber).

Deutschland: Billigflieger reduzierten das Winter-Angebot

Ryanair, Wizz Air und Lauda Europe (Foto: Jan Gruber).
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Die Billigfluggesellschaften Ryanair, Wizz Air und Eurowings bereiten sich derzeit auf einen möglichen signifikanten Rückgang der Nachfrage vor. Betroffen sind zahlreiche Routen ab Deutschland, die künftig seltener bedient werden oder gar temporär komplett in eine Winterpause geschickt werden.

Aus den bislang seitens der genannten Anbieter veröffentlichten Flugplandaten geht hervor, dass die verschiedensten Destinationen und Airports in Deutschland von den Kürzungen bzw. Streichungen betroffen sind. Eurowings setzt einige klassische Sommerstrecken ein wenig früher aus als ursprünglich geplant. Allerdings hat man für den Winterflugplan 2022/23 noch keine nennenswerten Kürzungen vorgenommen.

Im Gegensatz dazu haben Ryanair und Wizz Air bereits erheblich Frequenzen und ganze Routen aus dem Winterflugplan 2022/23 genommen. Beim pinkfarbenen Anbieter zeigen sich im gesamten Streckennetz zum Teil erhebliche Reduktionen bzw. temporäre Winter-Einstellungen. Bemerkenswerterweise sind auch typische Visiting-friends-and-relatives-Ziele betroffen. Beim irischen Mitbewerber sind es eher touristische Destinationen.

Eurowings führt Frequenzreduktionen weiter

Der Konkurrenz Eurowings wird die Kürzungen, die man unter anderem aufgrund von Personalmangel auf den ab Köln/Bonn angebotenen Zielen nach Klagenfurt, Dublin und Budapest vorgenommen hat, entgegen vorheriger Flugplandaten bis zum Ende der Sommerperiode 2022 fortführen. Selbiges gilt für die ab Düsseldorf angebotenen Ziele Zagreb, Bukarest, Danzig, Bergamo und Belgrad. Ab Stuttgart-Echterdingen ist das Ziel Bilbao betroffen. Die Betriebspause auf der innerdeutschen Strecke nach Dresden wird auf unbestimmte Zeit verlängert.

Von Hamburg aus fliegt Eurowings bereits vorzeitig nicht mehr nach Alicante. Göteborg wird ab 26. August 2022 bis vorerst Ende der laufenden Sommerperiode 2023 ausgesetzt. Selbiges gilt für Belgrad ab Stuttgart, jedoch wird diese Route erst am 12. September 2022 temporär eingestellt. Krakau hingegen wird nicht an diesem Tag reaktiviert, sondern bleibt bis mindestens Ende Oktober 2022 pausiert. Die für den 2. September 2022 angekündigten Flüge von Stuttgart nach Timișoara wurden in eine Warteschleife geschickt, denn einen fixen neuen Termin gibt es noch nicht.

Wizz Air fährt typische VFR-Strecken zurück

Wizz Air wird die erst kürzlich aufgenommene und noch immer als „neu“ beworbene Verbindung zwischen Saarbrücken und Sarajevo in der Zeit von 3. Dezember 2022 bis vorläufig 17. Januar 2023 pausieren. Ab der Basis in Bosnien-Herzegowina werden zahlreiche weitere Routen reduziert bzw. in tempoäre Winterpausen geschickt. Ebenfalls setzt man in Italien und im Vereinigten Königreich stark den Rotstift an. Beispielsweise wird die Basis Cardiff ab Mitte September 2022 in eine temporäre Winterpause gehen.

In Deutschland reduziert Wizz Air im Winter 2022/23 ab Dortmund die Anzahl der wöchentlichen Flüge nach Belgrad und Vilnius. Vorläufig ist vorgesehen, dass die Rücknahme der Frequenzen zwischen Anfang Dezember 2022 und Mitte Januar 2023 befristet sein soll. Von Reduktionen betroffen sind auch die Ziele Budapest, Sibiu, Timișoara, Kattowitz und Sofia.Von Berlin-Brandenburg aus wird man Budapest, Chisinau, Tuzla und Kutaisi seltener ansteuern.

Den Rotstift setzt Wizz Air auch ab Köln/Bonn an, denn Danzig, Varna und Kattowitz sollen reduziert werden. Ebenso betroffen sind Sofia, Nis, Varna, Skopje und Pristina am Memmingen. Ab Frankfurt-Hahn fährt der Billigflieger die Flugfrequenzen nach Tuzla, Tirana und Belgrad zurück. Varna, Danzig, Tirana und Belgrad werden ab Hamburg seltener angeflogen.

Noch wenige Deutschland-Anpassungen bei Ryanair

Ab Weeze wird Ryanair im Winterflugplan 2022/23 die Ziele Oradea und Liverpool nicht anbieten. Von Köln/Bonn aus entfällt temporär das Ziel Budapest. Derzeit sind noch nicht viele Fluganpassungen von/nach Deutschland vorgenommen worden. Allerdings wird der Billigflieger ab Malta, Schweden, Spanien, Lettland, Rumänien, UK, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Kroatien, Italien, Marokko, Ungarn, Finnland, Polen und weiteren Ländern einige Strecken streichen. Ab Österreich sind dem aktuellen Stand der Dinge nach die von Wien aus angebotenen Ziele Suceava und Zadar betroffen.

Aus Kreisen der Ryanair Group war vor einigen Tagen zu hören, dass man im Winterflugplan 2022/23 mit einer gegenüber dem Sommer 2022 deutlich niedrigeren Nachfrage rechnet. Ab vielen Bases wird man den Fokus auf die Wochenenden legen. Seitens anderer Airlinekonzerne ist auch zu hören, dass man mit einem „harten Winter“ rechnet.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.

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