Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat sich auf der ITB für Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ausgesprochen. Er argumentiert, dass Umleitungen verspäteter Flugzeuge wegen weniger Minuten Verspätung weder im Interesse der Passagiere noch der Umwelt seien.
Wegner plant, das Thema mit der Landesregierung Brandenburg und in einer gemeinsamen Kabinettssitzung zu erörtern. Er betont, dass es nicht um eine Aufhebung des Nachtflugverbots, sondern um Ausnahmen für eine überschaubare Anzahl von Flügen gehe.
Am BER gilt ein Nachtflugverbot von 0.00 bis 5.00 Uhr. Fluggesellschaften wie Ryanair kritisieren die strikte Umsetzung und verweisen auf Umleitungen verspäteter Maschinen. Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) lehnt eine Aufweichung des Nachtflugverbots ab und betont das Recht der Bürger auf Nachtruhe.
Der Flughafen BER, 2020 eröffnet, ist der drittgrößte Flughafen Deutschlands. Das Nachtflugverbot ist seit der Planungsphase des Flughafens ein Streitthema. Anwohner klagen über Lärmbelästigung, während Fluggesellschaften und Wirtschaftsverbände die negativen Auswirkungen auf den Flugverkehr und die Wirtschaft hervorheben.
Die Debatte um das Nachtflugverbot am BER zeigt die unterschiedlichen Interessen von Anwohnern, Fluggesellschaften und Politikern.