Donauturm (Foto: R.Fasching, K.Patzak, A.Stöger).
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Donauturm feiert den Zeugnistag: Ein Wiener Wahrzeichen öffnet Schülern kostenfrei seine Pforten

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Am Freitag, dem 27. Juni des Jahres 2025, verwandelt sich das höchste Wahrzeichen Wiens, der majestätische Donauturm, an welchem auch die Wien Holding beteiligt ist, in eine besondere Feierstätte für die Wiener Schülerschaft. An diesem Zeugnistag erhalten Kinder und Jugendliche aller Schulstufen zwischen 09:00 und 12:00 Uhr gegen Vorlage ihres aktuellen Zeugnisses kostenlosen Eintritt auf die Aussichtsplattformen und die jüngst eröffnete Donauturm-Rutsche.

Die Aktion, welche unabhängig von Schulform oder den erzielten Noten Gültigkeit besitzt, ist als eine Anerkennung der schulischen Anstrengungen gedacht und soll den jungen Wienern einen vergnüglichen Start in die Sommerferien bereiten. Dieses Angebot unterstreicht die Rolle des Donauturms nicht nur als architektonische Ikone und Touristenattraktion, sondern auch als einen Ort der Verbundenheit mit der Stadt und ihren jungen Bewohnern.

Ein besonderer Anreiz am Schuljahresende: Freude und Abenteuer zum Zeugnistag

Die Initiative des Donauturms am Zeugnistag ist eine willkommene Geste für tausende Schüler, die ein ganzes Schuljahr harter Arbeit und Lernens hinter sich haben. Der kostenfreie Zugang zum Turm, der sonst nur gegen Entgelt möglich ist, bietet eine einmalige Gelegenheit, Wiens Panorama aus luftiger Höhe zu bestaunen und die Stadt aus einer neuen Perspektive zu erleben. Die Bereitstellung dieser Möglichkeit, unabhängig von den individuellen schulischen Leistungen, betont den Gedanken der Teilhabe und des gemeinsamen Ferienbeginns.

Zu den Attraktionen, die an diesem besonderen Vormittag zur Verfügung stehen, zählt auch die freie Nutzung der Donauturm-Rutsche. Dieses im November 2023 eröffnete Highlight, die sich als höchste Rutsche Europas rühmt, bietet ein Adrenalin-Erlebnis, das bei jungen Besuchern besonders beliebt ist. Die Rutsche erstreckt sich vom Zentralgeschoß in 165 Metern Höhe entlang der nördlichen Außenseite des Turms bis zur Aussichtsebene in 150 Metern Höhe. Auf einer Länge von 40 Metern und mit einem Gefälle von 29 Grad können Rutschbegeisterte, je nach Gewicht, Geschwindigkeiten von bis zu 18 Kilometern pro Stunde erreichen. Eine Rutschzeit von sieben bis neun Sekunden verspricht einen kurzweiligen Nervenkitzel über den Dächern Wiens. Für die Nutzung der Rutsche gilt eine Altersbeschränkung von sechs Jahren und eine Mindestkörpergröße von 110 Zentimetern.

Während Schüler in den Genuß des kostenlosen Eintritts kommen, zahlen begleitende Personen den regulären Eintrittspreis. Der Donauturm ist auch für Kinder ab 14 Jahren ohne Begleitung zugänglich, was den älteren Schülern eine größere Eigenständigkeit bei ihrem Ferienbeginn erlaubt. Um Wartezeiten am Einlaß zu vermeiden, empfiehlt der Donauturm den Erwerb von Online-Tickets für Begleitpersonen. Diese dienen als sogenannte „Fastlane-Tickets“, die den direkten Zugang über das Drehkreuz ermöglichen: Einfach das Zeugnis vorzeigen und das Ticket scannen – ein Prozeß, der Zeit spart und für Begleitpersonen online zudem kostengünstiger ist als ein Kauf vor Ort.

Ein Wahrzeichen von Format: Die Geschichte und Architektur des Donauturms

Der Donauturm, seit über sechzig Jahren das höchste Wahrzeichen der Stadt und Österreichs, ist weit mehr als nur ein Aussichtsturm; er ist ein architektonisches Meisterwerk und ein stolzes Symbol der Wiener Moderne. Erbaut im Jahre 1964 als Höhepunkt der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG), zeugt er von einer Ära des Aufbruchs und der Innovation in der österreichischen Hauptstadt. Mit einer Gesamthöhe von 252 Metern dominierte er die Skyline und war ein Zeichen für den Wiederaufbau und die prosperierende Entwicklung Nachkriegsösterreichs.

