Deutschland sieht sich im Luftverkehr einem zunehmend wachsenden Wettbewerbsnachteil gegenüber. Während in Schweden Steuererleichterungen für den Luftverkehr eingeführt werden, bleiben in Deutschland hohe Gebühren und Steuern bestehen, die die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Flughäfen und Airlines belasten.
Laut Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, fehlen in Deutschland weiterhin 15 Prozent der Passagiere im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie. Airlines wie Ryanair kündigen aufgrund der hohen staatlichen Gebühren und regulatorischen Belastungen weitere Einschnitte im Streckennetz an.
Beisel bemängelt, dass der Luftverkehrsstandort Deutschland durch diese Politik benachteiligt wird und fordert eine Entlastung, um dem internationalen Wettbewerb standhalten zu können. Ein Vergleich der Flugstrecken zeigt einen Rückgang von 2.075 Strecken im Jahr 2019 auf 1.767 im Jahr 2023. Beisel plädiert dafür, dass Deutschland sich an Schweden orientiert und Maßnahmen zur Entlastung von Airlines und Flughäfen ergreift, um den Standort im europäischen Vergleich nicht weiter zurückfallen zu lassen.