Easa Direktion in Köln (Foto: Klüh).
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EASA verlängert Warnung vor Flügen über dem Nahen Osten bis März 2026

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Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat ihre dringende Sicherheitswarnung für den Luftraum über dem Nahen Osten und dem Persischen Golf bis zum 6. März 2026 verlängert. Hintergrund der Entscheidung ist die anhaltende militärische Eskalation zwischen dem Iran, den Vereinigten Staaten und Israel.

Die EASA stuft das gesamte betroffene Gebiet über alle Flughöhen hinweg als Hochrisiko-Zone ein. Zu den betroffenen Fluginformationsgebieten gehören unter anderem der Iran, Irak, Israel, Jordanien, Libanon sowie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien. Die Behörde warnt explizit vor der Präsenz weitreichender Luftabwehrsysteme, Marschflugkörper und ballistischer Raketen, die eine Gefahr für die zivile Luftfahrt darstellen.

Die Empfehlung der Regulierungsbehörde an europäische Luftfahrtunternehmen ist eindeutig: Der gesamte Luftraum der Region sollte in allen Höhenlagen gemieden werden. Diese Einstufung unterscheidet sich von früheren Warnungen, die oft nur bestimmte Korridore oder Höhenbänder betrafen. Durch die Pauschalisierung des Risikos entfällt für Fluggesellschaften die Möglichkeit, den Krisenherd in großen Höhen zu überfliegen. Dies zwingt Airlines zu weiträumigen Umleitungen auf den wichtigen Verbindungen zwischen Europa und Asien sowie Afrika. Die Folge sind deutlich längere Flugzeiten und eine erhöhte operative Komplexität im internationalen Flugplanmanagement.

Zusätzliche Berichte aus Branchenkreisen verdeutlichen die ökonomischen Folgen dieser Sicherheitslage. Große europäische Konzerne wie die Lufthansa Group, Air France-KLM und IAG haben ihre Flugpläne bereits angepasst und zahlreiche Verbindungen in die Levante und die Golfregion vorübergehend eingestellt. Die Sperrungen betreffen strategisch wichtige Drehkreuze wie Dubai, Doha und Abu Dhabi, die für den globalen Transitverkehr unverzichtbar sind. Militärexperten weisen darauf hin, dass die Gefahr von Fehlidentifikationen ziviler Maschinen durch aktive militärische Luftoperationen in der Region derzeit als extrem hoch eingeschätzt wird, was die Entscheidung der EASA untermauert.

Die aktuelle Mitteilung der EASA ersetzt frühere Einzelbulletins für den Iran, den Irak und den Libanon und fasst diese zu einer regionalen Gesamtwarnung zusammen. Bestehende Warnungen für Syrien und den Jemen bleiben davon unberührt weiterhin in Kraft. Die Behörde kündigte an, die Situation in enger Abstimmung mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten fortlaufend neu zu bewerten. Solange jedoch keine Deeskalation der Feindseligkeiten erkennbar ist, bleibt die offizielle Position der Regulierer unverändert: Die Risiken für die zivile Luftfahrt im Nahen Osten sind zu groß, um einen regulären Betrieb zu rechtfertigen.

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