Leitender Architekt dieses ehrgeizigen Projektes war der Wiener Professor Hannes Lintl. Er wählte eine Formensprache, die sich bewußt am Typus der Fernsehtürme orientierte, jedoch mit eleganten Proportionen und einer schlanken Silhouette bestach. Die Bauzeit des Turms war bemerkenswert kurz: Von Oktober 1962 bis April 1964, also in knapp zwei Jahren, wurde dieses kolossale Bauwerk realisiert. Dabei wurden insgesamt 3.750 Kubikmeter Beton und 514 Tonnen Stahlbeton verbaut, was die ingenieurtechnische Leistung dieser Zeit unterstreicht. Das Fundament, acht Meter tief und mit einem Durchmesser von 31 Metern, trägt das Gesamtgewicht des Wahrzeichens von 17.600 Tonnen und verankert es sicher im Erdreich des Donauparks. Der Turm selbst verjüngt sich von einem Durchmesser von 12 Metern am Boden auf sechs Meter in einer Höhe von 160 Metern, was ihm seine charakteristische schlanke Gestalt verleiht. Die Aussichtsterrassen befinden sich auf 155 beziehungsweise 150 Metern Höhe und bieten einen unvergleichlichen Rundumblick über die Donaustadt und das Umland. Seit dem Jahre 2001 steht der Donauturm unter Denkmalschutz, eine Anerkennung seiner architektonischen und kulturellen Bedeutung.

Vom Kaffeehaus bis zur Rutschbahn: Die fortwährende Evolution eines Wahrzeichens

Der Donauturm hat in seiner über sechzigjährigen Geschichte eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht, die stets darauf abzielte, ihn als attraktiven Anziehungspunkt für Besucher zu erhalten. Im Jahre 2016 ging das Wahrzeichen zunächst in Privatbesitz über, bevor es im Jahre 2020 von der Wien Holding übernommen wurde. Diese Übernahme sicherte die langfristige Erhaltung und Entwicklung des Turms als öffentliches Gut und wichtige Touristenattraktion.

Ein entscheidender Schritt in dieser Entwicklung war die umfassende Renovierung und Modernisierung im Jahre 2018, die in enger Zusammenarbeit mit dem renommierten österreichischen Architekten Gregor Eichinger erfolgte. Im Zuge dieser Umbauarbeiten wurden das Turm Café und das Turm Restaurant, welche sich in den oberen Geschoßen des Turms befinden, in den eleganten Stil und Glanz der 1960er Jahre rückgeführt. Diese stilistische Hommage an die Entstehungszeit des Turms schuf eine einzigartige Atmosphäre, die Nostalgie und Moderne miteinander verbindet. Gleichzeitig wurde das kulinarische Angebot erweitert: Ein Souvenirshop sowie das Donaubräu samt Gastgarten wurden im Erdgeschoß eröffnet, was den Besuchern auch am Fuße des Turms vielfältige Möglichkeiten zum Verweilen und Genießen bietet. Das Turm Café öffnet am Zeugnistag bereits um 09:30 Uhr, während das Donaubräu und das Turm Restaurant ab 11:30 Uhr ihre Pforten öffnen und Tischreservierungen für letzteres empfohlen werden.

Die jüngste und wohl aufregendste Erweiterung des Angebots erfolgte im November 2023 mit der Einführung der „Donauturm-Rutsche“. Als höchste Rutsche Europas hat sie dem Turm eine neue Dimension der Attraktivität verliehen. Diese innovative Ergänzung ist ein Beispiel dafür, wie ein historisches Bauwerk durch moderne Freizeitelemente weiterhin neue Zielgruppen ansprechen und sein Erbe in die Zukunft tragen kann.

Der Donauturm hat seit seiner Eröffnung im Jahre 1964 rund 23 Millionen Menschen begrüßt. In den letzten Jahren verzeichnete er jährlich mehrere Hunderttausend Besucher, wovon etwa 50 Prozent aus dem Ausland stammen. Dies unterstreicht seine Rolle als einen der wichtigsten Touristenmagnete Wiens und als festen Bestandteil des städtischen Kultur- und Freizeitangebots. Der Zeugnistag am Donauturm verspricht somit nicht nur einen kostenlosen Eintritt und Rutschen-Action, sondern auch ein abwechslungsreiches Erlebnis, das mit einem digitalen Guide, der spannende Infos zu Geschichte, Technik und Architektur, interaktive Inhalte, Bilder, Videos und Fun Facts sowie Bonus-Wissen zu Gastronomie, Donaupark und Rekorden bietet, weiter vertieft werden kann. Der Guide ist auf Deutsch und Englisch verfügbar und wird beim Eintritt als Info-Map mit QR-Code ausgegeben, ohne daß eine App heruntergeladen werden muß.

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